Guter Schulabschluss Schlüssel für erfolgreiche Integration

13. November 2009

Ausbildungstag in Duisburger Moschee – Minister Armin Laschet: „Ein guter Abschluss in Schule und Ausbildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration“

„Ein guter Abschluss in Schule und Ausbildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration“, sagte Integrationsminister Laschet beim Ausbildungstag in der Duisburger Moschee. Er verwies darauf, dass zwei Drittel aller Personen ohne Schulabschluss in Nordrhein-Westfalen eine Zuwanderungsgeschichte haben.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Trotz aller integrationspolitischen Bemühungen stellen wir fest, dass Zugewanderte im Bildungssystem häufig schlechter abschneiden: Zwei Drittel aller Personen ohne Schulabschluss in Nordrhein-Westfalen haben eine Zuwanderungsgeschichte. An den Haupt- und Förder­schulen des Landes sind junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stark überrepräsentiert und an den Gymnasien sind sie hingegen unterdurchschnittlich vertreten. Hier gibt es noch großen Handlungs­bedarf“, so Integrationsminister Armin Laschet heute (13. November 2009) auf der Auftaktveranstaltung zu „Kolay Gelsin! - Ausbildungstag in der Moschee, die Chance auf (d)einen Ausbildungs­platz“ in Duisburg.

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, vor allem Jugendliche haben auf dem Arbeitsmarkt seit Jahren schlechtere Chancen als Einhei­mische. Sie sind fast doppelt so stark von Erwerbslosigkeit betroffen (17,9 Prozent) wie die Erwerbstätigen insgesamt (9,9 Prozent). Dabei ist der Abstand zwischen Türkeistämmigen und Einheimischen besonders groß. Vor allem, wenn sie nicht eingebürgert, also noch türkische Staatsangehörige sind: Die Erwerbslosenquote beträgt hier 26,1 Pro­zent. Die Hälfte der jungen Türken in Deutschland keinen beruflichen Abschluss, so dass Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung.

Minister Laschet: „Ausbildungsabschlüsse sind bei allen Zugewanderten der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Aber selbst mit abge­schlossener Ausbildung erreichen junge Menschen mit Zuwanderungs­geschichte nicht die gleichen Arbeitsmarkterfolge wie Einheimische. Deshalb haben wir in Nordrhein-Westfalen damit begonnen, syste­matisch auf die frühkindliche Förderung, vor allem die Förderung der Sprachkenntnisse, zu setzen und das Bildungsangebot insgesamt zu intensivieren.“

Weitere Bausteine sind unter anderem die Neuausrichtung und Inten­sivierung der Berufsorientierung an den Schulen im Übergang Ausbil­dung-Schule-Beruf sowie Programme für ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren, die die Jugendlichen auf ihrem Weg in den Beruf enga­giert unterstützen.

Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gerade ermittelt, dass Menschen mit Zuwan­derungsgeschichte auch bei gleichem Bildungsstand geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und weist damit auf Diskriminierungsten­denzen bei der Personalauswahl hin. „Diesem Aspekt müssen wir mehr Aufmerksamkeit widmen, um Chancengerechtigkeit und Teilhabe­chancen für ALLE Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft zu gewährleisten“, so der Minister.

Im Mittelpunkt der Bemühungen um Integration stehen aber nicht nur die Zugewanderten selbst: Auch die interkulturelle Öffnung der mit Bildung und Ausbildung befassten Institutionen ist ein gleichwertiger Baustein auf dem Weg zu mehr Verständnis und Chancengleichheit für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Das Projekt „Kolay Gelsin! - Ausbildungstag in der Moschee, die Chance auf (d)einen Ausbildungsplatz“ wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Europäischen Union gefördert. Projekt­träger ist die Akademie Klausenhof in Zusammenarbeit mit dem Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap). Ziel ist es, türkeistämmige Jugendliche und deren Eltern für den Wert einer Aus­bildung zu sensibilisieren, und den Übergang zwischen Schule und Beruf besonders in dieser Zielgruppe zu erleichtern und erfolgreich zu gestalten.

Das Projekt, das durch seinen präventiven Charakter dazu beitragen soll, Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte in den Ausbildungsmarkt zu integrieren, ist auf zweieinhalb Jahre angelegt und soll im Rahmen einer Veranstaltungsreihe flächendeckend an 75 Moscheestandorten in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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