Abfallexporte 2010 weiter gesunken

29. Mai 2011

Abfallexporte 2010 weiter gesunken, Abfallimporte im Sog des globalen wirtschaftlichen Aufschwungs aber angestiegen

Im abgelaufenen Jahr 2010 sind die Abfallexporte auf den bisherigen Tiefstand gesunken, die Abfallimporte aber wieder angestiegen. Für den Anstieg der Importe sind vor allem die Gesundung der Weltwirtschaft und von der Konjunktur unabhängige Einzelmaßnahmen verantwortlich.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Im abgelaufenen Jahr 2010 sind die Abfallexporte auf den bisherigen Tiefstand gesunken, die Abfallimporte aber wieder angestiegen. Für den Anstieg der Importe sind vor allem die Gesundung der Weltwirtschaft und von der Konjunktur unabhängige Einzelmaßnahmen verantwortlich. So wurden zum Beispiel Stoffe für Straßenbaumaßnahmen importiert oder Bodenaushub von Flächensanierungen aus Luxemburg in Nordrhein-Westfalen abgelagert. Hinzu kommt eine erhöhte Nachfrage nach Brennstoff zur Stromerzeugung als Ersatz für fossile Energien.

„Unser Ziel wird auch in Zukunft sein, die grenzüberschreitenden Abfallströme zu kanalisieren und auf das Nötigste zu beschränken“, erklärte Umweltminister Johannes Remmel. „Wichtig ist, dass auch die importier-ten Abfälle dem Wertstoffkreislauf möglichst wieder zugeführt werden. Grundsätzlich gilt aber: Abfälle sollten dort entsorgt werden, wo sie entstehen. Es muss auch hier das Verursacherprinzip gelten.“

Erstmalig nach drei Jahren steigt damit der Abfallimport nach NRW wieder an und beträgt im Jahre 2010 rund zwei Millionen Tonnen. Davon sind nicht gefährliche Abfälle etwa 1,2 Millionen Tonnen und gefährliche Abfälle rund 800.000 Tonnen.

Der Abfallexport geht weiter zurück und betrug in 2010 noch rund 290.000 Tonnen. Damit wurde der bisherige Tiefpunkt erreicht.

Beim Abfall-Import insgesamt wie beim Import von gefährlichen Abfällen dominieren als Versandstaaten wie in den Vorjahren eindeutig die Niederlande, gefolgt von Belgien. Vergleichbares gilt für die Abfall-Exporte. Beides ist mit dem Prinzip der Nähe vereinbar. Lieferungen in oder aus Staaten außerhalb Europas sind verschwindend gering. Gefährliche Ab-fälle werden in diese Staaten so gut wie gar nicht ausgeführt. Die Abfallimporte und -exporte erfolgen zu über 99 Prozent innerhalb der EU. Abfallströme mit Staaten außerhalb Europas sind verschwindend gering und auf Einzelfälle beschränkt.

Sowohl beim Import als auch beim Export dominieren Abfälle, die Verwertungsverfahren zugeführt und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Es werden keine gefährlichen Abfälle zur Beseitigung exportiert. Die in der öffentlichen Diskussion betonten klassischen Beseitigungswege (Abfallverbrennungsanlagen, Deponien) spielen nur noch eine marginale Rolle.

Anlage: Grafik und Tabellen

Weitere Einzelheiten sowie eine Langfassung der Abfall-Import-Export-Bilanz 2010 sind im Internet zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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