Akteurskonferenz zum Radschnellweg Ruhr RS1

Fahrradweg
25. September 2016

Akteurskonferenz zum Radschnellweg Ruhr RS1

Zur Akteurskonferenz Radschnellweg 1 hat das Verkehrsministerium alle Verantwortlichen an einen Tisch geholt: Mit dabei waren elf Kom-munen, drei Bezirksregierungen, der Regionalverband Ruhr, der Lan-desbetrieb Straßenbau und Vertreter von Bundesverkehrs- und Bun-desumweltministerium.

 
Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Zur Akteurskonferenz Radschnellweg 1 hat das Verkehrsministerium alle Verantwortlichen an einen Tisch geholt: Mit dabei waren elf Kommunen, drei Bezirksregierungen, der Regionalverband Ruhr, der Landesbetrieb Straßenbau und Vertreter von Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium.
 
Ziel der Akteurskonferenz war es, alle Beteiligten auf ein entschlossenes Vorgehen bei der Realisierung des RS1 einzuschwören. „Eine Blaupause für moderne Verkehrsinfrastruktur in Ballungsräumen“ könne der RS1 werden, war der einhellige Tenor. Themen waren die bevorstehenden Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NRW, Fragen der Finanzierung des RS1 und die positiven Folgen guter Radinfrastruktur für die Entwicklung der Innenstädte.
 
Verkehrsminister Michael Groschek erläuterte die Änderungen im Straßen- und Wegegesetz. Die Landesregierung will künftig Radschnellwege als neue Wegekategorie „Radschnellverbindungen des Landes“ einführen. „Nordrhein-Westfalen ist damit Schrittmacher in Sachen Radverkehr. Die Gesetzesänderung trägt den veränderten Funktions- und Leistungsansprüchen des stetig wachsenden und dank Pedelecs beschleunigten Fahrradverkehrs Rechnung. Radschnellwege schaffen attraktive Verbindungen für einen gemeinde- bzw. kreisübergreifenden Alltags- und Pendlerverkehr, sie entlasten Straßen und ÖPNV, ihnen kommt eine den Landesstraßen vergleichbare regionale Verkehrsbedeutung zu. Das stellen wir jetzt auf eine klare rechtliche Grundlage“, sagte der Minister. Die Änderung des Gesetzes werde voraussichtlich im Oktober vom Landtag beschlossen, so Groschek.
 
Martin Tönnes vom Regionalverband Ruhr berichtete über den aktuellen Umsetzungsstand durch den Projektträger Regionalverband Ruhr. Bislang sind in den fertig gestellten, etwa 10 km langen Abschnitt 31,4 Millionen Euro investiert worden. Davon stammten 24,5 Millionen aus Zuwendungen von Land, Bund und EU. Die Angaben beziehen sich auf die bereits eröffneten Abschnitte 1 und 2 zwischen Essen Universität und Mülheim an der Ruhr Hbf, die drei Teilabschnitte 3 a,b,c , die von der Stadt Mülheim zurzeit gebaut werden und die Brücke Berthold-Beitz-Boulevard in Essen. Die Gesamtkosten für den Radschnellweg 1 sind auf 183,7 Millionen Euro veranschlagt.
 
Die Direktorin des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek, stellte die künftigen Planungen vor, die bei Straßen.NRW gebündelt werden. Auch künftig werde es einen Finanzierungsmix aus den Radverkehrsfördermitteln des Landes, den Bundesprogrammen für Radwege an Bundesstraßen, aus Städtebaufördermitteln und regionaler Wirtschaftsförderung geben. Wenn der Landtag die Änderung des Straßen- und Wegegesetzes beschlossen habe, könne vor allem auch die Unterhaltung der Strecke aus Landesmitteln erfolgen. Sie rechne auch mit erhöhter Bundesförderung ab dem kommenden Jahr, wenn der Bau von Radschnellwegen beim Bund etatisiert werde. Das Bundesverkehrsministerium hatte einen neuen Haushaltsansatz im Zuge der Beratungen zum Bundesverkehrswegeplan zugesagt. Vorbehaltlich der Beschlussfassung im Bundestag soll im nächsten Bundeshaushalt eine Förderung von 25 Millionen Euro für Radschnellwege zur Verfügung stehen.
 
