Wahrnehmung von Integrationschancen

27. August 2009

Der Integrationsbeauftragte erinnert an die Vertreibung der Russlanddeutschen und fordert die Wahrnehmung von Integrationschancen

Alljährlich wird am 28. August, dem Jahrestag der Vertreibung der Russlanddeutschen, an die Deportation der Wolgadeutschen nach Sibirien gedacht. Die Menschen wurden damals kollektiv der Kollaboration mit Hitler-Deutschland beschuldigt, das im Juni 1941 die Sowjetunion überfallen hatte.

Der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Thomas Kufen, teilt mit:

Alljährlich wird am 28. August, dem Jahrestag der Vertreibung der Russlanddeutschen, an die Deportation der Wolgadeutschen nach Sibirien gedacht. Die Menschen wurden damals kollektiv der Kollaboration mit Hitler-Deutschland beschuldigt, das im Juni 1941 die Sowjetunion überfallen hatte.

Zum Gedenktag macht der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende des Landesbeirates für Vertrie­benen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, Thomas Kufen, auf die Problematik der Anerkennung der Berufsabschlüsse Russlanddeutscher aufmerksam. Weil Abschlüsse hier oftmals nicht anerkannt werden, ge­hen viele von ihnen Beschäftigungen nach, die weitaus unterhalb der einst erworbenen Qualifikationen liegen. „Mehr im Ausland erworbene Berufsabschlüsse müssen anerkannt werden, denn sonst verschenken wir wertvolles Bildungspotential und verbauen Integrationschancen. Die Ausübung qualifizierter Arbeit fördert den persönlichen Erfolg und damit den gesellschaftlichen sowie sozialen Aufstieg der Deutschen aus Russland“, betont Thomas Kufen. Russlanddeutsche haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Mitte des 18. Jahrhunderts setzte unter Zarin Katharina der Großen ihre planmäßige Niederlassung in Russland ein. Die deutschen Einwanderer fanden in Russland eine neue Heimat und sie leisteten einen erheb­lichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Doch vor allem während der Herrschaft Stalins erfuhren sie Verfolgung, Zwangs­arbeit und Deportation, so dass sowjetische Zwangsmaßnahmen zum Tod von hunderttausenden Russlanddeutschen geführt haben.

„Über 500.000 Russlanddeutsche und ihre Familien haben heute in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden. Sie haben mit ihrer Kultur und ihrem Engagement das Land vielfältig geprägt und be­reichert. Ihre Geschichte ist nicht die Geschichte Fremder, sondern ein Teil deutscher Geschichte. Nur wenn wir uns der Geschichte bewusst sind, können wir für die Zukunft lernen“, betont Thomas Kufen.

Eine besondere Rolle und Verantwortung kommt hierbei dem Landes­beirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen zu, der sich für die Belange Russlanddeutscher einsetzt und sich um ihre bessere soziale, gesellschaftliche und berufliche Eingliederung bemüht.  Der Integrationsbeauftragte wird aus Anlass des Jahrestages ein Gruß­wort im Rahmen einer Gedenkveranstaltung des Forums der Russlanddeutschen in Essen e.V., am 29. August 2009, um 15.00 Uhr im Bürgerhaus Oststadt, Schultenweg 37-41, halten.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro des Integrationsbeauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Thomas Kufen, Telefon 0211 8618-3336, Telefax 0211 8618-53336, thomas.kufen@mgffi.nrw.de

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