Innenminister Jäger ehrte neun mutige Helfer

27. Januar 2011

Auszeichnungen für neun mutige Helfer aus NRW / Minister Jäger: „Hinsehen und Handeln, aber nicht das eigene Leben riskieren“

Innenminister Ralf Jäger hat neun mutige Helfer mit dem Preis für Zivilcourage geehrt. Sie handelten in einer gefährlichen Situation besonders engagiert, ganz nach dem Motto:“Hinsehen und Handeln.“ Der Minister warnte aber auch vor Tollkühnheit: „Niemand soll sein eigenes Leben riskieren.“ In jedem Fall solle die Polizei gerufen oder andere Personen zur Hilfe herangezogen werden. .

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Neun mutige Helfer aus NRW wurden heute in Düsseldorf mit dem Preis für Zivilcourage geehrt. Sie handelten in einer gefährlichen Situation besonders engagiert, ganz nach dem Motto:“Hinsehen und Handeln.“ Innenminister Ralf Jäger zeichnete Jörg Hufmann aus Oberhausen, Sarah Oberkrome und Frauke Lamers aus Bielefeld, Andreas Hachmann aus Fröndenberg, Roman Hachmann aus Niedeggen, Katrin Janusch aus Freudenberg, Sonja und David Schmidt aus Herne sowie posthum Cemal Dag aus Kleve für ihr vorbildliches Handeln aus. „Sie alle haben einen wichtigen Teil zur Sicherheit in NRW beigetragen, in­dem Sie Verantwortung übernommen haben“, unterstrich Jäger. „Es gehört Mut dazu, anderen in Notsituationen zu helfen, weil man selbst angegriffen oder verletzt werden könnte“, lobte der Minister, warnte aber auch vor Tollkühnheit: „Niemand soll sein eigenes Leben riskieren.“ In jedem Fall solle die Polizei gerufen oder andere Personen zur Hilfe herangezogen werden.

Jörg Hufmann (47 Jahre) sah in Oberhausen im Vorbeifahren eine Frau, die auf offener Straße von einem Mann unvermittelt körperlich an­gegriffen und in ein Gebüsch gezerrt wurde. Er hielt unverzüglich an und eilte der Frau zur Hilfe. Der Täter floh, konnte jedoch später ermittelt werden. Durch seine schnelle und selbstlose Reaktion wurde eine Ver­gewaltigung verhindert.

Sarah Oberkrome (23 Jahre) und Frauke Lamers (32 Jahre) hörten in Bielefeld die Hilferufe einer Frau, die auf offener Straße von einem Mann auf die Motorhaube eines geparkten Pkw gestoßen wurde. Der Täter küsste und begrabschte das Opfer trotz heftiger Gegenwehr. Ohne zu zögern eilten sie zusammen dem Opfer zur Hilfe und sprachen den Täter an. Dieser ließ daraufhin von der Frau ab und näherte sich ihnen. Nach einem beherzten Griff an die Kehle des Mannes floh dieser. Aufgrund der guten Personenbeschreibung konnte der Täter kurze Zeit später festgenommen werden.

Roman Hachmann (40 Jahre) und Andreas Hachmann (47 Jahre) eilten in Fröndenberg einem Rettungssanitäter zur Hilfe und bewahrten ihn vor weiterer Gewalteinwirkung. Zuvor hatte er zusammen mit Poli­zeibeamten einen Randalierer während einer Kirmesveranstaltung zum Streifenwagen gebracht. Als die Polizisten mit dem Mann davonfuhren, wurde der Sanitäter von einem Freund des Randalierers verfolgt, ge­schubst und mit mehreren Faustschlägen zu Boden gebracht. Ihm wurde mehrfach mit dem Schuh ins Gesicht getreten. Die beiden muti­gen Helfer zerrten den Gewalttäter von seinem Opfer weg und hielten ihn trotz starker Gegenwehr bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Katrin Janusch (32 Jahre) war alleine mit ihrem Pkw in Freudenberg unterwegs, als ihr ein abgestelltes Fahrzeug auffiel, in dem ein Mann auf eine Frau einschlug. Sie hielt an und lief zu dem Fahrzeug, um dem Opfer zu helfen. Der Mann ließ dadurch von der Frau ab. Als der Täter der zur Hilfe geeilten ebenfalls Gewalt androhte, brachte sie sich in Sicherheit und rief die Polizei. Sie merkte sich das Kennzeichen, was zur Ermittlung des Täters führte.

Sonja Schmidt (43 Jahre) befand sich mit ihrem Sohn David (14 Jahre) im Bahnhof Wanne-Eickel. Sie wurden Zeugen, wie eine junge Frau und ein junger Mann von zwei Jugendlichen verfolgt und zu Fall gebracht wurden. Die Jugendlichen attackierten die auf dem Boden liegenden Opfer immer wieder mit Schlägen und Tritten. Mutter und Sohn gingen auf die Täter zu und schlugen sie durch lautes und energisches An­schreien in die Flucht.

Cemal Dag verhinderte durch sein konsequentes und mutiges Ein­schreiten in Emmerich vermutlich ein Tötungsdelikt. Zwischen vier Schülerinnen war es zum Streit gekommen, der mehr und mehr eska­lierte. Der damals 18-jährige konnte den Angriff eines Mädchens mit einem Würgeholz sowie einem Messer auf ein anderes Mädchen ab­wehren. Es gelang ihm, die Angreiferin zu entwaffnen. Cemal Dag kam Ende 2010 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Den Preis nahmen für ihn seine Eltern entgegen.

Eine Jury aus Vertretern des Ministeriums für Inneres und Kommunales, des Landeskriminalamtes, des Justizministeriums, der Staatskanzlei und der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ hatte die neun Preisträ­ger ausgewählt.

Fotos der Preisverleihung stehen unter www.mik.nrw.de zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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