Digitale Lehre
13. Dezember 2017

Digitale Lehre: Land und Stifterverband fördern 43 Lehrende bei Einführung innovativer Konzepte

10 Millionen Euro bis 2021 für Innovationen in der digitalen Hochschullehre

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren in der aktuellen Förderrunde des Programms „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ erfolgreich.

 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit:

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stifterverband werden 43 Lehrende von 15 Hochschulen bei der Einführung innovativer digitaler Lehrvorhaben unterstützen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren in der aktuellen Förderrunde des Programms „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ erfolgreich. Das Fördervolumen beträgt jährlich rund zwei Millionen Euro. Für die Umsetzung ihrer Konzepte erhalten die Fellows jeweils bis zu 50.000 Euro.
 
Ein Quiz-Duell führt Studierende der Wirtschaftswissenschaften in die betriebliche Kosten- und Leistungsrechnung ein, für Studierende der Archäologie wird die Antike über die 3-D-Technologie erfahrbar gemacht – mit Projekten wie diesen soll die Lehre in den Hochschulen von Nordrhein-Westfalen digitaler werden. Mit dem Förderprogramm wollen der Stifterverband und das Kultur- und Wissenschaftsministerium die Digitalisierung in der Lehre weiterentwickeln und durch beispielgebende Konzepte sichtbar machen. Bis 2021 werden jährlich rund 40 Fellowships vergeben. Dafür stellt das Land bis zu 10 Millionen Euro bereit.
 
„Die Digitalisierung bietet mit neuen Formaten und Interaktionsmöglichkeiten für die Lehre eine große Chance. Studierende können ihr Studium mit digitalen Modulen personalisieren sowie flexibler und praxisnäher ausrichten. So kann die Digitalisierung insbesondere auch dabei helfen, der zunehmenden Vielfalt der Studierenden gerecht zu werden", sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.
 
Mehr als 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich mit ihren Konzepten für das gemeinsame Programm des Stifterverbandes und des Landes beworben. Die erfolgreichen Bewerbungen zeigen, dass sich der Trend aus dem letzten Jahr weiter fortsetzt: Inverted-Classroom-Modelle finden immer mehr Einzug in die Lehre. Hier erarbeiten sich Studierende ihren digital bereitgestellten Lernstoff zu Hause und vertiefen ihn gemeinsam in der Hochschule mit praktischen Übungen. Weitere Schwerpunkte sind virtuelle Realitäten, um die Lehre erlebnisreicher zu gestalten, und die Gamification – spielerische Elemente, die die Lernmotivation der Studierenden steigern sollen.
 
Das Förderprogramm „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ läuft seit 2016. Antragsberechtigt sind Lehrende, die an Hochschulen in staatlicher Trägerschaft oder an staatlich refinanzierten Hochschulen des Landes tätig sind.
 
Detaillierte Informationen zu den 43 Fellows und ihren Projekten sowie weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter: www.stifterverband.org.
 

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