Ausbruch in der Justizvollzugsanstalt Bochum

30. Januar 2012

Ausbruch in der Justizvollzugsanstalt Bochum

In der Justizvollzugsanstalt Bochum ist gestern gegen 9.40 Uhr ein Gefangener aus der Anstalt geflohen. Wie die Anstaltsleitung berichtet hat, soll der Gefangene bei Reinigungsarbeiten ein Panzerglasfenster im Besucherbereich ausgebaut haben. Das Fenster soll entgegen dem äußeren Anschein nur unzureichend befestigt gewesen sein.

Das Justizministerium teilt mit:

In der Justizvollzugsanstalt Bochum ist gestern gegen 9.40 Uhr ein Gefangener aus der Anstalt geflohen. Wie die Anstaltsleitung berichtet hat, soll der Gefangene bei Reinigungsarbeiten ein Panzerglasfenster im Besucherbereich ausgebaut haben. Das Fenster soll entgegen dem äußeren Anschein nur unzureichend befestigt gewesen sein. Bei ordnungsgemäß befestigtem Panzerglas wäre eine Entfernung des Fensters nicht möglich gewesen. Der Gefangene saß in der Justizvollzugsanstalt Bochum wegen gewerbsmäßigem Diebstahl, Nötigung und Körperverletzung. Er wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Justizminister Thomas Kutschaty ist gestern Morgen über den Ausbruch informiert worden. Der Minister hat daraufhin sofort ein Team von Experten des Ministeriums nach Bochum entsandt, um vor Ort die genauen Umstände der Flucht zu ermitteln. 

Weiter hat der Minister überprüfen lassen, warum die Republik Polen die Auslieferung des in Deutschland im Wesentlichen wegen Diebstahls verurteilten Gefangenen beantragt hat. Diese Überprüfung hat ergeben, dass gegen den Gefangenen in Polen wegen einer Vielzahl von Delikten, u. a. wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes und Brandstiftung ermittelt wird.

In Anbetracht dessen ist weiter zu überprüfen, welche Erkenntnisse die Anstalt auch darüber hatte. Die gestern geäußerte Einschätzung, es handele sich um einen Kleinkriminellen, kann so jedenfalls nicht aufrechterhalten werden. Die Polizei ist selbstverständlich auch hierüber informiert worden.

Darüber hinaus hat der Justizminister angeordnet, dass die internen Abläufe und die Sicherheitseinrichtungen der Justizvollzugsanstalt Bochum von Sicherheitsexperten der Justiz genauestens untersucht werden sollen. Die genauen Umstände der Flucht sollen ermittelt werden. Weiter sollen alle Justizvollzugsanstalten auf vergleichbare Sicherheitsmängel hin untersucht werden.

Minister Kutschaty erklärt hierzu: „Die Bevölkerung hat Anspruch darauf, dass die Justizvollzugsanstalten des Landes sicher sind. Ausbrüche werden sich leider nicht immer vermeiden lassen. Es muss aber das Bestmögliche unternommen werden, um sie zu verhindern. Die jüngsten Ereignisse geben mir weiter Anlass, die Sicherheitseinrichtungen der Justizvollzugsanstalt in Bochum genau überprüfen zu lassen. Sollten sich Schwachpunkte zeigen, werde ich diese abstellen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Detlef Feige, Telefon 0211 8792 255 oder Peter Marchlewski, Telefon 0211/8792 245.

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