Ein neuer Image-Film verdeutlicht die Vorteile von Radschnellwegen. Sie zeichnen sich durch eine möglichst geradlinige und kreuzungsfreie Strecke sowie die Trennung von Fuß- und Radverkehr aus. Mit Radschnellwegen wird das Radfahren auch auf größeren Distanzen leicht gemacht - erst recht in Verbindung mit der zunehmenden Verbreitung von Pedelecs. Denn mit der Elektromobilität auf zwei Rädern sind längere Wege und Steigungen kein Hindernis mehr. So wird das Fahrrad durch Radschnellwege gerade in Ballungsräumen für das tägliche Pendeln zur Arbeit und auf anderen Wegen im Alltag zu einer sinnvollen Alternative zum Pkw. Der RS 1 soll in der Endausbaustufe zehn Stadtzentren und vier Universitäten miteinander verbinden. In seinem Einzugsbereich leben mehr als 1,6 Millionen Einwohner.
 
Groschek appellierte an die Teilnehmer der Akteurskonferenz: „Neben dem Ausbau der Autobahnen und dem Gleisausbau für den RRX ist der RS 1 das Aufbruchssignal für neue Mobilität in der staugeplagten Region. Wir müssen jetzt mit Hochdruck am Ausbau der Strecke arbeiten. Denn sie hat Strahlkraft ins ganze Land."
  
Hinweis: Auf www.mbwsv.nrw.de finden Sie einen Link auf den neuen Imagefilm zum RS1 und und neue Fotomontagen zum Download.

