Jugendbildungsprogramm „Courage zeigen!" wird fortgesetzt

22. Januar 2010

„Courage zeigen! - Gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus“: Jugendbildungsprogramm wird auch in diesem Jahr fortgesetzt

Wie kann man sich erfolgreich gegen Gewalt und Antisemitismus im öffentlichen Raum wehren? Das lernen Jugendliche in interaktiven Trainings des Bildungsprogramms „Courage zeigen! − Gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus“, das die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und die Buber-Rosenzweig-Stiftung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt haben.

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Wie kann man sich erfolgreich gegen Gewalt und Antisemitismus im öffentlichen Raum wehren? Das lernen Jugendliche in interaktiven Trainings des Bildungsprogramms „Courage zeigen! − Gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus“, das die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und die Buber-Rosenzweig-Stiftung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt haben. Wegen des großen Erfolgs im letzten Jahr wird das Programm auch in diesem Jahr weiter angeboten. Im Jahr 2009 betei­ligten sich 85 Schulklassen mit fast 3.000 Schülerinnen und Schülern.

Erniedrigung, Diskriminierung, Intoleranz, Ausgrenzung – Gewalt in der Öffentlichkeit reicht von Psychoterror über ideologisch motivierte Gewalt bis hin zu roher körperlicher Gewalt gegen Zufallsopfer. Ziel der Pro­jekttage ist, dass die Jugendlichen ein Gespür für diese Gefahren entwickeln, sie frühzeitig erkennen und die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen können. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für rassis­tische und antisemitische Tendenzen und wie man solchen Tendenzen wirksam entgegentreten kann.

Ausgangspunkt ist das Verständnis der Grund- und Menschenrechte als normative Grundlage der Gesellschaft. „Demokratie ist mehr als eine Staatsform“, so die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Maria Springenberg-Eich. „Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde sind auch die Grundregeln individuellen Handelns in einer demokratischen Gesellschaft.“ Gewalt widerspreche in jeder Form diesem demokratischen Selbstverständnis. Sich gegen Gewalt zu behaupten, sei darum eine Frage der Demo­kratiekompetenz. Springenberg-Eich: „Diese Kompetenz trainieren wir mit den Jugendlichen.“

„Courage zeigen! Gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus“ um­fasst zwei inhaltliche Schwerpunkte:

  1. „Cool sein − cool bleiben“ − ein von Expertinnen und Experten aus dem Jugend- und Polizeibereich entwickeltes Trainingsprogramm, setzt sich konkret mit körperlicher Gewalt im öffentlichen Raum aus­einander. Wie sind Gewaltsituationen frühzeitig erkennbar? Wie ver­halte ich mich als Opfer? Wie helfe ich richtig?
  2. „Antisemitismus“ − Ziel dieser Projekttage ist es, Jugendliche für den immer wieder anzutreffenden Antisemitismus zu sensibilisieren. Anti­semitismus wird unter anderem aus der Perspektive „Vorurteile und Stereotypen“, „Moderner und nationalsozialistischer Antisemitismus“ und „Antisemitismus und Nahostkonflikt“ beleuchtet.

Die Projekttage können ab sofort von Schulen bei der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen kostenlos gebucht werden. Einzelne Projekttage können aus verschiedenen Themenbereichen individuell zu mehrtägigen Blöcken zusammengestellt werden.

Anfragen sind zu richten an:

Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 8618 4632
E-Mail: bert.krause@mgffi.nrw.de

Ausführliche Informationen bieten der Flyer „Courage zeigen! Gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus. Ein Angebot für Schulen.“ sowie die 100-seitige gleichnamige Lehrerhandreichung unter www.politische-bildung.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro der Landeszentrale für politische Bildung, Lydia Anita Jendryschik, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 0211 8618-4652.

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