Forschung: Neues Zentrum zur Stammzellforschung

16. April 2010

80 Millionen Euro für den Aufbau eines Zentrums zur Stammzellforschung in Münster

Bei einem Besuch des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Aufbau eines „Centrums für Angewandte Regenerative Entwick­lungstechnologien“ angekündigt.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Bei einem Besuch des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heute (16. April 2010) den Aufbau eines „Centrums für Angewandte Regenerative Entwick­lungstechnologien (CARE)“ angekündigt. Dort soll die Umwandlung von Körperzellen in pluripotente Stammzellen erforscht werden. Das sind Zellen, die sich zu jedem Zelltyp eines Organismus entwickeln können, da sie noch auf keinerlei bestimmten Gewebetyp festgelegt sind. Jürgen Rüttgers: „Diese Forschung verspricht Möglichkeiten zur Bekämpfung vieler Krankheiten. Bund und Land wollen diese Forschungen unter­stützen und die Stammzellforschung in Münster stärken. Ziel ist es, internationale Spitzenforschung zu betreiben und dadurch Nordrhein-Westfalen zu einem führenden Zentrum einer innovativen Technologie mit hohem Marktpotenzial auszubauen.“

Die CARE-Initiative wird in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut Münster realisiert und in den kommenden 10 Jahren  mit rund 80 Mil­lionen Euro gefördert. Davon übernehmen das Land 75 Prozent und 25 Prozent der Bund. Bundesforschungsminister Annette Schavan, die ebenfalls an dem Besuch in Münster teilgenommen hat, lobte das Projekt: „Das Bundesforschungsministerium wird den Ausbau der Forschung mit induzierten pluripotenten Stammzellen am Max-Planck-Institut in Münster - vor allem mit Blick auf vielversprechende medizinische Anwendungen - bis 2020 mit 20 Millionen Euro unter­stützen. Ich bin mir sicher: Das neue Referenzzentrum für angewandte Stammzellforschung wird nicht nur eine Bereicherung für die Stadt Münster sein, sondern wird eine landes- und internationale Bedeutung entwickeln."

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers betonte die große Bedeutung des Ausbaus dieses Forschungszweiges: „Mit dem Aufbau des Centrums erhält Deutschland die Chance, mit dem Standort Münster neben den USA und Japan eine Schlüsselrolle in der internationalen Stammzell­forschung einzunehmen. Die Stammzellforschung zählt weltweit zu den dynamischsten Forschungsgebieten. Es ist mehreren Forschungs­gruppen gelungen, menschliche Zellen so zu programmieren, dass sie sich wie embryonale Stammzellen verhalten. Die Landesregierung NRW und die Bundesregierung sind entschlossen, die Chancen in diesem hochinnovativen Gebiet konsequent zu nutzen.“

Für die Umwandlung von Körperzellen in pluripotente Stammzellen werden keine embryonalen Stammzellen mehr benötigt. Mit pluripoten­ten Stammzellen wird ein Weg aus dem ethischen Dilemma bei der Nutzung von embryonalen Stammzellen aufgezeigt. Die Arbeiten werden daher - auch von moraltheologischer Seite - als ethisch un­bedenklich eingestuft.

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