Testimonials – Stimmen zum RS1

Michael Groschek
Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW
German Autobahn ist in der Welt ein Qualitätssiegel. Das soll der Radschnellweg 1 auch werden: Sicher, schnell und komfortabel.
Frank Baranowski
Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen
Eine effektive Radmobilität ist ein Konzept, das die Zukunft des Individualverkehrs umweltfreundlich gestaltet und gleichzeitig unsere Zentren attraktiv und komfortabel erreichbar macht. Der Radschnellweg rückt wichtige Ziele im Revier und in Gelsenkirchen enger aneinander.
Thomas Eiskirch
Oberbürgermeister der Stadt Bochum
In Bochum ist vieles wortwörtlich in Bewegung. Wir sind umwelt- und klimafreundliche Kommune, fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt. Der Radschnellweg Ruhr - die „Autobahn für Radfahrer“ – ist dabei eine wichtige Investition in zukunftsgerichtete Mobilität im Ruhrgebiet.
Hermann Hupe
Bürgermeister der Stadt Kamen
Nach Kamen als geografischer Mittelpunkt im Kreis Unna führen beste Verbindungen über Straße, Schiene und aus der Luft. Der  RS 1 ist eine hervorragende, umweltschonende und zukunftsweisende Ergänzung für die Alltagsmobilität.
Thomas Hunsteger-Petermann
Oberbürgermeister der Stadt Hamm
Wir streiten uns nicht mit Duisburg, ob der RS1 hier beginnt oder endet. Fest steht aber: In Hamm kommt man gerne an. Gerade auch, weil wir den innenstadtnahen Bereich an Lippe und Kanal, in dem der RS ankommt, in den nächsten Jahren zu einer naturnahen Aue mit Naherholungscharakter entwickeln wollen.
Werner Kolter
Bürgermeister der Kreisstadt Unna
Unna hat zahlreiche Sportler die für besonders schnelles Radeln bekannt sind. Da ist es gut, dass wir jetzt auch eine Strecke bekommen, auf der Berufspendler und Freizeitradler gleichermaßen schnell und sicher fahren können.
Thoma Kufen
Oberbürgermeister der Stadt Essen
Wir sind stolz darauf, dass das Herzstück des ersten Radschnellweges mitten durch Essen führt. Entlang der Rheinischen Bahn verbindet der RS1 den Niederfeldsee, den Kruppgürtel, das Universitätsviertel und die Innenstadt und führt damit durch Teile unserer Stadt, die in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erfahren haben. Links und rechts des RS1 gibt es viel zu sehen.
Sören Link
Oberbürgermeister der Stadt Duisburg
Das Fahrrad wird als Verkehrsmittel wiederentdeckt. Mittlerweile legen die Duisburger 11% aller Strecken mit dem Rad zurück. Nicht nur im Hinblick auf die Luftreinhaltung eine sehr positive Entwicklung.
Michael Makiolla
Landrat des Kreises Unna
Die Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NRW ist für uns als Kreis gut, weil damit der Radschnellweg 1 schneller gebaut werden kann.
Roland Schäfer
Bürgermeister der Stadt Bergkamen
Wir in Bergkamen liegen ja bereits an mehreren überregionalen  touristischen Radstrecken. Der RS1 ist für das
Alltagsradeln genau die richtige Ergänzung.
Ulrich Scholten
Oberbürgermeister der Stadt Mülheim/Ruhr
Wir sind stolz auf den ersten Teilabschnitt in Mülheim. Die Modellstrecke auf der alten Trasse der Rheinischen Bahn ist das Herzstück des RS1 durch die Metropole Ruhr. Der Abschnitt ist auch städtebaulich ein Augenschmaus.
Ullrich Sierau
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
E-Mobilität auf zwei Rädern boomt. Pedelcs und E-Bikes verkaufen sich wie geschnitten Brot, sogar ohne Zuschüsse. Klar dass man dafür entsprechende Infrastruktur braucht.
Diana Ewert
Regierungspräsidentin Arnsberg
Der erste echte Radschnellweg wird ein Ruhrschnellweg. Er hat ein großes Potential nicht nur für Freizeitausflüge, sondern auch für den Weg zur Uni oder zur Arbeit.
Anne Lütkes
Regierungspräsidentin Düsseldorf
Viele Menschen, gerade „junge“ Leute sind heute nicht mehr autofixiert. Sie wollen zügig, komfortabel und sicher ans Ziel. Das bietet Ihnen der Radschnellweg.
Prof. Dr. Reinhard Klenke
Regierungspräsident Münster
Immer mehr Menschen wissen, dass man mit dem Fahrrad schnell, gesund, umweltfreundlich und kostengünstig vorankommt. Deshalb gehört dem Radschnellweg die Zukunft.
Karola Geiß-Netthöfel
Direktorin, Regionalverband Ruhr (RVR)
Der RS 1 ist das neue Mobilitätsangebot für die Metropole Ruhr. Mit 101 Kilometern wird er der längste Radschnellweg, der je realisiert worden ist. Er verbindet zehn Städte, vier Unis und 1,8 Millionen Menschen im direkten Einzugsgebiet.
Elfriede Sauerwein-Braksiek
Direktorin Straßen.NRW
Radfahren soll  - wie in den Niederlanden und Dänemark - fester Bestandteil unserer Alltagsmobilität werden. Wir schaffen dafür mit dem RS1 die wichtige Infrastruktur, einen Teil des Verkehrs auf das Fahrrad und die Pedelecs zu verlagern.
Thomas Semmelmann
Vorsitzender des ADFC NRW e.V.
Alle Argumente sprechen für den Radschnellweg 1. Zwei Drittel der Bürger im Ruhrgebiet wollen ihn. 100 km Radschnellweg kosten nicht so viel wie 10 km durchschnittliche Autobahn. Jetzt geht es darum, den RS1 schnell fertig zu stellen, damit die Menschen dort bald schnell, sicher und entspannt zur Arbeit oder zur Uni kommen.
Christine Fuchs
Vorstand der AGFS NRW e.V.
Radschnellwege erfüllen eine strategisch wichtige Funktion in der Mobilität. Sie erleichtern und beschleunigen das Radfahren und bieten so die Chance, neue Reichweiten, neue Räume und auch autoaffine Zielgruppen für das Radfahren zu gewinnen.

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