Die Vielfalt der heutigen israelischen Gesellschaft besser abbilden

22. Juni 2016

Die Vielfalt der heutigen israelischen Gesellschaft besser abbilden

Staatssekretär Hecke bei Fachtagung „Israel und der Holocaust in Lernmitteln“

Staatssekretär Ludwig Hecke hat in Düsseldorf an der Tagung „Israel und Holocaust in den Lernmitteln“ teilgenommen und die Bedeutung einer zeitgemäßen und ausgewogenen Darstellung der historisch-politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge hervorgehoben.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Staatssekretär Ludwig Hecke hat in Düsseldorf an der Tagung „Israel und Holocaust in den Lernmitteln“ teilgenommen und die Bedeutung einer zeitgemäßen und ausgewogenen Darstellung der historisch-politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge hervorgehoben. Hecke sagte: „Unser Anspruch an aktuelle Lernmittel zu Israel muss hoch sein. Der Nahost-Konflikt und der Holocaust sind und müssen elementare Themen bleiben. Genauso gilt es aber, den Blick auf das moderne Israel zu richten, auf seine Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Die Lernmittel sollen die Vielfalt der israelischen Gesellschaft abbilden, ohne Geschichte und Gegenwart des jüdisch-israelischen Lebens sowie des Nahost-Konfliktes zu ignorieren oder bagatellisieren.“

Anlass der Tagung im LVR-Zentrum für Medien und Bildung waren die Ergebnisse einer Studie der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission. Auf Initiative der Bundesregierung und der israelischen Regierung untersuchte die Kommission die Darstellung des jeweils anderen Landes in Schulbüchern der Fächer Geschichte, Geografie und Sozialkunde. Auch in Nordrhein-Westfalen zugelassene Lernmittel wurden von den Kommissionsmitgliedern fachlich bewertet. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass in deutschen Lernmitteln eine auf den Nahostkonflikt verengte Israeldarstellung überwiegt. Israel als liberale Demokratie und moderne Migrations- und Wissensgesellschaft wird nach Ansicht der Kommission meistens ausgeblendet. Außerdem werde bei der Darstellung des Holocaust die Perspektive der jüdischen Opfer oder das Handeln der vielen „kleinen Täter“ vernachlässigt.

Mitglieder der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission stellten dem Tagungspublikum aus Schulen, Verlagen sowie Lehreraus- und -fortbildung die Befunde der Studie in fachbezogenen Workshops vor. Darüber hinaus wurden innovative Lernmittel präsentiert, die den Empfehlungen der Kommission Rechnung tragen. Auf dem Podium diskutierte eine Expertenrunde darüber, wie Lernmittel zu einem differenzierten Blick auf Israel beitragen können.

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