Drei junge Stammzellforscherinnen und -forscher erhalten jeweils 1,25 Millionen Euro für fünf Jahre Förderung für Nachwuchswissenschaftler in Bonn, Düsseldorf und Köln

21. Oktober 2013

Drei junge Stammzellforscherinnen und -forscher erhalten jeweils 1,25 Millionen Euro für fünf Jahre Förderung für Nachwuchswissenschaftler in Bonn, Düsseldorf und Köln

Drei Stammzellforscherinnen und Stammzellforscher werden in den kommenden Monaten an den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Köln ihre eigene Nachwuchsgruppe aufbauen. Acht NRW-Standorte hatten sich mit je einem Kandidaten an der Ausschreibung des Ministeriums beteiligt, die vom Kompetenznetzwerk Stammzellforschung unterstützt wurde. Den drei von einer externen Jury ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stehen bis zu 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre zur Verfügung. Zwischen 50 und 75 Prozent der Mittel kommen vom Land, den Rest finanziert die jeweilige Universität, an der die Nachwuchsgruppe aufgebaut wird. „Die Stammzellforschung ist wichtig für das Forschungsland Nordrhein-Westfalen. Sie kann einen Beitrag leisten zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit wie dem demografischen Wandel und Veränderungen in einer alternden Gesellschaft“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Drei Stammzellforscherinnen und Stammzellforscher werden in den kommenden Monaten an den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Köln ihre eigene Nachwuchsgruppe aufbauen. Acht NRW-Standorte hatten sich mit je einem Kandidaten an der Ausschreibung des Ministeriums beteiligt, die vom Kompetenznetzwerk Stammzellforschung unterstützt wurde.

Den drei von einer externen Jury ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stehen bis zu 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre zur Verfügung. Zwischen 50 und 75 Prozent der Mittel kommen vom Land, den Rest finanziert die jeweilige Universität, an der die Nachwuchsgruppe aufgebaut wird. „Die Stammzellforschung ist wichtig für das Forschungsland Nordrhein-Westfalen. Sie kann einen Beitrag leisten zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit wie dem demografischen Wandel und Veränderungen in einer alternden Gesellschaft“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Die drei promovierten Nachwuchswissenschaftler sind:

- Leo Kurian (32)

Forschungsschwerpunkt: Molekulare Grundlagen der Entwicklung und Regeneration von Herzzellen

Zukünftige Hochschule:Universität Köln, Institut für Neurophysiologie

- Julia Ladewig (36)

Forschungsschwerpunkt: Abbildung neurologischer Erkrankungen mittels Stammzellen

Zukünftige Hochschule: Universität Bonn, Institut für Rekonstruktive Neurobiologie

- Natalia Tapia (37)

Forschungsschwerpunkt: Spermatogoniale (Spermienproduzierende) Stammzellen

Zukünftige Hochschule: Universität Düsseldorf, Institut für Stammzellforschung und Regenerative Medizin

Das Wissenschaftsministerium NRW ermöglicht bereits zum dritten Mal den Aufbau von unabhängigen Nachwuchsgruppen im Bereich der Stammzellforschung. Mit diesem Programm möchte das Wissenschaftsministerium Talente nach Nordrhein-Westfalen holen und den Sachverstand am Standort erweitern.
Mehr Informationen zu den Nachwuchsforschern und zum Kompetenznetzwerk Stammzellforschung unter www.stammzellen.nrw.de.

Hintergrundinfos zu den Preisträgern:

Dr. Leo Kurian hat nach seinem Studium der Biotechnologie in Madras und Bangalore in Indien seinen Doktor am Institut für Genetik in Köln erlangt. Seit 2012 arbeitete er am SALK Institute und später an der University of California in San Diego, USA, wo er sich besonders der Differenzierung von pluripotenten Stammzellen in Zellen des Mesoderms z.B. Herzmuskelzellen widmete.

Dr. Julia Ladewig erwarb nach ihrem Studium der Biologie in Bielefeld einen Master Degree in Medizinischer Ethik am Imperial College in London. Nach der Fertigstellung ihrer Doktorarbeit am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie am Universitätsklinikum Bonn ist sie dort als Postdoktorandin geblieben und hat sich mit der Ableitung verschiedener neuronaler Zelltypen aus pluripotenten Stammzellen beschäftigt. Im Rahmen ihrer Förderung möchte Julia Ladewig am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie 2 D und 3D Zellkulturen aufbauen, an denen sich Grundlagen für kortikale Fehlbildungen nachvollziehen lassen.

Dr. Natalia Tapia studierte Pharmazie in Valencia und erwarb ihren Doktor im Bereich Immunologie an der Universidad Autonoma de Barcelona, Spanien. Als Postdoktorandin kam sie ans MPI für molekulare Biomedizin in Münster, um die besonderen Fähigkeiten der adulten spermatogonialen Stammzellen zu studieren. Die Grundlagen für die lebenslange Produktion von Spermien aus Stammzellen und damit die Balance zwischen Selbsterneuerung und Differenzierung dieser Zellen könnten als Modell auch für andere Gewebe und ihre Regenerationsfähigkeiten gelten.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Telefon 0211 896-4790.

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