Armin Laschet zum Tod des früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing

Deutsch-französischer Kulturbevollmächtigter Armin Laschet zum Tod des früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing

3. Dezember 2020

Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Ministerpräsident Armin Laschet, zum Tod des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Ministerpräsident Armin Laschet, zum Tod des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing:
 
„Mit Valéry Giscard d’Estaing hat Frankreich einen herausragenden Präsidenten und ehrgeizigen Reformer verloren, der leidenschaftlich für sein Land und ein einiges Europa kämpfte. Sein politisches Wirken, sein scharfer Verstand und seine klaren Worte prägten seine Amtszeit als Staatspräsident ebenso wie europäische Reformen. Das deutsch-französische Verhältnis war ihm ein Herzensanliegen. Mit Bundeskanzler Helmut Schmidt legte er den Grundstein für das Europäische Währungssystem. Bei all seinem Engagement für ökonomische Fragen war er dennoch ein Mann, der die Kultur schätzte und stärkte, da sie für ihn wichtig war für die Identität Europas. Bei den Beratungen zur Europäischen Verfassung habe ich Valéry Giscard d’Estaing als einen leidenschaftlichen Visionär mit pragmatischem Gespür für das Machbare erlebt. Sein herausragendes politisches Wirken für Europa und seine weitreichenden Botschaften werden Frankreich, Deutschland und Europa schmerzlich fehlen.
In tiefer Trauer verneigen wir uns vor einem großen Staatsmann, überragenden Europäer und engen Freund Deutschlands, den wir in Deutschland und Europa vermissen werden. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, seiner Ehefrau Anne-Aymone Giscard d‘Estaing und seinen vier Kindern.“
 
Der ehemalige französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing ist am Mittwoch, 2. Dezember 2020, im Alter von 94 Jahren gestorben. Er wurde 1926 im französisch besetzten Koblenz geboren und absolvierte in Paris die beiden französischen Elitehochschulen Polytechnique und Ecole Nationale d‘Administration, bevor er in die Generalinspektion der Finanzen eintrat. 1959 wurde er Finanzstaatssekretär, anschließend Minister für Wirtschaft und Finanzen in den Regierungen von Charles de Gaulle und Georges Pompidou, bevor er 1974 mit nur 48 Jahren seinerzeit jüngster Präsident Frankreichs wurde.
 
Nach seiner Präsidentschaft setzte Giscard d’Estaing sich für regionale Belange im Regionalrat der Auvergne ein und trat insbesondere ab 1989 als Mitglied des Europaparlaments und ab 2002 als Präsident des Europäischen Konvents hervor. Dort erarbeitete er einen Verfassungsentwurf für die Europäische Union, der in weiten Teilen Eingang in den Vertrag von Lissabon fand. Neben zahllosen anderen Auszeichnungen erhielt Valéry Giscard d’Estaing 2003 für seine Verdienste den Internationalen Karlspreis zu Aachen.
 
 

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