Anmeldeüberhang an Gesamtschulen sinkt um fünf Prozent

27. Februar 2009

Anmeldeüberhang an den Gesamtschulen sinkt um fünf Prozent

Die Anmeldezahlen an den Gesamtschulen sind rückläufig. Dies ist eine Folge des demografischen Wandels. Auch die Zahl der Kinder, die an den Gesamtschulen nicht aufgenommen werden können, sinkt um rund 800 – das entspricht einem Rückgang um rund fünf Prozent.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Die Anmeldezahlen an den Gesamtschulen sind rückläufig. Dies ist eine Folge des demografischen Wandels. Auch die Zahl der Kinder, die an den Gesamtschulen nicht aufgenommen werden können, sinkt um rund 800 – das entspricht einem Rückgang um rund fünf Prozent. Der be­stehende Anmeldeüberhang an den Gesamtschulen ist zudem kein neues Phänomen. Eine Flucht vor dem G8-Abitur ist damit auf gar keinen Fall verbunden, das beweisen die ansteigenden Anmeldezahlen an den Gymnasien.

Auch bei den Hauptschulen zeigen die Anmeldezahlen: Dort wo die neue Qualitätsoffensive Hauptschule umgesetzt wurde und eine Haupt­schule im Ganztagsbetrieb geführt wird, bleiben die Anmeldezahlen stabil. Selbst die Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung der Gesamt­schulen Dagmar Naegele hat heute auf ihrer Pressekonferenz zugeben müssen, dass der Ganztag der entscheidende Vorteil der Gesamtschule im Vergleich zu anderen Schulformen sei.

„Die Gesamtschulen sind ein fester Bestandteil des gegliederten Schul­systems. Die Vorwürfe der Gesamtschulverbände, die Landesregierung betreibe eine gesamtschulfeindliche Politik, sind unsinnig. Anträge auf die Genehmigung von Gesamtschulen werden von uns wie bei jeder anderen Schulform auch nach Recht und Gesetz geprüft. Wenn die Kriterien erfüllt sind, werden auch neue Gesamtschulen genehmigt, wie etwa zuletzt in Hemer oder Siegburg“, betonte Schulministerin Barbara Sommer.

Hierzu zählt vor allem die notwendige Leistungsheterogenität der Schülerschaft, die heute vom Verwaltungsgericht Köln noch einmal bestätigt wurde. Barbara Sommer: „Diesem Anspruch muss auch jede bestehende Gesamtschule genügen.“ Aktuelle Medienberichte zeigen, dass dieser Grundsatz an einigen Gesamtschulen verletzt wird. Ge­samtschulen haben den Auftrag, mit Kindern aller Leistungsstufen zu arbeiten und auch benachteiligten Schülerinnen und Schülern einen Weg zu höheren Bildungsabschlüssen zu ebnen. „Es ist nicht zulässig, wenn sich einzelne Gesamtschulen ihre Schülerschaft handverlesen aussuchen und Kinder mit Hauptschul-Empfehlung so gut wie keine Chance haben, aufgenommen zu werden“, betonte die Schulministerin.

Die Gesamtschulverbände kritisieren, dass ihnen von der rot-grünen Landesregierung aus ideologischen Gründen gewährte Privilegien ent­zogen wurden. Hierzu zählen etwa das frühere Privileg des exklusiven Ganztagsausbaus sowie das Privileg des vorgezogenen Anmelde­termins. Barbara Sommer: „Wir behandeln die Gesamtschule wie jede andere Schule auch. Es gibt aber keine Vorzugsbehandlung für irgend­eine Schulform – auch nicht für die Gesamtschule.“

 

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