Einstellungsrekord an den Schulen in Nordrhein-Westfalen

11. August 2009

Einstellungsrekord an den Schulen in Nordrhein-Westfalen

In diesem Jahr werden an den Schulen in Nordrhein-Westfalen so viele Lehrer eingestellt wie seit 1981 nicht mehr. „Wir rechnen damit, dass wir in diesem Jahr fast 8.000 neue Lehrkräfte einstellen werden. Die neuen Lehrerinnen und Lehrer kommen in der großen Mehrzahl frisch aus ihrer Ausbildung. Damit sorgen wir dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler optimal gefördert werden“, betonte Schulministerin Barbara Sommer.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

In diesem Jahr werden an den Schulen in Nordrhein-Westfalen so viele Lehrer eingestellt wie seit 1981 nicht mehr. Nachdem bereits zum 1. Februar 2.889 Lehrkräfte eingestellt worden waren, kommen mit Stand letzter Woche noch einmal 4.711 neue Lehrerinnen und Lehrer hinzu, die ihren Dienst zum Start des Schuljahres aufnehmen. Insgesamt sind somit in diesem Jahr bereits rund 7.600 neue Lehrerinnen und Lehrer in den Schuldienst eingestellt worden. Weitere Bewerbungsverfahren laufen noch. „Wir rechnen damit, dass wir in diesem Jahr fast 8.000 neue Lehrkräfte einstellen werden. Über diesen Einstellungsrekord freue ich mich sehr. Die neuen Lehrerinnen und Lehrer kommen in der großen Mehrzahl frisch aus ihrer Ausbildung und befinden sich auf dem aktuellen Stand der didaktischen und pädagogischen Entwicklung. Damit sorgen wir dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler optimal gefördert werden“, betonte Schulministerin Barbara Sommer.

Von den ausgeschriebenen Stellen konnten bislang 338 nicht besetzt werden. Bei rund 800 Ausschreibungen laufen die Verfahren noch. Auch hier ist damit zu rechnen, dass ein Teil dieser Stellen nicht sofort und dem Fachbedarf entsprechend besetzt werden kann. Insgesamt ist für das kommende Halbjahr landesweit mit rund 800 unbesetzten Lehrerstellen zu rechnen. Bei einer Gesamtzahl von rund 152.000 Stellen in Nordrhein-Westfalen entspricht das einer Nichtbesetzung von etwa 0,5 Prozent.

„Trotz des Einstellungsrekords werde ich weiterhin alles daran setzen, dass wir möglichst alle Stellen auch besetzen können. Zu den bereits eingeleiteten Maßnahmen gehören unter anderem:

•  die Ausweitung der Plätze im Vorbereitungsdienst um 2.500,
•  die Möglichkeit der vorzeitigen verbindlichen Einstellungszusage („Frühbuchersystem“),
•  die Einführung von zwei Einstellungsterminen in den Vorbereitungsdienst,
•  die Erweiterung der Möglichkeiten der Einstellung von Seiteneinsteigern,
•  die Einstellung von Uni-Absolventen mit nur einem Fach,
•  die Einrichtung von Zertifikatskursen, um bereits ausgebildete Lehrkräfte für ein Mangelfach zu qualifizieren,
•  die Einführung des Sprintstudiums für Mangelfächer (Informatik, Kunst, Mathematik und Physik),
•  die Einstellung von Muttersprachlern sowie
•  die Einstellung von Theologen als Religion- und Lateinlehrer mit entsprechender Qualifizierung.

In diesem Jahr haben in Nordrhein-Westfalen 6.220 Lehramtsanwärter ihre Ausbildung abgeschlossen: Diese Zahl reicht nicht aus, um den vorhandenen Bedarf zu decken. Die Vorgängerregierung hat es versäumt, Vorsorge dafür zu treffen, genügend Abiturienten für den Lehrerberuf zu gewinnen. Junge Menschen wurden abgeschreckt, ein Lehramtsstudium aufzunehmen. Es wurde damals sogar die Lehrerausbildung an der Universität Bonn eingestellt. Durch die Versäumnisse der Vergangenheit waren in diesem Jahr besondere Kraftanstrengungen erforderlich, um die Stellen zu besetzen“, erklärte Barbara Sommer. „Früher war es so, dass viele Lehrer arbeitslos wurden, weil es keine Stellen gab. Wir haben Stellen geschaffen und arbeiten hart daran, diese auch zu besetzen.“

Die Einstellungszahlen belegen, dass das Land das vorhandene Potenzial an Lehrkräften voll ausgeschöpft hat. Zudem konnten durch die Maßnahmen wie der Ausweitung des Seiteneinstiegs, der Werbung ausländischer Lehrkräfte oder der Möglichkeit zur Kapitalisierung von Stellen weitere geeignete Kräfte an die Schulen geholt werden. Außerdem sind rund 360 Einstellungen aus anderen Bundesländern erfolgt. Barbara Sommer: „Ich bin optimistisch, dass wir die Einstellungsbilanz durch die von uns eingeleiteten Maßnahmen zukünftig noch weiter verbessern können.“

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