Die Durchlässigkeit des Schulsystems hat sich verbessert

6. Juli 2009

Die Durchlässigkeit des Schulsystems hat sich verbessert

In der Sekundarstufe I wird der „Aufstieg" leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler in eine andere Schulform stärker als bisher ermöglicht und gefördert. Schulministerin Barbara Sommer: „Unser Ziel ist eine grundlegende Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen. Die Chancen eines Kindes dürfen nicht von seiner Herkunft abhängen."

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

In der Sekundarstufe I wird der „Aufstieg" leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler in eine andere Schulform stärker als bisher ermöglicht und gefördert. Dies ist Bestandteil des 2006 verabschiedeten Schulgesetzes. Erste Erfolge lassen sich auch bereits messen. So sinkt die Zahl derer, die in der Sekundarstufe I auf eine „niedrigere“ Schulform wechseln müssen. Kamen unter Rot-Grün in den Jahren 2000 bis 2005 im Mittel nur auf 17 Absteiger ein Aufsteiger, so liegt die Quote heute bei neun zu eins. Das ist eine Verbesserung um mehr als 40 Prozent. Auch beim Blick auf die einzelnen Schulformen bestätigt sich dieser Trend: Die Quote der Aufsteiger von der Hauptschule zur Realschule steigt seit 2000/01 von 0,21 % auf 0,36 % (von 586 auf 852 Schüler). Im gleichen Zeitraum steigt die Quote der Aufsteiger von der Realschule zum Gymnasium von 0,12 % auf 0,19 % (von 392 auf 614 Schüler).

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei den Schulformwechslern nach der 10. Klasse. Die Zahl der Schüler, die nach dem Ende der Sekundarstufe I von der Realschule auf das Gymnasium wechseln, steigt seit dem Schuljahr 2000/01 bis heute von 45.702 auf 55.679. Dies entspricht einem Anstieg von 11,6 auf 15,1 Prozent. Die Zahl der Hauptschüler, die nach Klasse 10 auf das Gymnasium wechseln, bleibt mit 473 in etwa konstant (2000/01: 490).

Schulministerin Barbara Sommer: „Unter Rot-Grün war Nordrhein-Westfalen das Bundesland, in dem der Bildungserfolg am stärksten vom Geldbeutel des Elternhauses abhängig war. Aufstiegschancen waren so gut wie gar nicht vorhanden. Dieses katastrophale Erbe arbeiten wir nun Schritt für Schritt ab. Unser Ziel ist eine grundlegende Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen. Die Chancen eines Kindes dürfen nicht von seiner Herkunft abhängen. Auch nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule, ist es nun deutlich stärker als bisher möglich, die Schulform zu wechseln, wenn sich zeigt, dass ein Kind dort besser gefördert werden kann.“

In der Erprobungsstufe, d.h. in den Klassen 5 und 6, entscheidet die Erprobungsstufenkonferenz vier Mal, ob den Eltern leistungsstarker Schülerinnen und Schüler ein Wechsel der Schulform im Sinne eines „Aufstiegs“ empfohlen werden soll. Neu ist, dass dieser Wechsel nun zu jedem Schulhalbjahr möglich ist. Nach der Erprobungsstufe geschieht dies im Zusammenhang mit jeder Versetzungsentscheidung bis zum Ende der Klasse 8.

Ein Wechsel soll stets dann in Betracht gezogen werden, wenn in den Fächern mit Klassenarbeiten ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 erreicht wird und die Schülerin oder der Schüler auch in der Lage ist, mit Erfolg am Unterricht in den Fremdsprachen teilzunehmen.

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