EHEC: Bundesbehörden warnen vor Sprossen und heben die Warnung vor Salat, Tomaten und Gurken auf

10. Juni 2011

EHEC: Bundesbehörden warnen vor Sprossen und heben die Warnung vor Salat, Tomaten und Gurken auf / Minister Remmel: Wir kontrollieren weiter – Nordrhein-Westfalen fordert regelmäßige Seuchen-Übungen

Das Robert-Koch-Institut, das Bundesamt für Risikobewertung und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnen weiterhin davor, Sprossen zu verzehren. Die Warnung vor Blattsalat, Gurken und Tomaten wurde aufgehoben.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Das Robert-Koch-Institut, das Bundesamt für Risikobewertung und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnen weiterhin davor, Sprossen zu verzehren. Die Warnung vor Blattsalat, Gurken und Tomaten wurde aufgehoben. „Wir gehen davon aus, dass die Einschätzung der Bundesbehörden stichhaltig ist. Deswegen schließen wir uns der Empfehlung grundsätzlich an. Allerdings sagen die Expertisen der Bundesbehörden auch, dass es weiterhin keinen Beweis für die Quelle der EHEC-Infektion und für die Übertragungswege gibt“, sagt NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. Die Bundesbehörden begründen die Änderung der Warnung  mit einem bundesweit beobachteten Rückgang der Neuerkrankungen sowie einem wahrscheinlichen Zusammenhang von EHEC-Erkrankungen und dem Verzehr von Sprossen. „Wir raten weiterhin zum strengen Einhalten der Hygieneregeln, vor allem im Umgang mit Lebensmitteln“, sagte Remmel.

Nordrhein-Westfalen setzt das Untersuchungsprogramm zur EHEC-Ursachenforschung unvermindert fort. Dazu gehört auch ein Fokus auf die Verarbeitung von Sprossen und die Lieferwege des Saatguts, aus dem die Sprossen gezüchtet werden. „Wir führen unsere Maßnahmen zur Gefahrenabwehr fort, um die Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen bestmöglich zu schützen. Wir wollen weiterhin wissen, ob EHEC durch Sprossen oder andere Lebensmitteln im Umlauf ist“, sagte Minister Johannes Remmel. 1020 Proben haben die Lebens­mittelüberwachungsämter in NRW bisher genommen und in den nord­rhein-westfälischen Untersuchungsämtern getestet. Der gefährliche Serotyp O 104 wurde dabei nicht festgestellt. Bei einer Probe von Rote-Beete-Sprossen aus den Niederlanden wurden gesundheitsschädliche E-coli nachgewiesen, das Ergebnis der exakten Serotypbestimmung wird frühestens in der nächsten Woche vorliegen. Die Ware ist komplett vernichtet worden.

NRW fordert regelmäßige Seuchen-Übungen

Das NRW-Verbraucherschutzministerium begrüßt die Einberufung einer Task-Force mit Experten der Bundesländer, des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, des Bundesinstituts für Risikobewertung, des Robert Koch-Instituts und Experten der Euro­päischen Union. „Wir fordern, dass eine solche Task Force künftig schneller einberufen wird. Das Krisenmanagement in Nordrhein-West­falen funktioniert sehr gut. Wir müssen aber bundesweit schneller auf Krankheiten reagieren, die über Lebensmittel verbreitet werden“, sagt Remmel. „NRW schlägt regelmäßige Übungen vor, in denen Koordi­nation und Kommunikation der Erkenntnisse trainiert werden. Das gibt es bereits bei der Tierseuchen-Prävention“, so Remmel. Zudem schlägt Minister Remmel die schnelle Einrichtung und Veröffentlichung von Telefon-Hotlines im Krisenfall vor. „NRW hat eine Telefon-Hotline zu EHEC eingerichtet, bei der seit Mittwoch 3000 Menschen angerufen haben – und das über NRW und sogar Deutschland hinaus. Der Erfolg zeigt, wie wir auf das Aufklärungsbedürfnis der Menschen reagieren und schnell und unbürokratisch helfen können“, sagte Remmel.

Auskunft gibt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) auch über Pfingsten. Am kommen­den Samstag, Sonntag und Montag von 11.00 bis 15.00 Uhr unter der Rufnummer 02361/305-3055. Schriftliche Anfragen können an die
E-Mail-Adresse: verbraucherhotline@lanuv.nrw.de gestellt werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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