Ein „Wächter“ von Polizisten für Polizisten

15. Juni 2011

Ein „Wächter“ von Polizisten für Polizisten / Identifikationssymbol: Mahnmal von Künstler Anatol erinnert in Selm-Bork an Todesfälle im Dienst

Mit einer neuen Gedenkstätte erinnert die NRW-Polizei an Kolleginnen und Kollegen, die im Dienst ums Leben gekommen sind. „Polizistinnen und Polizisten setzen ihre Gesundheit und ihr Leben ein, damit wir alle frei und sicher leben können“, sagte Innenminister Ralf Jäger.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Mit einer neuen Gedenkstätte erinnert die NRW-Polizei an Kolleginnen und Kollegen, die im Dienst ums Leben gekommen sind. „Polizistinnen und Polizisten setzen ihre Gesundheit und ihr Leben ein, damit wir alle frei und sicher leben können“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (15. Juni 2011) in Selm-Bork. „Ohne diesen Einsatz kann kein demo­kratischer Rechtsstaat funktionieren. Daran soll das Denkmal immer erinnern.“ Seit Kriegsende wurden in NRW mehr als 100 Polizisten durch Straftäter und 400 bei Dienstunfällen getötet. Der Innenminister übergab auf dem Gelände der Landespolizeischule NRW die Gedenk­stätte ihrer Bestimmung.

Im Mittelpunkt der Installation steht ein rund fünf Meter hoher und eine Tonne schwerer „Wächter“ aus Stahl, umgeben von fünf, mit symbolischen Figuren gravierten, Findlingen. Der „Wächter“ des Düsseldorfer Künstlers Anatol ist in doppelter Hinsicht ein Denkmal von Polizisten für Polizisten. Der Künstler und Beuys-Schüler war bis zu seiner Pensionierung vor 21 Jahren Schutzpolizist. Die Idee zu der Gedenkstätte kam aus den Reihen der Polizei. Verwirklicht hat das Projekt die Polizeistiftung NRW, die über Spenden für die Finanzierung sorgte.

Das Mahnmal steht in direkter Nähe vor dem Ethikraum „Grenzgang“. In dieser Kombination aus Ausstellungs- und Unterrichtsraum werden besonders bewegende Situationen in Bild, Ton und Film dargestellt, die Polizistinnen und Polizisten im Dienst erleben. Dazu gehört beispiels­weise der Umgang mit Sterbenden, Toten und den psychischen Belastungen im Einsatz.

Dieter Wehe, Inspekteur der Polizei des Landes NRW, wies auf die Ge­waltübergriffe gegen Polizisten im Dienst hin: „Das Denkmal wird auch daran mahnend erinnern.“ Dieter Schmidt, Direktor des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei Nordrhein-Westfalen, zu dem die Landespolizeischule gehört, verspricht sich von dem „Wächter“-Mahnmal eine positive Wechsel­wirkung auf die berufsethische Ausbildung der zukünftigen Polizei­beamtinnen und -beamten: „Als Bildungsträger der Polizei gehört es zu unseren Aufgaben, dass wir Werte vermitteln. Anatols ‚Wächter’ steht für den bleibenden Wert unseres Berufs: Wir beschützen unter Einsatz unseres Lebens die Menschen in unserem Land.“ Diethelm Salomon, Vorsitzender der Polizeistiftung NRW, hofft, dass die Gedenkstätte zu einem Identifikationssymbol für die Polizei wird. „Sie drückt mit dem Wächter in ihrer Mitte den Sinngehalt des Polizeiberufes aus.“

Weitere Informationen zur Gedenkstätte unter www.mik.nrw.de.

Informationen zur Polizeistiftung unter www.polizeistiftung.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.