Empfang für Mitglieder des Wissenschaftsrates

12. November 2009

Empfang für Mitglieder des Wissenschaftsrates

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und sein Stellvertreter, Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart, haben in Aachen die Mitglieder des Wissenschaftsrates empfangen. Der Wissenschaftsrat tagt vom 11. bis 13. November 2009 an der RWTH Aachen.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und sein Stellvertreter, Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart, haben in Aachen die Mitglieder des Wissenschaftsrates empfangen. Der Wissenschaftsrat tagt vom 11. bis 13. November 2009 an der RWTH Aachen.

Rede von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers
anlässlich des Empfangs für die Mitglieder des Wissenschaftsrates
am 12. November 2009 um 20.00 Uhr
im Krönungssaal des Aachener Rathauses

- Es gilt das gesprochene Wort! -

 
Ich bin besonders gerne hier in Aachen.
Wegen des Weltkulturerbes.
Wegen des weltbesten Pferdesports.
Wegen der Printen.
Wegen des Karnevals.
Und vor allem, weil hier Europa mit Händen zu greifen ist.
Im Zentrum des alten Karolingerreichs.
Hier lebt man das Europa der offenen Grenzen.
Im Städtedreieck Aachen - Maastricht - Lüttich.

Aachen ist das Herz des alten und des neuen Europa.
Nirgendwo treffen tiefe Vergangenheit und visionäre Zukunft so zusam-men, besonders hier im Krönungssaal des Rathauses.
Dieser Raum atmet förmlich Geschichte.
Im Mittelalter fanden hier die Krönungsmähler statt.
Heute wird hier der Internationale Karlspreis verliehen.
Nicht umsonst: Hier im Herzen Europas weiß man, was es heißt, Euro-päer zu sein.

Nicht machtversessen und geschichtsvergessen, sondern weltoffen und grundsatztreu. Nicht egozentrisch, sondern solidarisch. Nicht materialis-tisch, sondern wertebewußt.

Wir sind stolz auf die RWTH
Ich bin aber noch aus einem anderen Grund so gerne hier in Aachen.
Wegen der Universität.
Die RWTH Aachen darf nicht umsonst den Titel Elite-Universität führen.
Sie ist eine der Top-Universitäten Deutschlands.
Und genießt auch international einen ausgezeichneten Ruf.
Auch das kommt nicht von Ungefähr. Denn mit dem RWTH-Campus in Aachen entsteht der größte europäische Forschungscampus an einer Universität.
Darauf sind wir in Nordrhein-Westfalen sehr stolz.

Dieser historische Ort hier ist aber auch ein ganz besonderer Platz, um über unsere Zukunft nachzudenken.
Denn Churchill hat einmal sehr schön gesagt.
„Je weiter Du zurückblicken kannst, desto weiter wirst Du vorausbli-cken.“
In diesem Sinne sollten Sie sich als Vordenker der Zukunft hier von der Aura des historischen Ortes inspirieren lassen.
Wo könnte man also besser über die Zukunft nachdenken als in Aachen mit seiner Geschichte, die mehr als ein Jahrtausend überspannt?

Wir haben viel für Forschung und Bildung erreicht
Aber es geht Ihnen natürlich nicht nur um das Denken.
Der Nobelpreisträger Albert Szent-Györyi einmal so treffend bemerkt:
„Ein Wissenschaftler benötigt vier Dinge:
erstens einen Kopf zum Denken,
zweitens Augen zum Sehen,
drittens Geräte zum Messen,
und viertens – Geld.“

Das ist eine nüchterne Feststellung.
Aber er hat natürlich völlig recht.
Und das gilt natürlich nicht nur für Top-Wissenschaftler, sondern auch für den Nachwuchs.
Für die Studierenden, die ganz besonders begabt sind.
Deshalb ist es für mich ein großer Erfolg, dass unser nordrhein-westfälisches Stipendienmodell jetzt auf ganz Deutschland übertragen wird.
Wir wollen, dass 10 Prozent der Studierenden unterstützt werden.
Die Hälfte des Geldes kommt vom Staat, die andere Hälfte von der Wirt-schaft.

Und: Eine weitere Forderung aus Nordrhein-Westfalen wird jetzt durch den Koalitionsvertrag auch umgesetzt.
Künftig können Forschung und Entwicklung durch Steuergutschriften unbürokratisch gefördert werden.
Auch das wird unsere Forschung weiter stärken und vorantreiben.

Es ist auch wichtig, dass der Hochschulpakt, die Exzellenzinitiative und den Pakt für Forschung und Innovation wie geplant fortgesetzt werden.

Ein echter Erfolg ist dass wir uns bei den Koalitionshandlungen in Berlin darauf verständigt haben, 10 Prozent des BIP in Bildung und Forschung zu investieren.
Das hat übrigens auch die Zukunftskommission Nordrhein-Westfalen in ihrem Abschlussbericht dringend angemahnt.

Sie wissen, wie sehr mir das als ehemaligem Bundesforschungsminister am Herzen liegt.
Aber das ist nicht nur eine persönliche Vorliebe.
Das ist eine Schicksalsfrage.
Und ich freue mich, dass der Wissenschaftsrat die Politik dabei – wie gewohnt konstruktiv und kenntnisreich – begleitet.

Innovationsland Nr. 1

Wir wollen Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2015 zum Innovationsland Nr. 1 machen.

  • Dazu haben wir zusammen mit der Wirtschaft in 22 neue For-schungseinrichtungen investiert.
  • Wir bauen die Spitzenforschung weiter aus, z. B. mit der Exzellenz-initiative oder großen Forschungsprojekten wie dem weltweit zweit-schnellsten Hochleistungsrechner in Jülich.
  • Wir erhöhen die Stipendienprogramme und halten die Innovations-förderung mit rund 600 Mio. Euro 2010 auch weiterhin auf sehr ho-hem Niveau.
  • Wir investieren in unsere Hochschulen: 8 Mrd. Euro geben wir bis 2020 für ihre Modernisierung und Sanierung aus.
  • Und wir machen eine neue Innovationspolitik.

Früher wurden Fördergelder mit der Gießkanne verteilt.
Heute fördern wir gezielt Innovationen.
In ausgewählten Clustern und Leitmärkten.

Denn mit Wernher von Braun wissen wir:
„In Zukunft müssen sich die Utopien beeilen, wenn sie nicht von der Re-alität eingeholt werden wollen.“

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