Eifelforum 2020 widmet sich Gestaltungsmöglichkeiten im Naturraum Eifel/Ardennen

Klimaanpassung an der Grenze

9. September 2020
PHB Wald Baumstamm Lichter

Mehr Hitzetage, weniger Frost, trockenere Sommer und nassere Winter, aber mit weniger Schnee – der Klimawandel macht sich auch in der Eifel und den Ardennen immer stärker bemerkbar.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Mehr Hitzetage, weniger Frost, trockenere Sommer und nassere Winter, aber mit weniger Schnee – der Klimawandel macht sich auch in der Eifel und den Ardennen immer stärker bemerkbar. Die Auswirkungen des sich wandelnden Klimas stellen die Menschen im Naturraum Eifel/Ardennen vor vielfältige Herausforderungen, von der menschlichen Gesundheit bis zum Talsperren-Management, von Trockenschäden in den Wäldern bis zu veränderten Vegetationszeiten. Diese Herausforderungen nehmen keine Rücksicht auf Länder- oder Verwaltungsgrenzen, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist eine grenzüberschreitende Aufgabe.
 
Vor diesem Hintergrund luden die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, die EnergieAgentur.NRW, das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen und die Region Aachen Akteure aus allen Regionen im Rahmen des Eifelforums 2020 dazu ein, sich mit Möglichkeiten der Gestaltung der Klimaanpassung im Naturraum Eifel/Ardennen zu beschäftigen. Der Einladung folgten fast 100 Teilnehmer/innen, die sich heute – Corona-konform – in einem Online-Seminarraum zusammenfanden.
 
Die Eifelregionen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Ostbelgien verfolgen dabei das gemeinsame Ziel einer verstärkten Vernetzung. Die Veranstaltung bildete dafür den Auftakt. „Hierbei setzen wir auf Dialog, Kommunikation, Transparenz und Interaktion. Akteure und Öffentlichkeit sollen mitgenommen und geeignete Kooperationsformen und -themen erarbeitet werden“, so Ministerpräsident Oliver Paasch.
 
"Wir sehen an dem dramatischen Zustand unserer Wälder: die Klimakrise ist Realität. Daher müssen wir ambitionierten Klimaschutz und die Anpassung an die Klimawandelfolgen zusammendenken. Durch gemeinsam entwickelte Konzepte und Maßnahmen stärken wir die Eifelregion, verbessern die regionale Wertschöpfung und sichern unsere Lebensgrundlage. Ein lokales Leuchtturmprojekt ist zum Beispiel das Regionale Verbundnetz Westeifel. Mit diesem einmaligen Infrastruktur-Projekt stellen wir die Wasser-, erneuerbare Energien- sowie Breitbandversorgung zukunftssicher auf. Wir sehen große Chancen, die Zusammenarbeit in unserer Eifelregion weiter zu verstärken und über die Grenzen hinweg auszubauen“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken.
 
"Klimaanpassung ist ein sehr komplexes und vielschichtiges Aufgabenfeld. Neben den Wäldern sind auch die Landwirtschaft, die Trinkwasserversorgung oder die regionale Wirtschaft, wie zum Beispiel der Tourismus, betroffen. Im Rahmen unseres Projekts „Klimaschutz- und Anpassungsnetzwerker“ leistet die Energie-Agentur.NRW einen zentralen Beitrag, Kommunen und Regionen sowie Unternehmen über die anstehenden Herausforderungen zu informieren und die Vernetzung von Akteuren zum Thema Klimaanpassung zu unterstützen. Das heutige Forum bietet die Gelegenheit, unser Wissen auch grenzüberschreitend miteinander zu teilen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten", sagte die nordrhein-Westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.
 
Die beiden Ministerinnen und der Ministerpräsident sind sich einig: „Wir müssen uns an sich verändernde Klimabedingungen anpassen. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, den wunderbaren Natur- und Kulturraum Eifel-Ardennen auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten."
 

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