Ministerpräsidentin fordert verstärkte Bildungsdiskussion

17. Februar 2011

Bochumer Kongress: Ministerpräsidentin fordert eine verstärkte Bildungsdiskussion zur vorbeugenden Bildungs- und Sozialpolitik

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat beim Bochumer Kongress „Bildung: Schlüssel zur Zukunft“ die Politik der Landesregierung bekräftigt, gezielt in die Förderung von Kindern, Bildung und Vorbeugung zu investieren. Nordrhein-Westfalen müsse in die Zukunft investieren und unsere Zukunft seien vor allem Kinder. Kraft: „Wir brauchen mehr Jugendliche mit besseren Abschlüssen und wir dürfen kein Kind mehr zurücklassen.“

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat beim Bochumer Kongress „Bildung: Schlüssel zur Zukunft“ die Politik der Landesregierung bekräftigt, gezielt in die Förderung von Kindern, Bildung und Vorbeugung zu investieren. Nordrhein-Westfalen müsse in die Zukunft investieren und unsere Zukunft seien vor allem Kinder. Kraft: „Wir brauchen mehr Jugendliche mit besseren Abschlüssen und wir dürfen kein Kind mehr zurücklassen.“

Bildungspolitik sei Investitionspolitik. „Darum bin ich auch sicher, dass wir unseren Investitionsbegriff erneuern müssen“, forderte die Ministerpräsidentin. Die Landesregierung werde mit dem Haushalt 2011 eine Milliarde Euro zusätzlich für Kinder, Bildung und Vorbeugung ausgeben.

Der zweitägige Bochumer Kongress wird von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen sowie dem DGB NRW in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet. Der Ministerpräsidentin wurde zu Beginn das 2. Bochumer Memorandum überreicht. Darin formulieren Wissenschaftler und Gewerkschafter ihre bildungspolitischen Ansprüche an die Politik. In ihrer Rede stellte Ministerpräsidentin Kraft fest, dass es auch sechs Jahre nach dem ersten Bochumer Memorandum immer noch grundlegende Probleme bei der schulischen Integration von Jugendlichen gebe, die aus schwierigen, so genannten bildungsfernen Familienstrukturen kämen.

Hannelore Kraft: „Wir stehen an einer grundsätzlichen politischen Weichenstellung. Wenn wir jetzt gezielt in Vorbeugung investieren anstatt ständig steigende Reparaturkosten zu schultern, weil Kinder nicht alle Chancen erhalten, zahlt sich das zweifach aus: Die Ausgaben für soziale Reparaturkosten sinken, das Wirtschaftswachstum und damit auch die Steuereinnahmen steigen, wenn mehr junge Menschen gut ausgebildet sind. Und darüber hinaus stärken wir so nachhaltig den Standort Nordrhein-Westfalen, indem wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Die Ministerpräsidentin betonte, dass die Landesregierung „mit dem viel zu frühen Sortieren unserer Kinder auf unterschiedliche Schultypen Schluss machen“ wolle. Das Konzept dafür sei die Gemeinschaftsschule. Längeres gemeinsames Lernen solle mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Abschlüssen führen. Zugleich werde gerade im ländlichen Raum die Möglichkeit gegeben, durch die Zusammenführung bereits bestehender Schulformen zu einer Gemeinschaftsschule ein umfassendes wohnortnahes Schulangebot zu erhalten.

Die Ministerpräsidentin zeigte sich in Bochum optimistisch, dass Nordrhein-Westfalen von den schrillen Tönen in der Schulpolitik langsam wegkomme. Es verbreite sich eine schulpolitische Grundstimmung, in der man sich unaufgeregter und der Sache zugewandt verständigen könne. Signale dafür seien erkennbar. „Es wäre wirklich ein Segen, wenn wir zu einem Konsens über grundlegende Strukturen kommen könnten, der in der Form eines Schulfriedens weit über kommende Wahltermine hinaus für Ruhe und Stabilität an unseren Schulen sorgt“, sagte Kraft.

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