Dank an Schulpsychologen für Einsatz in Winnenden

19. Mai 2009

Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau und die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer danken Schulpsychologen für ihren Einsatz in Winnenden

Nach dem Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden im März dieses Jahres waren auch 19 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus Nordrhein-Westfalen in Baden-Württemberg im Einsatz. Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau und die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer haben ihnen heute auf einem Empfang im Schulministerium in Düsseldorf für ihre Arbeit gedankt und ihnen ihre Anerkennung ausgesprochen.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Nach dem Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden im März dieses Jahres waren auch 19 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus Nordrhein-Westfalen in Baden-Württemberg im Einsatz. Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau und die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer haben ihnen am heutigen Dienstag auf einem Empfang im Schulministerium in Düsseldorf persönlich für ihre Arbeit gedankt und ihnen ihre Anerkennung ausgesprochen.

Schulministerin Barbara Sommer: „Ich danke den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für ihre große Einsatzbereitschaft. Sie waren sofort bereit zu helfen und haben berufliche und private Termine kurz­fristig verschoben. Das ist nicht selbstverständlich. Mit ihrer hohen Kompetenz und Professionalität waren Sie für die Menschen in Winnenden eine wichtige Stütze. Dafür gebührt Ihnen unser Dank und unsere Anerkennung. Mein Dank gilt ebenso den Kommunen in Nordrhein-Westfalen für ihre schnelle und unbürokratische Hilfe. Sie haben sofort ihr Einverständnis erklärt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Schulpsychologie nach Winnenden zu entsenden.“

Kultusminister Helmut Rau (MdL) bezeichnete die sofortige Einsatzbereitschaft und Hilfe der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus Nordrhein-Westfalen als ein „starkes Zeichen der Solidarität“. Er würdigte die Zusammenarbeit der psychologischen Einsatzkräfte als „absolut gelungen und vorbildlich“. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerkräfte in Winnenden hätten schnell und professionell betreut werden können. „Auch im Namen unserer schul­psychologischen Einsatzkräfte danke ich für die kompetente Unter­stützung. Mein Dank gilt ebenso den nordrhein-westfälischen Kommunen, die sofort und unbürokratisch zugesagt haben, ihre Fachkräfte zu entsenden“, sagte der Minister.

Als Anerkennung für die geleistete Hilfe und zur professionellen Reflexion des Einsatzes erhalten die beteiligten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu einer fachlichen Supervision.

Die nordrhein-westfälischen Schulpsychologen wurden im März 2009 nach Winnenden entsandt, um ihre baden-württembergischen Kollegin­nen und Kollegen bei der Krisenintervention vor Ort zu unterstützen. Die speziell geschulten Fachkräfte gehören dem „Netzwerk schulpsycho­logische Krisenintervention“ an. Es wurde nach dem Amoklauf von Emsdetten im November 2006 gegründet. Land und Kommunen hatten damals vereinbart, dass in jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Schulpsychologe als Spezialist für Kriseninterventionen qualifiziert und eingesetzt wird.

Schulministerin Sommer: „Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht geben kann. In Nordrhein-Westfalen sind wir jedoch mit unserer Krisenvorsorge auf dem richtigen Weg. Wir unternehmen alles in unserer Macht stehende, um unsere Schulen sicherer zu machen. Wir haben das ‚Netzwerk schulpsycholo­gische Krisenintervention’ ins Leben gerufen. Wir haben die Zahl der Schulpsychologen auf 270 erhöht. Wir haben die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei intensiviert. Wir haben alle Schulen mit einem Notfallordner ausgestattet. Und wir haben einen Expertenkreis zur Prävention von Amokläufen ins Leben gerufen. Noch vor Beginn der Sommerferien werden erste Ergebnisse vorliegen. Klar ist aber auch: Wir wollen unsere Schulen nicht zu Hochsicherheitstrakten ausbauen. Wir wollen, dass unsere Schulen pädagogische Orte bleiben, an denen sich unsere Kinder und Jugendlichen frei entfalten und entwickeln können. Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und der gegenseitigen Unterstützung. Die Schulpsychologie geht hier mit gutem Beispiel voran.“

Zur Gruppe der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die in Winnenden im Einsatz waren, gehören Landesbedienstete ebenso wie Bedienstete der Kommunen aus folgenden Städten und Kreisen: Emsdetten, Düsseldorf (3), Münster (2), Krefeld, Düsseldorf, Märkischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Unna, Hamm, Rheinkreis Neuss, Kreis Olpe, Kreis Coesfeld, Hagen, Kreis Warendorf, Rhein-Erft-Kreis (2), Leverkusen.

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