Deutsche Schulen sind nirgendwo so unabhängig wie in Nordrhein-Westfalen

17. März 2010

Deutsche Schulen sind nirgendwo so unabhängig wie in Nordrhein-Westfalen

Nach einem Gutachten des Aktionsrats Bildung sind die Schulen in Deutschland nirgendwo so unabhängig wie in Nordrhein-Westfalen. In einem Bundesländervergleich hatte der mit Bildungsexperten besetzte Rat festgestellt, dass nur ein Land ein weitreichendes Maß an Schul­autonomie erreicht habe: Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Nach einem Gutachten des Aktionsrats Bildung sind die Schulen in Deutschland nirgendwo so unabhängig wie in Nordrhein-Westfalen. In einem Bundesländervergleich hatte der mit Bildungsexperten besetzte Rat festgestellt, dass nur ein Land ein weitreichendes Maß an Schul­autonomie erreicht habe: Nordrhein-Westfalen.

Ministerin Barbara Sommer: „Wir haben mit dem neuen Schulgesetz konsequent und kompromisslos die Leitidee der eigenverantwortlichen Schule im Land umgesetzt. Dass wir mit dieser Anstrengung bundesweit Vorreiter sind, freut mich besonders. Denn eigenverantwortlich geführte Schulen arbeiten flexibler, motivierter und besser für das Wohl unserer Kinder.“

Die über 6000 Schulen in Nordrhein-Westfalen genießen zum Beispiel bei der Lehrereinstellung größtmögliche Freiheit. So können Schulen statt früher vier Mal pro Jahr inzwischen wöchentlich freie Stellen zur Nachbesetzung ausschreiben und bestimmen selbst die gewünschten Fächerkombinationen und Zusatzqualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber. 95 Prozent der Stellen schreiben die Schulen in Nordrhein-Westfalen selbst aus, lediglich 5 Prozent werden über eine Liste ver­geben.

Allen Schulleitungen werden bis 2012 erweiterte Dienstvorgesetzten­rechte übertragen. Dazu gehören unter anderem die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe, die Verlängerung und Verkürzung der Probezeit, die Anstellung oder die Verleihung der Eigenschaft einer Beamtin oder eines Beamten auf Lebenszeit.

Den Unterricht gestalten die Schulen auf der Basis selbst entwickelter schuleigener Lehrpläne und Schulprogramme. Zielvorgabe dafür sind die KMK-Bildungsstandards und die Kernlehrpläne für die Schulformen. Außerdem gibt es große Freiräume für innovative schulische Vorhaben. Jede Schule in Nordrhein-Westfalen kann innovative Vorhaben im Bereich der Unterrichtsentwicklung, auch wenn sie zunächst über die bestehenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen hinausgehen, auf den Weg bringen. Dazu hat das Land Schulentwicklungskonferenzen eingerichtet, in denen Schulleitungen, Schulträger und Schulaufsicht vertreten sind.

Die eigenverantwortlichen Schulen sind Teile von regionalen Bildungs­netzwerken, von denen in den letzten zwei Jahren bislang 40 geschaf­fen wurden. Weitere Bildungsnetzwerke werden in den nächsten Wochen gegründet. Ziel ist es, in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten ein regionales Bildungsnetzwerk zu etablieren. In diesen regionalen Bildungsnetzwerken kommt es zu einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen den Schulen und ihren außerschulischen Partnern insbesondere aus Kultur, Sport, Kirchen  und Wirtschaft sowie der Kommunen und der staatlichen Schulaufsicht.

Die Schulen haben größere Freiräume bei der Stundenplangestaltung, insbesondere auch um Förderstunden anzubieten. Zudem haben die Schulen erstmalig auch eigene Fortbildungsbudgets erhalten. Und sie können die Mittel für den Ganztag bei Bedarf auch für die Beschäftigung anderer Professionen einsetzen. Darüber hinaus haben Schulen in Nordrhein-Westfalen die Freiheit, auf Lehrerstellen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen einzustellen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867-3505 oder -3506.

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