Aktuell: Stipendien erleichtern sozialen Aufstieg

4. Mai 2010

Aktuelle Untersuchung: Jeder zweite Stipendiat in Ostwestfalen-Lippe stammt aus Nicht-Akademiker-Familie / Nordrhein-westfälisches Stipendienprogramm fördert 1.400 Studierende

In Ost­westfalen-Lippe kommen mehr als die Hälfte der geförderten Studierenden im nordrhein-westfälischen Stipen­dienprogramm aus Nicht-Akademiker-Familien. „Das zeigt, dass unsere Stipendien sozialen Aufstieg erleichtern", so Innovationsminister Andreas Pinkwart.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilt mit:

An den fünf staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in Ost­westfalen-Lippe kommen nach einer aktuellen Umfrage mehr als die Hälfte der geförderten Studierenden im nordrhein-westfälischen Stipen­dienprogramm aus Nicht-Akademiker-Familien. Jeder vierte Geförderte erhält die Förderung zusätzlich zum Bafög. „Das zeigt, dass unsere nordrhein-westfälischen Stipendien sozialen Aufstieg erleichtern. Ta­lente werden unabhängig vom Geldbeutel und von der Herkunft der El­tern gefördert“, sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

An den Universitäten Bielefeld und Paderborn und den Fachhochschu­len Bielefeld, Ostwestfalen-Lippe (Lemgo, Höxter, Detmold, Warburg) sowie der Hochschule für Musik in Detmold werden 139 Stipendiaten gefördert. An einer aktuellen Onlinebefragung des Studienfonds Ost­westfalen-Lippe beteiligten sich 108 Studierende. 57,4 Prozent von ih­nen stammen aus einem Elternhaus, in dem weder Vater noch Mutter eine akademische Ausbildung haben. 24,1 Prozent bekommen das Sti­pendium zusätzlich zum Bafög. 35,2 Prozent studieren an einer Fachhochschule.

„Es ist wichtig, dass wir deutschlandweit neben dem einkommensabhängigen Bafög eine zweite Säule der Studienfinanzierung aufbauen“, sagte Pinkwart mit Blick auf den Gesetzentwurf für ein nationales Sti­pendienprogramm, über das der Bundestag am Freitag berät. Ziel des Programms ist es, dass zehn Prozent der Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen ein Stipendium bekommen.

Das nordrhein-westfälische Stipendienprogramm läuft seit dem vergan­genen Wintersemester. 1.400 Studierende werden mit monatlich 300 Euro unterstützt. 150 Euro kommen von privaten Spendern, 150 Euro vom Land. Die Erfolge in Nordrhein-Westfalen zeigten, dass es ein gro­ßes zivilgesellschaftliches Engagement für Bildung gibt, sagte Pinkwart: „Wir sollten die Chance nutzen, um eine neue Stipendienkultur in Deutschland aufzubauen.“ Die privaten Mittel stammen aus Stiftungen und Vereinen (43 Prozent), aus der Wirtschaft (38 Prozent) und von Pri­vatpersonen (17,5 Prozent). Gefördert werden Studierende aller Fä­chergruppen, darunter Ingenieurswissenschaften, Mathematik, Natur-, Sprach- und Sozialwissenschaften.

Die einzelnen Hochschulen wählen die Stipendiaten aus und betreuen sie. Auswahlkriterien können neben der Begabung auch persönliches Engagement in Politik, Kultur, Gesellschaft oder Wissenschaft sein.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Telefon 0211 896 4790.

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