80 neue Arbeitsplätze in der Region Heinsberg

2. Oktober 2009

Australischer Brennstoffzellenhersteller Ceramic Fuel Cells startet Produktion in Nordrhein-Westfalen / 80 neue Arbeitsplätze in der Region Heinsberg / Staatssekretär Dr. Jens Baganz: Schlüsseltechnologie der Zukunft lässt große wirtschaftliche Chancen er

.Der australische Brennstoffzellenhersteller Ceramic Fuel Cells Ltd (CFCL) hat heute im Industriepark Oberbruch in Heinsberg in Anwesenheit von Wirtschaftsstaatsekretär Dr. Jens Baganz seine Fertigungsstätte für Brennstoffzellenstapel, sogenannte „Stacks“, eröffnet.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Der australische Brennstoffzellenhersteller Ceramic Fuel Cells Ltd (CFCL) hat heute (2. Oktober 2009) im Industriepark Oberbruch in Heinsberg in Anwesenheit von Wirtschaftsstaatsekretär Dr. Jens Baganz seine Fertigungsstätte für Brennstoffzellenstapel, sogenannte „Stacks“, eröffnet. In den nächsten Jahren will das Unternehmen auf zunächst 900, später dann 4.000 qm Fläche diese Hauptkomponenten von Mini-Blockheizkraftwerken für Ein- und Mehrfamilienhäuser zur gekop­pelten Erzeugung von Strom und Wärme herstellen. Bis zu 10.000 oxid­keramische Brennstoffzellen-Stacks pro Jahr sind geplant. In der Ent­wicklung und Fertigung sollen 80 Arbeitplätze entstehen.

Staatssekretär Dr. Baganz begrüßte den heutigen Start der Brennstoff­zellenfabrikation in Heinsberg: „Die Brennstoffzelle mit hohen Umwand­lungswirkungsgraden ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft, die große wirtschaftliche Chancen erwarten lässt. In Oberbruch kann sich nun ein zukunftsträchtiger Industriezweig entwickeln. Mit Blick auf die weltweiten Klimaschutzbemühungen zeichnen sich beste Absatzchan­cen für die Brennstoffzellentechnik ab.“

Das Land Nordhrein-Westfalen beabsichtigt dieses Investitionsvorhaben mit 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Regionalen Wirtschaftsförde­rungsprogramms zu fördern.

Die Ansiedlung in Heinsberg bestätige die Anziehungskraft der Region und die Bedeutung des Landes als eine der stärksten Energieregionen Europas, so Dr. Baganz. Die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik gehöre zu einem der Förder- und Entwicklungsschwerpunkte der Lan­desregierung im Energiebereich. Nordrhein-Westfalen habe hervorra­gende industrielle Voraussetzungen, die wirtschaftlichen und energiepo­litischen Chancen dieser Technologie optimal zu nutzen und werde von einer zukünftigen breiten Nutzung der Brennstoffzellen- und Wasser­stofftechnologie nachhaltig profitieren können.

CFCL gehört zu den führenden Entwicklern von Hochtemperaturbrenn­stoffzellen des Typs SOFC (Solid Oxide Fuel Cell, Festoxid-Brennstoff­zelle). Diese Hochtemperaturbrennstoffzelle wandelt verschiedene Brennstoffe wie Erdgas, Propan, Methan oder Biogas effizient und emissionsarm in Strom und Wärme um. Die elektrische Effizienz ist sehr hoch und liegt bei 60 Prozent. Durch die  Wärmenutzung steigt die Energieeffizienz des Systems auf 85 Prozent.

CFCL ist nicht die erste Ansiedlung eines ausländischen Brennstoffzel­lenunternehmens in Nordrhein-Westfalen. Unternehmen wie Dynetek (Wasserstoffspeicher) und Hydrogenics (PEM-Brennstoffzellen) aus Ka­nada und Idatech (PEM-Brennstoffzellen) aus den USA haben sich be­reits hier angesiedelt. Bei der  Standortentscheidung spielte auch die Arbeit des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff Nordrhein-West­falen eine wichtige Rolle, das die entsprechenden Aktivitäten der Wirt­schaft und Wissenschaft  organisiert, koordiniert und zusammengeführt. Rund 350 zum großen Teil mittelständische Unternehmen und For­schungseinrichtungen haben sich bereits dem Netzwerk angeschlossen.

Nordrhein-Westfalen hat inzwischen einen internationalen Spitzenplatz bei der Forschung und Entwicklung wie auch bei der Fertigung und An­wendung von Brennstoffzellenkomponenten und -systemen eingenom­men. Das Land fördert Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung, Produktion und Anwendung von Brennstoffzellen. Bis­her wurden rund 90 Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekte mit ei­nem Zuschuss von 90 Millionen Euro bei einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro unterstützt. Bereits jetzt wird Brennstoffzellentechnik „made in Nordrhein-Westfalen“ in Bussen, Rollstühlen Lastenfahrrädern, mobilen Telefonsystemen bis hin zur Haus-Energieversorgung einge­setzt.

Weitere Informationen: www.brennstoffzelle-nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211/837 2417.

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