Gymnasien in Nordrhein-Westfalen werden immer beliebter

3. März 2010

Die Gymnasien in Nordrhein-Westfalen werden immer beliebter

Schulministerin Sommer weist darauf hin, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen einen höherwertigen Schulabschluss anstreben und nach Ablauf der Grundschulzeit ein Gymnasium besuchen . Das Gymnasium habe durch die Verkürzung des Bildungsgangs auf acht Schuljahre nichts von seiner Beliebtheit und Attraktivität eingebüßt.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Zur Kritik am achtjährigen Gymnasium von GEW und der „Bürgerinitiative familiengerechte Schule und Bildung“, die ein Wahlrecht auf acht oder neun Jahre bis zum Abitur fordert, erklärt Schulministerin Barbara Sommer: „Bei der Mitgliederversammlung der Landeselternschaft im vergangenen Jahr waren drei Viertel der Eltern für die Beibehaltung der Schulzeitverkürzung und auch gegen ein solches Wahlrecht. An den Gymnasien in Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit knapp 600.000 Schülerinnen und Schüler. Eine Online-Aktion von gerade mal 3800 Personen zeichnet vor diesem Hintergrund kein aussagekräftiges Bild für das ganze Land. Die Landeselternschaft hingegen spricht für 85 Prozent aller Schulpflegschaften der Gymnasien.“

Das Schulwahlverhalten der Eltern belegt aber genau das Gegenteil. Immer mehr Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen streben einen höherwertigen Schulabschluss an und besuchen nach Ablauf der Grundschulzeit ein Gymnasium. Von den insgesamt 174.884 Schülerinnen und Schülern, die nach Abschluss ihrer Grundschulzeit im laufenden Schuljahr eine weiterführende Schule besuchen, wechselten 38,7 Prozent an ein Gymnasium. Damit hat sich diese Quote gegenüber dem Schuljahr 2008/09 noch einmal leicht verbessert. Im Schuljahr 2004/05, also vor der Schulzeitverkürzung, lag sie noch bei 36,5 Prozent.
Schulministerin Barbara Sommer: „Das Gymnasium hat durch die Verkürzung des Bildungsgangs auf acht Schuljahre nichts von seiner Beliebtheit und Attraktivität eingebüßt. Die aktuellen Zahlen belegen: Das Gymnasium konnte seine Position als beliebteste Schulform sogar noch ausbauen.“

Damit kann auch kein Trend bestätigt werden, die Eltern würden wegen der Schulzeitverkürzung vermehrt die Gesamtschule anstatt des Gymnasiums wählen. Das Gegenteil zeigen die aktuellen Zahlen zur Umsetzung der Schulformempfehlung im laufenden Schuljahr. Schülerinnen und Schüler mit einer uneingeschränkten Schulformempfehlung Gymnasium (61.606) wechselten zu 94 Prozent (57.924) an diese Schulform, mit eingeschränkter Empfehlung (15.551) zu 58,2 Prozent (9.054). Dagegen hatten nur insgesamt 17 Prozent (5.435) der an die Gesamtschule gewechselten Schülerinnen und Schüler (31.929) eine Schulformempfehlung für das Gymnasium (bzw. Realschule und eingeschränkt Gymnasium).

„Wir haben die Schulzeitverkürzung verantwortungsvoll umgesetzt. Mit den beiden Direktorenvereinigungen der Gymnasien, der Landeselternschaft der Gymnasien und dem Philologenverband wurden konkrete Absprachen getroffen und umgesetzt, insbesondere: Begrenzung des Nachmittagsunterrichts und des Hausaufgabenumfangs, Verschlankung der Lehrpläne, Ausbau des Ganztags und der pädagogischen Übermittagsbetreuung“, sagte Schulministerin Barbara Sommer heute.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

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