83 Millionen Euro für LIFE+-Naturschutzprojekte in NRW

11. Mai 2014

83 Millionen Euro für LIFE+-Naturschutzprojekte in NRW / Minister Remmel: Faszinierende und beeindruckende Natur in NRW muss geschützt werden

Die Ursachen des Artensterbens in NRW sind häufig menschengemacht. Unter anderem die zu intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, die Zerstörung und Zerschneidung naturnaher Lebensräume und der fortschreitende Flächenfraß haben zum Rückgang vieler Arten in der Feldflur geführt. Das LIFE+ Naturschutzprojekt „Uferschnepfen-Lebensraum Hetter“ ist ein Beispiel für den erfolgreichen Schutz von Watt- und Wiesenvögeln in Nordrhein-Westfalen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt in NRW. Umweltminister Johannes Remmel hat das Projekt im Rahmen seiner Sommertour „WildesNRW“ besucht.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Ursachen des Artensterbens in NRW sind häufig menschengemacht. Unter anderem die zu intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, die Zerstörung und Zerschneidung naturnaher Lebensräume und der fortschreitende Flächenfraß haben zum Rückgang vieler Arten in der Feldflur geführt. Das LIFE+ Naturschutzprojekt „Uferschnepfen-Lebensraum Hetter“ ist ein Beispiel für den erfolgreichen Schutz von Watt- und Wiesenvögeln in Nordrhein-Westfalen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt in NRW. Umweltminister Johannes Remmel hat das Projekt heute im Rahmen seiner Sommertour „WildesNRW“ besucht.

„Unser Land hat eine einzigartige faszinierende und beeindruckende Natur, ein Hort für Tausende von Tieren und Pflanzen – ein Schatz direkt vor unserer Tür. Ein Schatz, der immer wieder neu entdeckt werden will. Aber eben auch ein Schatz, den es für die nächsten Generationen zu erhalten gilt“, betonte Remmel. Derzeit befinden sich in Nordhrein-Westfalen 18 LIFE+-Naturschutz-Projekte in der Umsetzung, 56 Millionen Euro an Fördergeldern stehen dabei zur Verfügung. 11 Projekte wurden von 1996 bis 2010 bereits umgesetzt, für diese Projekte standen 27,4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen 29 LIFE-Naturschutz-Projekten steht Nordrhein-Westfalen an der Spitze in Deutschland. „Dies zeigt uns: Nordrhein-Westfalen besitzt eine faszinierende Artenvielfalt und einzigartige Naturräume. Doch wir müssen unser wertvolles Naturerbe schützen, um die biologische Vielfalt zu bewahren“, sagte Minister Remmel. „Doch auch wenn wir deutliche Erfolge im Artenschutz erreicht haben, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass das wilde NRW bedroht ist“, warnte der Minister. Denn der Artenverlust setze sich auch in NRW weiter fort. „Wir sind dabei, die Festplatte unserer Natur unwiederbringlich zu löschen und müssen gegensteuern. Etwa 45 Prozent der untersuchten Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.“

Zum Schutz der Watt- und Wiesenvögel in der Hetter, wurde Grünland auf einer Fläche von rund 80 Hektar wiedervernässt. Gerade die Uferschnepfe, die einen sehr hohen Anspruch an ihren Feuchtwiesen-Lebensraum stellt, war in den letzten Jahrzehnten durch die fortschreitende Rheinsohlenerosion und die effektivere Entwässerung der Wiesen und Weiden besonders betroffen und in ihrem Bestand bedroht. Lag ihr Bestand in der Hetter in den 1970er Jahren noch bei etwa 180 Brutpaaren ging er in den nachfolgenden Jahrzehnten immer weiter zurück. Erst in den letzten 10 Jahren stabilisierte er sich aufgrund von Naturschutzmaßnahmen auf einem niedrigen Niveau von rund 40 Paaren.

„Da es sich bei der Hetter um das wichtigste Brutgebiet der Uferschnepfe in ganz Nordrhein-Westfalen handelt, ist die Bestandssicherung hier besonders wichtig. Ich möchte mich bei den Naturschützern und den Landwirten bedanken, die sich zum Erhalt der besonderen Kulturlandschaft in der Hetter einsetzen. Denn nur durch die extensive, aber regelmäßige Nutzung der Weiden und Wiesen können Landschaft und Arten erhalten werden.“

LIFE+ ist ein EU-Förderprogramm zur Finanzierung von Natur- und Umweltvorhaben. Der Schwerpunkt des Förderinstrumentes ist die Finanzierung des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000, be-stehend aus FFH- und Vogelschutzgebieten. In Nordrhein-Westfalen sind rund 8,6 Prozent der Fläche durch dieses Schutzgebietsystem bedeckt. Allerdings befinden sich die Gebiete und die darin lebenden Pflanzen und Tiere häufig noch in einem schlechten Erhaltungszustand, und benötigen daher noch Optimierungsmaßnahmen.

Weiter Informationen zum Thema LIFE+ sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de. Informationen zum Schutz der Uferschnepfen in der Hetter sind zu finden unter www.life-uferschnepfe.de.

Faltblatt zur neuen Naturschutzpolitik in NRW:
http://www.umwelt.nrw.de/extern/epaper/2014/neue_naturschutzpolitik/

Broschüre zu den 14 Naturparken und dem Nationalpark Eifel:
http://www.umwelt.nrw.de/extern/epaper/2014/naturparke_nrw/

Link zum neue Web-Videos „NaturErleben NRW“:
https://www.youtube.com/watch?v=KKm72NW9w4M

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).


WildesNRW – Der Schatz vor Deiner Tür

Alte Buchenwälder, mystische Moore, knorrige Eichenbäume, moosbedeckte Auenwälder, blühende Heideflächen, ausgedehnte Wasserlandschaften und wilde Mittelgebirgsbäche: Nordrhein-Westfalen hat eine einzigartige Natur und eine faszinierende Artenvielfalt. Mehr als 3.000 Naturschutzgebiete, etwa 550 Gebiete des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“, der Nationalpark Eifel, rund 100 Wildnisgebiete und 14 Naturparke bewahren das heimische Naturerbe und machen es für die Bevölkerung erlebbar.

Als bevölkerungsreichstes Bundesland ist Nordrhein-Westfalen nicht nur Heimat für rund 18 Millionen Menschen; auch mehr als 43.000 verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten finden hier Lebensraum, vom kleinsten Insekt über unseren „Urwald-Baum“, die Rotbuche, und den Wanderfalken als weltweit schnellstem Lebewesen bis hin zum größten Wildtier in NRW, dem europäischen Wisent. Sie alle gehören zum „Wilden NRW“: Ein Schatz vor unserer Tür, den es für kommende Generationen zu bewahren gilt.

Weitere Informationen zum Thema und zur Sommertour 2014:

www.wildes.nrw.de
www.twitter.com/wildesnrw

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