ADELHEID: Zwei Millionen für Brennstoffzellenprojekt

16. April 2010

Aus dem Labor in die Lüfte: ADELHEID startet heute / Ministerin Christa Thoben überreicht Bewilligungsbescheide über zwei Millionen Euro für Projekt Brennstoffzellenreformer

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt ADELHEID, “Aus dem Labor heraus in die Lüfte“, mit rund zwei Millionen Euro. Dabei soll Wasserstoff als Brenngas für Brennstoffzel­len aus Diesel oder Kerosin erzeugt werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Wirtschaftsministerin Christa Thoben, hat heute (16. April 2010) dem Forschungszentrum Jülich und den Verbundpartnern die Bewilligungs­bescheide in Höhe von rund zwei Millionen Euro für das Projekt ADELHEID überreicht. Die Abkürzung ADELHEID steht für “Aus dem Labor heraus in die Lüfte“. In diesem Projekt geht es um sogenannte Reformer, die Wasserstoff als notwendiges Brenngas für Brennstoffzel­len aus Diesel oder Kerosin erzeugen können. Dann könnten Autos, Flugzeuge und Boote über eine Brennstoffzelle nachhaltiger mit Strom versorgt werden. Die Mittel stammen aus dem NRW-EU Ziel 2-Pro­gramm. Damit fördert die Landesregierung die Entwicklung vielseitig einsetzbarer und kostengünstiger Brennstoffzellen, die zukünftig ver­stärkt beispielweise als Aggregate zur Stromerzeugung und im Ver­kehrsbereich eingesetzt werden können.

„Ziel unserer Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung und -entwick­lung ist eine bezahlbare und effiziente Technik. Ich bin überzeugt, dass gerade Nordrhein-Westfalen von den Veränderungen, die die breite praktische Anwendung der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnolo­gie mit sich bringen wird, nachhaltig profitieren kann. Unser Land hat hervorragende Voraussetzungen, die wirtschaftlichen und energiepoliti­schen Chancen dieser Technologie optimal zu nutzen“, betonte Wirt­schaftsministerin Christa Thoben.

Zehn Jahre hat das Forschungszentrum Jülich an den Grundlagen für dieses Projekt geforscht. Jetzt geht es in die Anwendung. Dazu haben die Jülicher wichtige Partner gefunden: die Firmen Presswerk Struthüt­ten GmbH in Neunkirchen (Siegerland), GSR Ventiltechnik GmbH & Co.KG in Vlotho, Thomas Magnete GmbH in Herdorf (Westerwald) und FRI-GOBLOCK Grosskopf GmbH in Essen. Um den Schritt aus dem Labor zu machen und die kostengünstige Serienproduktion vorzuberei­ten, bringen die Partner in ADELHEID ihre Expertise als Automobilzu­lieferer und Apparatebauer auf den Gebieten Blechumformung, Ventile, Druckbehälter und Pumpen ein. Die Industriepartner versprechen sich aufgrund der neuen industriellen Lösungen gute Marktchancen.

In den Jülicher Laboren wurden bereits Reformer entwickelt, die ihre Effektivität und Langlebigkeit bewiesen haben. Der Projektleiter Prof. Ralf Peters vom Forschungszentrum Jülich erklärte dazu: „Mit unseren Industriepartnern wollen wir nun Produktionstechniken entwickeln, die auch unter ökonomischen Gesichtspunkten das Potenzial zur Serien­reife haben.“

„Mit unserer Forschung schaffen wir nicht nur Grundlagen“, betonte Prof. Detlef Stolten, Direktor des Jülicher Instituts für Energieforschung, „wir gehen auch die nötigen Schritte hin zur Anwendung.“ Das Jülicher Institut für Energieforschung betreibt Forschung aus einem Guss – von der Verbesserung der Kernkomponenten für Zellen und Stacks bis zur Entwicklung einbaufähiger Brennstoffzellensysteme. „Wir wollen alle Aspekte im Auge halten und aufeinander abstimmen. Nur so lässt sich das komplexe System Brennstoffzelle wirtschaftlich machen“, erklärte Stolten, der in diesem Jahr auch Chairman der 18. Weltwasserstoff­konferenz WHEC vom 16. bis 21. Mai in der Messe Essen ist. Auf der WHEC, der weltweit größten Fachtagung für die Bereiche Wasserstoff, Brennstoffzellen und Energie treffen sich rund 1500 Vertreter von Wis­senschaft, Politik und Wirtschaft.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Ralf Peters
Tel.: (02461) 61-4260, Mail: ra.peters@fz-juelich.de 
Internet: www.energieregion.nrw.de und www.fz-juelich.de und www.whec2010.com
Hinweis an die Redaktionen:
Ein Foto mit Ministerin Thoben und den Empfängern der Bewilligungs­bescheide können Sie ab ca. 14.30 Uhr von unserer Homepage www.wirtschaft.nrw.de herunterladen. 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.