Erhebung zum Waldzustand
31. Juli 2019

Auftakt zur jährlichen Erhebung zum Waldzustand

Landesforstverwaltung startet in Arnsberg die diesjährige Erhebung zur Vitalität der Waldbäume. Die Ergebnisse werden im Herbst vorliegen.

 
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit

In Arnsberg haben heute die diesjährigen Geländeaufnahmen zur Erhebung des Waldzustandes in Nordrhein-Westfalen begonnen. Mit dabei war auch der Staatssekretär im Umweltministerium, Dr. Heinrich Bottermann: „Die Waldzustandserhebung liefert uns essentielle und vergleichbare Daten zur Entwicklung unserer Wälder, die uns auch bei der Bewältigung der aktuellen Schäden durch Sturm, Trockenheit und Schädlinge helfen werden.“ Nach der Erhebung und der Auswertung wird das Umweltministerium die Ergebnisse im Spätherbst vorstellen.
 
Vergangene Woche hatten sich Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Rahmen eines Waldbesuches im Königsforst bei Köln über die aktuelle Lage informiert. Dabei hatten sie unter anderem die Rolle des Waldes als Klimaschützer betont und eine deutliche Erhöhung finanzieller Mittel zur Wiederaufforstung auf Grundlage des nordrhein-westfälischen Waldbaukonzeptes in Aussicht gestellt.
 
Zum Auftakt der Waldzustandserhebung in Arnsberg betonte Staatssekretär Bottermann: „Auf allen Ebenen werden erhebliche Anstrengungen erforderlich sein, um die aktuellen Schäden aufzuarbeiten und den Wald fit für den Klimawandel zu machen. Mit der Waldzustandserhebung behalten wir diesen Prozess im Blick und haben eine wichtige Grundlage, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ 
 
Der Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, Andreas Wiebe, ergänzte: „Der Zustand der Baumkronen verrät uns die Vitalität der Waldbäume. Auf der gesamten Waldfläche in Nordrhein-Westfalen werden im Sommer von unseren Forstexpertinnen und -experten an über 500 Stichprobepunkten mehr als 10.000 Einzelbäume begutachtet.“ Um die Dürreschäden im Laubholz besser einschätzen zu können, wurde das Verfahren um entsprechende Merkmale erweitert.
 
Inventurleiter Lutz Falkenried vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen ergänzte zum Aufnahmeverfahren: „Zur Datenerhebung ist der gesamte nordrhein-westfälische Wald in ein Raster von vier mal vier Kilometern aufgeteilt. Jeweils in den Schnittpunkten stehen die sogenannten Probebäume. Aus der Begutachtung des Zustandes der Baumkronen sowie des Befalls mit Baumschädlingen ergibt sich ein Bild über den Gesundheitszustand vor allem der vier wichtigsten Hauptbaumarten in Nordrhein-Westfalen: Buche, Eiche, Fichte und Kiefer. Kombiniert mit den Jahresauswertungen der Wetterdaten werden dann der Gesamtzustand und mögliche Gründe für die Entwicklungen abgeleitet.“
 
Hintergrund:
Die jährliche Waldzustandserhebung ist Teil des forstlichen Umweltmonitorings in Nordrhein-Westfalen. Die Waldzustandserhebung erfolgt in ganz Deutschland. In Nordrhein-Westfalen wird sie federführend durch den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Beim forstlichen Umweltmonitoring mit eingebunden sind das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW und der Geologische Dienst NRW.
 
Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung sind auch relevant für die Weiterentwicklung der Instrumente für die Waldbewirtschaftung. Sie fließen in die Umsetzung der „Klimaanpassungsstrategie Wald“, in das Waldbaukonzept und das Internetportal „Waldinfo.NRW“ ein.
 
Weitere Informationen:
Das Waldbaukonzept Nordrhein-Westfalen finden Sie unter: https://www.umwelt.nrw.de/naturschutz/wald/waldbewirtschaftung/

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