Allianz „Pro Industrie und Nachhaltigkeit“ informiert über Industriestandort

10. Juni 2009

Allianz „Pro Industrie und Nachhaltigkeit“ informiert über Industriestandort / Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Überlebenstechnologien zentraler Bestandteil zukünftiger Industriepolitik“ / Gewerkschaften, Unternehmen, Verbände und Landesregierung ge

Allianz „Pro Industrie und Nachhaltigkeit“ informiert über Industriestandort / Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Überlebenstechnologien zentraler Bestandteil zukünftiger Industriepolitik“ / Gewerkschaften, Unternehmen, Verbände und Landesregierung gemeinsam gegen Vorurteile und Vorbehalte

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Wirtschaftsministerin Christa Thoben will die Entwicklung und Vermarktung von Überlebenstechnologien zum zentralen Thema der Industriepolitik in Nordrhein-Westfalen machen: „Die globalen Trends des 21. Jahrhunderts wie Bevölkerungswachstum, Lebensmittel- und Wassermangel oder der Klimawandel zwingen zu bahnbrechenden technologischen Lösungen. Angesichts der Dimensionen der Probleme kann es sich dabei nur um industrielle Lösungen handeln. Schon jetzt sind Überlebenstechnologien aus Nordrhein-Westfalen weltweit gefragt. Diese Position wollen wir deutlich ausbauen.“ Das erklärte die Ministerin heute, 10. Juni 2009, beim ersten Düsseldorfer Industriekongress „Chancen in der Krise“.

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen unterstützt einen solchen Ansatz: Die Bürgerinnen und Bürger erwarten vom technischen Fortschritt die Lösung von Umweltproblemen und ver­binden mit dem Begriff Industrie die Sicherung des Wohlstandes. Sie erwarten deshalb, dass die vorhandene Industrie erhalten und neue High-Tech-Industrie zusätzlich etabliert wird. Auf einer Skala von eins bis fünf erreichen diese Aussagen Werte über vier Punkte. Das ergab eine vom Wirtschaftsministerium zusammen mit Unternehmen und dem Verband der Chemischen Industrie NRW (VCI) in Auftrag gegebenen Umfrage der Dortmunder IKU GmbH, die heute vorgestellt wurde. Nur zehn bis 15 Prozent der Befragten können als „Totalverweigerer“ be­zeichnet werden.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

• Zwei Drittel der Bevölkerung (67,2 Prozent) sind der Auffassung, dass Nordrhein-Westfalen neue High-Tech-Industrien braucht. Nur acht Prozent der Bevölkerung stimmten dieser Auffassung nicht zu.

• Während 16 Prozent der Befragten in Nordrhein-Westfalen eher zu viele Industrieanlagen sehen, sind 48,6 Prozent der gegenteiligen Auffassung, der Rest ist unentschieden.

• Noch deutlicher wird das Bild, wenn es um die Erhaltung der vorhan­den Industrie geht: Nur 4,7 Prozent halten das nicht für eine wichtige Aufgabe, 75 Prozent liegt die Erhaltung der nordrhein-westfälischen Industrie am Herzen.

• Die Verweigererquote ist abhängig von der Industrieanlage: Bei Kraft­werken, Pipelines und Chemieanlagen liegt sie mit 14 bis 16 Prozent besonders hoch während nur ca. sechs Prozent grundsätzlich gegen Gewerbegebiete oder Maschinenbaubetriebe opponieren.

Generell sehen die Bürgerinnen und Bürger den Zusammenhang zwischen Industrie und dem Bestand an Arbeitsplätzen, unterschätzen ihn aber in ihrer Nachbarschaft. „Wir müssen deutlich stärker noch als bis­her die Menschen über die Zukunftschancen, die die Industrie in Nord­rhein-Westfalen für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung bietet, informieren und aufklären“, so die Wirtschaftsministerin.

Dazu hat sich heute in Düsseldorf die Allianz „Pro Industrie und Nach­haltigkeit“ gebildet, zu der sich Gewerkschaften, Unternehmen, Wirt­schafts- und Arbeitgeberverbände, Industrie- und Handelskammern und die Landesregierung zusammengeschlossen haben. Grundlage ist die „Düsseldorfer Erklärung – starke Industrien, starkes Land“.

Wirtschaftsministerin Christa Thoben erklärte dazu: „Nach manchen verschreckten Diskussionen der Vergangenheit wollen wir gemeinsam selbstbewusst für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen werben. Wir haben keinen Grund, uns hierbei zu verstecken. Die Industrie in un­serem Land ist bestens vorbereitet auf die Lösung der Zukunftsaufga­ben, die die Mehrheit der Bevölkerung von uns erwartet.“

Gerade deshalb betrachten die Unterzeichner der Düsseldorfer Erklä­rung mit großer Sorge zunehmende lokale und regionale Widerstände gegen neue Produktionsanlagen, industrielle Infrastruktureinrichtungen oder die Modernisierung des Kraftwerksparks. Nach einer aktuellen Studie sichern allein die Kraftwerksplanungen in Datteln, Lünen, Wal­sum, Neurath und Hamm während der Bauphase knapp 7.670 Arbeits­plätze, nach der Inbetriebnahme werden es knapp 3.000 Beschäftigte sein, die in den Kraftwerken Arbeit finden.

Die Initiatoren der Düsseldorfer Erklärung nehmen nach eigenen Worten die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst, sie wollen mit sachlicher Aufklärung und Information Vorurteilen, Unkenntnis und diffusen Ängs­ten begegnen. Unternehmen, Gewerkschaften und Politik werden sich gemeinsam der Diskussion mit den Bürgern stellen, um bei Planung, Bau und Betrieb von Anlagen für eine frühzeitige, umfassende und ver­ständliche Information der Bevölkerung zu sorgen. Zu den geplanten Aufklärungsmaßnahmen zählen unter anderem ein landesweiter Tag der Industrie,  an dem Bürgerinnen und Bürger – eventuell auch nachts – möglichst viele Industrieanlagen in Nordrhein-Westfalen besichtigen und sich über den Betrieb und die Sicherheitsvorkehrungen informieren können. Darüber hinaus gibt es Angebote für Kinder und Jugendliche (Unterrichtsmaterialien, die Aktion „Kleine Industriedetektive“, Werbung für naturwissenschaftlich-technische Berufe, etc.).

Zur Industrie in Nordrhein-Westfalen:

Jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, insgesamt sind es 1,42 Millionen, arbeitet heute in den rund 17.000 Industrieunternehmen des Landes. Dazu gehören die 64 großen, weltweit bekannten Kon­zerne, die zu den Top 500 aller in Deutschland ansässigen Unterneh­men zählen, ebenso wie tausende kleiner und mittelständischer Indust­rieunternehmen. Dabei verteilen sich die industriellen Zentren mittlerweile übers ganze Land. So liegt zum Beispiel der Beschäftigungsanteil im produzierenden Gewerbe im IHK-Bezirk Hellweg-Sauerland mit 45 Prozent über dem Landesdurchschnitt (25 Prozent). In der „heimlichen Industrieregion Nordrhein-Westfalens“, dem Gebiet der IHK Siegen, ist sogar fast jeder zweite Arbeitnehmer in der Industrie beschäftigt. Auch das Münsterland, der Niederrhein und Ostwestfalen verzeichnen Werte deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.allianz-pro-industrie.nrw.de

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