Mehr Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen

10. Februar 2010

Ausbau von Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen / Land Nordrhein-Westfalen und Spitzenverbände der Wirtschaft schließen Vereinbarung

Das Land Nordrhein-Westfalen und Spitzenverbände der Wirtschaft haben sich in einer Vereinbarung verpflichtet, flächendeckend Partnerschaften zwischen weiterführenden Schulen und Wirtschaftsunternehmen auszubauen. Derzeit haben 67 Prozent der weiterführenden Schulen eine solche Kooperation.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilen mit:

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zum Ausbau von Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen haben sich das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen, dem Westdeutschen Handwerkskammertag und der Landesvereinigung der Unternehmensverbände auf eine flächendeckende Versorgung der Schulen in Nordrhein-Westfalen mit Partnern aus der Wirtschaft verpflichtet. Zurzeit hätten 67 Prozent aller allgemein bildenden weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen eine über einen längeren Zeitraum dauernde Kooperation mit einem oder mehreren Unternehmen. „Jetzt streben wir an, jeder weiterführenden Schule, die dies wünscht, einen Partner aus der Wirtschaft zu vermitteln. Unser Ziel sind 100 Prozent“, so Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

In einer sich rasch verändernden Weltwirtschaft und einer Verdrängung gering qualifizierter Jobs durch wissensbasierte Berufe sei es unerlässlich, dass Schulen und Unternehmen enger zusammenarbeiteten und es einen wechselseitigen Informationsaustausch über die Belange und Anforderungen der Unternehmen einerseits und die Informationsbedürfnisse und aktuellen Lernangebote der Schulen andererseits gebe.

Im Idealfall könnten die Unternehmen sowohl unmittelbar als auch auf die Zukunft bezogen ihr Marktwissen in die schulische Arbeit einbringen und damit die Möglichkeit eröffnen, die Bildungsangebote darauf abzustimmen und zeitgemäßer auszurichten.

Schulministerin Barbara Sommer lobte das bisherige Engagement der Schulen und der Wirtschaft: „Vielerorts haben beide Seiten gemeinsam über mehrere Jahre hinweg erfolgreiche Partnerschaften entwickelt. Es gibt aber auch noch Schulen, die einen Partner aus der Wirtschaft suchen. Ich appelliere hier an die Unternehmen, sich gegenüber allen weiterführenden Schulen zu öffnen. Jeder Betrieb, jedes Unternehmen, das im Rahmen einer Partnerschaft Einblicke in betriebliche Prozesse und alltägliche berufliche Herausforderungen ermöglicht, investiert in die eigene Zukunft und die unserer Kinder und Jugendlichen.“
Wirtschaftsministerin Thoben machte deutlich, dass es trotz der in den letzten Jahren erzielten Erfolge noch ein großes Potenzial zur quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung der Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen gibt. So könne in den Partnerschaften von Seiten der Unternehmen ein breiteres Spektrum von Maßnahmen und Instrumenten zum Einsatz kommen; darüber hinaus sei eine breite Verankerung der Partnerschaft in den Unternehmen, aber auch in den Schulen wünschenswert.

Der Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags, Franz-Josef Knieps, stellte heraus, dass Partnerschaften zwischen Schulen und Handwerksunternehmen dazu beitragen können, die Betriebe als attraktive Arbeitgeber vorzustellen und potentielle Auszubildende zu gewinnen.
Friedhelm Sträter, Vizepräsident der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen machte deutlich, dass für den Erfolg der Partnerschaften eine Analyse der gegenseitigen Erwartungen, ein regelmäßiger Austausch beider Seiten und die Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer in wirtschaftlichen Fragestellungen notwendig seien. Allerdings könne es kein Einheitsrezept für eine gelingende Kooperation geben; es müssten vielmehr Formen der Zusammenarbeit gefunden werden, die gleichermaßen an die Möglichkeiten der Unternehmen und die Bedürfnisse der Schulen angepasst sind.
Dr. Hans-Jürgen Forst, Vorstand der Landesvereinigung der Unternehmensverbände und Vorsitzender des Bildungswerks der nordrhein-westfälischen Wirtschaft wies darauf hin, dass Kooperationen von Schulen und Unternehmen heute enger sind als je zuvor. Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang das Engagement der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT. Für die Weiterentwicklung der Partnerschaften seien klare Zielsetzungen und Verantwortlichkeiten in den Unternehmen und den Schulen sinnvoll. Das freiwillige Engagement der Unternehmen in den Schulen könne aber eine systematische Vermittlung von Wirtschaftswissen in den Schulen nicht ersetzen.

Nach den Worten von Wirtschaftsministerin Thoben soll in einem überschaubaren Zeitraum eine erneute Befragung der Schulen zum Stand der Unternehmenspartnerschaften durchgeführt werden, um den Erfolg der Initiative zu überprüfen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

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