Zeichen gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma

Ministerin Christina Kampmann
18. November 2016

Antiziganismus entgegenwirken: Landesregierung setzt ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma

Im Rahmen der „Woche des Respekts“ hat Ministerin Christina Kampmann bei der Veranstaltung „Antiziganismus entgegenwirken! Aber wie?“ jede Form der Diskriminierung von Sinti und Roma verurteilt. Gemeinsam mit Schulministerin Sylvia Löhrmann und Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute betonte Kampmann, dass die Ermordung von Sinti und Roma während der NS-Diktatur nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Es müssten zukünftig, in Kooperation mit den Gedenkstätten, neue Formen des Erinnerns geschaffen werden.

 
Die Landesregierung teilt mit:

Im Rahmen der „Woche des Respekts“ hat Ministerin Christina Kampmann bei der Veranstaltung „Antiziganismus entgegenwirken! Aber wie?“ jede Form der Diskriminierung von Sinti und Roma verurteilt. Gemeinsam mit Schulministerin Sylvia Löhrmann und Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute betonte Kampmann, dass die Ermordung von Sinti und Roma während der NS-Diktatur nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Es müssten zukünftig, in Kooperation mit den Gedenkstätten, neue Formen des Erinnerns geschaffen werden. 
 
Während der zweitägigen Veranstaltung diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik und Wissenschaft sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unter anderem über die Hintergründe, die Entstehung und die heutige Ausprägung von Antiziganismus in der Gesellschaft. Ziel der Veranstaltung war es, einen Perspektivwechsel in der Mehrheitsgesellschaft anzustoßen. 
 
In einer Diskussionsrunde mit Ministerin Löhrmann und Staatssekretär Klute über die Frage, was Politik und Gesellschaft gegen Ressentiments unternehmen können, sagte Ministerin Kampmann: „Wir tragen für Sinti und Roma eine besondere Verantwortung. Eine konsequente Auseinandersetzung mit dem negativen Erbe des Völkermordes an Sinti und Roma und eine differenzierte Aufklärung schaffen die Voraussetzung dafür, die nach wie vor bestehenden Ressentiments abzubauen.“ 
 
Schulministerin Löhrmann betonte: „Durch eine umfassende historisch-politische Bildung stärken wir das Demokratiebewusstsein der Kinder und Jugendlichen und befähigen sie, sich Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus entgegenzustellen. In einer Zeit, in der Vorurteile und Ressentiments gegenüber Zugewanderten in unserer Gesellschaft keine Seltenheit sind, müssen wir demokratische Werte und Menschenrechte immer wieder gemeinsam verteidigen.“ 
 
Integrationsstaatssekretär Klute hob hervor: „Deutsche Sinti sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Seit einigen Jahren kommen auch Roma aus Südosteuropa nach NRW. Bei der Integration dieser EU-Neubürgerinnen und EU-Neubürger leistet der nordrhein-westfälische Landesverband der Sinti und Roma wertvolle Arbeit. Aber nach wie vor gilt bei allen Aufgaben, vor denen wir in Europa stehen: Wir müssen Armut bekämpfen und nicht arme Menschen.“
 
Die zum Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport gehörende Landeszentrale für politische Bildung organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, dem Verband Deutscher Sinti und Roma, der Jugendorganisation Terno Drom, dem Anti-Rassismus Informations-Centrum Duisburg und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. 
 
Die Veranstaltung fand im Rahmen der landesweiten „Woche des Respekts“ statt. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will vom 14. bis 18. November ein Zeichen gegen Hass und Gewalt sowie für ein friedliches Zusammenleben setzen.
 
Weitere Informationen unter: url.nrw/antiziganismus.

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