Aktionswoche gegen Produkt- und Markenpiraterie gestartet

23. März 2009

Aktionswoche gegen Produkt- und Markenpiraterie gestartet / Staatssekretär Dr. Jens Baganz: Raub innovativer Ideen kann Unternehmen in ihrer Existenz bedrohen

Produkt- und Markenpiraterie wird für immer mehr Firmen zu einem massiven Problem und kann für kleine und mittlere Unternehmen sogar Existenz gefährdend sein. Eine Aktionswoche soll den innovati­ven nordrhein-westfälischen Unternehmen Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Produkt- und Markenpiraterie wird für immer mehr Firmen zu einem massiven Problem und kann für kleine und mittlere Unternehmen sogar Existenz gefährdend sein. Die Zahlen sind alarmierend: Den Original­herstellern entsteht durch den branchenübergreifenden Ideenklau und das Abkupfern von Markenartikeln allein in Deutschland ein jährlicher Verlust von bis zu 30 Milliarden Euro, 70.000 Arbeitsplätze sollen schon vernichtet oder potenziell gefährdet sein. Die deutsche Zollverwaltung hat ihre Kontrollintensität deshalb im vergangenen Jahr noch einmal gesteigert. Dies führte zu einem Anstieg der Beschlagnahme gefälschter Produkte um 40 Prozent. Der Wert der beschlagnahmten Waren stieg auf fast eine halbe Milliarde Euro.

Mit einer Aktionswoche will das Wirtschaftsministerium jetzt gemeinsam mit dem Innenministerium, vier nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammer Düsseldorf den innovati­ven nordrhein-westfälischen Unternehmen Hilfe zur Selbsthilfe geben.

„Die Leidtragenden sind in erster Linie die Unternehmen, die erheb­lichen finanziellen, zeitlichen und personellen Aufwand in Forschung und Entwicklung investieren, um sich durch innovative Produkte einen Wettbewerbsvorteil zu sichern“, sagte Staatssekretär Dr. Jens Baganz bei der Eröffnungsveranstaltung in Düsseldorf. Dieser Wettbewerbsvor­teil werde durch den dreisten Raub innovativer Ideen gefährdet und könne kleine und mittlere Unternehmen sogar in ihrer Existenz bedro­hen.

Auf Informationsveranstaltungen in Bielefeld, Bochum, Düsseldorf und Solingen soll in dieser Woche den Unternehmen das Bewusstsein für die Gefahren geschärft und Strategien aufgezeigt werden, wie ihnen wirkungsvoll begegnet werden kann. Das Themenspektrum der Veran­staltungen reicht von der Abwehr von Wirtschaftsspionage, Informatio­nen über Schutzrechte, moderne Techniken, um die Fälschungen zu verhindern, erfolgreiches Vorgehen gegen Patentschutzverletzungen bis hin zu möglichen Schutzmaßnahmen auf Messen.

Gefälscht werden längst nicht mehr nur Textilien, Sonnenbrillen oder Handtaschen. Der Fokus der Fälscher hat sich mittlerweile auf Medika­mente, Produkte des täglichen Bedarfs, Ersatzteile, komplette Maschi­nen bis hin zu ganzen Industrieanlagen verlagert. Über das gesamte Spektrum gibt in den kommenden 14 Tagen eine Ausstellung im Foyer des Wirtschaftsministeriums in Zusammenarbeit mit der Aktion Plagiarius e.V. Auskunft. Gezeigt werden mehrere Exponate aus dem Museum Plagiarius in Solingen.

„Für die betroffenen Unternehmen bedeutet die Produktpiraterie neben der Entwertung des Originals auch die Gefährdung des guten Firmen­namens“, so Staatssekretär Dr. Baganz. „Mit der Aktionswoche wollen wir insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen über die Fak­ten und Möglichkeiten aufklären.“

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