Der Bau des Radschnellwegs Ruhr kommt voran: Spatenstich für Abschnitt des RS 1 in Bochum

6. Februar 2020
Fahrradweg

Verkehrsminister Hendrik Wüst hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den ersten Spatenstich für den Bau des Radschnellwegs Ruhr (RS 1) über Bochumer Stadtgebiet gesetzt.

Verkehr

Verkehrsminister Hendrik Wüst hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den ersten Spatenstich für den Bau des Radschnellwegs Ruhr (RS 1) über Bochumer Stadtgebiet gesetzt. Im Abschnitt „Grüner Rahmen“ entsteht ein 900 Meter langes Teilstück des RS 1 zwischen Stahlhauser Straße/Windhausstraße und Bessemer Straße. Dafür gibt es vom Land rund 2,1 Millionen Euro Förderung.
 
„Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Gerade in einer Stadt wie Bochum schaffen bessere Radwege ein alternatives Mobilitätsangebot für viele Menschen, die hier täglich mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Durch Pedelecs und E-Bikes wird Radverkehr zunehmend zum Pendlerverkehr, weil damit auch längere Strecken zurückgelegt werden können“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.
 
„Der RS 1 bedeutet einen enormen Qualitätsschub für den Radverkehr im Ruhrgebiet“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Wir freuen uns, dass es nun auch in Bochum losgeht und das Land der Aufwertung der Fahrrad-Infrastruktur einen hohen Stellenwert beimisst.“
 
Die Gesamtausgaben für den RS 1 in diesem Abschnitt betragen voraussichtlich rund 2,5 Millionen Euro. Die Bauzeit ist mit 24 bis 28 Monaten veranschlagt.
 
Der Radschnellweg Ruhr (RS 1) ist eines der wichtigsten und nachhaltigsten Projekte im Ruhrgebiet. Zwischen Duisburg und Hamm entsteht eine insgesamt 101 Kilometer lange Verbindung für den Radverkehr mitten durchs Ruhrgebiet. Die Strecke auf Bochumer Stadtgebiet ist etwa 17 Kilometer lang und wird von Wattenscheid auf der Trasse der Rheinischen Bahn über die Bochumer Innenstadt bis zur Dortmunder Stadtgrenze führen.
 
Der heute begonnene Abschnitt des RS 1 verläuft auf der Stahlhauser Straße und Windhausstraße über bestehende Straßen, die in diesen Bereichen zur Fahrradstraße umgebaut werden. Auf dem ehemaligen Gelände von thyssenkrupp (untere Stahlindustrie) - genannt „Grüner Rahmen“ - wird der RS 1 als selbstständig geführter Radschnellweg im Zweirichtungsverkehr angelegt. Vor dem historischen Torhaus 7 der Krupp-Werke verläuft die Fahrradtrasse auf dem ehemaligen Industriegelände als reiner Radweg mit einer Breite von vier Metern bis zu einem früheren Luftschutzunterstand. Der zum RS 1- Standard gehörende Fußweg wird in diesem Bereich weiter nördlich angelegt. Vom Bunker aus wird der RS 1 bis zur Bessemer Straße im Standardquerschnitt einschließlich eines zwei Meter breiten Gehweges weitergeführt.
 
Hintergrund Radschnellwege
Das Land hat Radschnellwege als neue Wegekategorie „Radschnellverbindungen des Landes“ im Straßen- und Wegegesetz verankert. Mit dem Gesetz ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter. Es stellt Radschnellwege mit Landesstraßen gleich: Dadurch übernimmt das Land die Baulastträgerschaft für Radschnellwege auf der freien Strecke außerhalb der Ortsdurchfahren und innerhalb der Ortsdurchfahrten bei Kommunen mit weniger als 80.000 Einwohnern. Bei Kommunen mit mehr als 80.000 Einwohnern liegen die Ortsdurchfahrten wie bei Landesstraßen in der Baulast der Kommunen.
 
Radschnellwege sollen als Premiumprodukt der Radinfrastruktur klar definierte Qualitätskriterien erfüllen. Dazu gehören die durchgängige Trennung zwischen Rad- und Fußgängerverkehr, eine Mindestbreite von vier Metern, Beleuchtung, wenig Steigungen, Wegweisung, Reinigung und geregelter Winterdienst.
 

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