Aktion gegen Hausärztemangel und Initiative zur Ärztevergütung

1. April 2009

Aktion gegen Hausärztemangel und Initiative zur Ärztevergütung / Staatssekretär Dr. Walter Döllinger: „So wie es jetzt läuft, kann es nicht bleiben!“

Die Landesregierung hat einen Aktionsplan entwickelt, um einem drohenden Ärztemangel in ländlichen Regionen gegenzusteuern. Darüber hinaus will die Landesregierung mit einer Bundesratsinitiative erreichen, dass Ärzte in Nordrhein-Westfalen besser honoriert werden.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Die Landesregierung hat einen Aktionsplan entwickelt, um einem dro­henden Ärztemangel in ländlichen Regionen gegenzusteuern. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn ein Drittel der Hausärzte in Nordrhein-Westfalen in den kommenden zehn Jahren aus Altersgründen die Praxis aufgeben und womöglich keinen Nachfolger finden wird.“ Das sagte Dr. Walter Döllinger, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Gesund­heitsministerium, heute (1. April 2009) in Düsseldorf auf einer Veranstaltung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Darüber hinaus wolle die Landesregierung mit einer Bundesratsinitiative erreichen, dass Ärzte in Nordrhein-Westfalen besser honoriert werden. Staatssekretär Dr. Walter Döllinger: „So wie es jetzt läuft, kann es kei­neswegs bleiben. Bundesweit stehen zusätzlich drei Milliarden Euro zur Verfügung, aber bei uns in Nordrhein-Westfalen kommt zu wenig Geld an. Viele Ärzte befürchten dramatische Umsatzeinbußen.“

Gemeinsam mit Baden-Württemberg – so der Staatssekretär weiter – wolle Nordrhein-Westfalen im Bundesrat erreichen, dass der Behand­lungsbedarf bundesweit einheitlich geregelt wird. Damit soll die Honorie­rung der Ärzte bundesweit systemkonformer und gerechter verteilt wer­den. „Es dürfen nicht diejenigen Regionen bestraft werden, die in der Vergangenheit besonders wirtschaftlich gearbeitet haben. Wir wollen, dass der Honorarzuwachs möglichst schnell möglichst gerecht verteilt wird“, so Dr. Döllinger.

Mit dem Hausarzt-Aktionsplan will das Land einem drohenden Mangel in ländlichen Regionen wie der Eifel, dem Niederrhein, dem Münsterland und dem Hochsauerlandkreis entgegenwirken. Ursachen sind bei­spielsweise die demographische Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen mit einem steigenden Bedarf an hausärztlicher Versorgung, die Schwierigkeiten von Landärzten, einen Nachfolger zu finden und der Trend, dass Ärzte sich lieber in den Ober- und Mittelzentren der Kreise als auf dem Land ansiedeln.

Das „Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung“ will mehr junge Menschen für den Hausarztberuf begeistern und diesen in ländlichen Gebieten attraktiver machen. Dazu wurde „ein Instrumentenkasten entwickelt, mit dem wir an verschiedenen Stel­len schrauben können“, so Staatssekretär Dr. Döllinger:

• Um den Stellenwert der universitären Allgemeinmedizin zu stärken, sollen im Rahmen von Stiftungslehrstühlen für Allgemeinmedizin weitere Professuren eingerichtet werden. Dazu laufen derzeit Ge­spräche.

• Zukünftige Allgemeinmediziner erhalten während ihrer Weiterbildungs­zeit im Krankenhaus eine doppelt so hohe Vergütung wie in der niedergelassenen Praxis. Diese Differenz will das Land ausgleichen, um Mediziner in schlechter versorgte Gebiete zu locken.

• Auch können finanzielle Anreize die Niederlassung im ländlichen Raum für Allgemeinmediziner attraktiver machen.

 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.