Barrierefreiheit zügig landes- und bundesweit umsetzen

9. März 2010

Angelika Gemkow und Hubert Hüppe fordern: Barrierefreiheit zügig landes- und bundesweit umsetzen! Neuer Bundesbehindertenbeauftragter zu Gast im Landesbehindertenbeirat

"Die Herstellung von Barrierefreiheit ist eine der zentralen Herausforde­rungen, denen sich unsere Gesellschaft, Bund und Länder stellen müs­sen. In einer älter werdenden Gesellschaft ist der Abbau von Barrieren in der Wohnung, in den Kirchen, im Wohnumfeld, am Bahnhof ein Top-Thema." Dies erklärte die Landesbehindertenbe­auftragte im Rahmen der 9. Sitzung des Landesbehindertenbeirates, an der auch der neue Bundesbehindertenbeauf­tragte Hubert Hüppe teilnahm.

Die Behindertenbeauftragte teilt mit:

„Die Herstellung von Barrierefreiheit  ist eine der zentralen Herausforde­rungen, denen sich unsere Gesellschaft, Bund und Länder stellen müs­sen. In einer älter werdenden Gesellschaft ist der Abbau von Barrieren in der Wohnung, in den Kirchen, im Wohnumfeld, am Bahnhof ein Top-Thema. Wir bauen mehr Rollatoren als Kinderfahrräder. Richtig bauen und umbauen muss zum guten Ton gehören. Gehen, laufen, rollen, rein- und rauskommen – das ist Teilhabe für Menschen. In Nordrhein-West­falen gibt es bereits viele gute Beispiele für Barrierefreiheit: Landes­gartenschauen, Wohnprojekte, Theater, Gesundheitszentren. Trotzdem muss noch viel getan werden. Die Tatsache, dass beispielsweise nur rund ein Prozent der Wohnungen in Deutschland barrierearm bzw. bar­rierefrei ist, macht den Handlungsdruck deutlich. Energiesparen und Barriereabbau gehören zusammen. Eine meiner zentralen Forderungen ist zum Beispiel die Schaffung von Sachverständigen für Barrierefreiheit. Das sind Bauexperten, durch die teure Fehler bei Planungen und Sanie­rungen vermieden werden können. Sie beraten, informieren und über­prüfen.“ Dies erklärte die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte heute (9. März 2010) im Rahmen der 9. Sitzung des Landesbehindertenbeirates, an der auch der neue Bundesbehindertenbeauf­tragte Hubert Hüppe teilnahm.

Hüppe unterstützte Gemkow, dass die Herstellung von Barrierefreiheit eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft und Bestandteil der UN-Konvention sei. Er führte ferner aus, dass die UN-Behinderten­rechtskonvention in Bund und Ländern und Kommunen zügig umgesetzt werden muss. Beispielsweise müssten die Themen Inklusive Bildung und berufliche Teilhabe weiter vorangetrieben werden.

Hubert Hüppe: „Teilhabe und Inklusion fangen klein an. Durch gemein­sam erlebte Zeit in Kita, Schule sowie Ausbildung und Studium entste­hen wechselseitige Berührungsängste gar nicht erst, ein Leben in Viel­falt ist selbstverständlich. Das „zusammen leben“, das „zusammen arbeiten“ und das „zusammen seine Freizeit verbringen“ sind dann Nor­malität.“ Auch nicht behinderte Arbeitgeber und Personalverantwortliche würden dann zuerst auf das achten, was der behinderte Mensch kann und nicht auf das, was er oder sie nicht kann. Denn die Konvention for­dere uns auf, Maßnahmen einzuleiten, die Menschen mit Behinderung eine berufliche Teilhabe ermöglichten. Der Schwerpunkt liege dabei ganz deutlich auf Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt, erklärte der Bun­desbehindertenbeauftragte. „Wir werden uns der Aufgabe stellen müs­sen, dieser Forderung nachzukommen - nicht zuletzt deshalb, weil wir es uns schlichtweg nicht leisten können, eine ganze Gruppe von Men­schen mit ihren Talenten und ihrem Einsatzwillen vom Arbeitsmarkt fernzuhalten.“, so Hubert Hüppe.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro der Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung, Telefon 0211 855-3008, Telefax 0211 855-3037, e-Mail: lbb@mags.nrw.de, Internet: http://www.lbb.nrw.de

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