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8. Mai 2018

Der bulgarische Autor Ilija Trojanow erzählt in der Staatskanzlei von seinen Flüchtlingserfahrungen

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa erlesen“ hat der bulgarisch-stämmige Autor Ilija Trojanow sein Buch „Nach der Flucht“ in der Düsseldorfer Staatskanzlei vorgestellt. Die Reihe bietet europäischen Autoren in Nordrhein-Westfalen ein Forum und verdeutlicht die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für das Zusammenwachsen Europas.

 
Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa erlesen“ hat der bulgarisch-stämmige Autor Ilija Trojanow sein Buch „Nach der Flucht“ in der Düsseldorfer Staatskanzlei vorgestellt. Die Reihe bietet europäischen Autoren in Nordrhein-Westfalen ein Forum und verdeutlicht die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für das Zusammenwachsen Europas.
 
Europastaatssekretär Mark Speich sagte bei der Veranstaltung: „Die Politik ist gut beraten, das Poetische nicht für ihre Zwecke zu banalisieren. Aber wer darüber nachdenkt, Heimat und das ‚Eigene‘ politisch zu fassen, sollte die Zeilen Ilija Trojanows nachklingen lassen.“
 
Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem vierjährigen Aufenthalt in Deutschland lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. 1998 zog er nach Mumbai, 2003 nach Kapstadt. Heute lebt er in Wien.
 
Seine bekannten Romane wie „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“, „Der Weltensammler“ und „Eistau“ sowie seine Reisereportagen wie „An den inneren Ufern Indiens“ sind Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ilija Trojanow erhielt unter anderem im November 2017 den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln.
 
Bulgarien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union. Für die erste Jahreshälfte 2018 hat der südosteuropäische Staat erstmalig den Vorsitz im Ministerrat der EU inne. Das jeweilige Vorsitzland ist für die Ausarbeitung einer Strategie für den Ministerrat verantwortlich sowie für die Organisation und Leitung aller Zusammentreffen.
 
Die Veranstaltung „Europa Erlesen – Europäische Autoren lesen im Stadttor“ findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW e.V. statt. Bisher zu Gast waren unter anderen Peeter Helme (Estland) Dagny Gioulami (Schweiz), Steffen Möller (Polen), Miguel Szymanski (Portugal), Michal Hvorecky (Slowakei), Gila Lustiger (Frankreich), Alfred van Cleef (Niederlande), Alida Bremer (Kroatien), Dante Andrea Franzetti (Schweiz), Ilma Rakusa (Schweiz/Slowakei), Aris Fioretos (Schweden), Robert Menasse (Österreich), Lindita Arapi (Albanien/Deutschland), Klaus-Michael Bogdal (Deutschland), Marica Bodrožić (Kroatien/Deutschland), Juri Andruchowytsch (Ukraine), Pascale Hugues (Frankreich), Janne Teller (Dänemark), Margriet de Moor (Niederlande), Adolf Muschg (Schweiz), Lars Gustafsson (Schweden), Herta Müller (Deutschland) und Artur Becker (Polen/Deutschland).
 

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