60 Millionen Euro für Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz

16. Dezember 2009

60 Millionen Euro für Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz – Ministerpräsident Jürgen Rüttgers begrüßt Beschluss von Bund und Ländern

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat den heutigen Beschluss von Bund und Ländern begrüßt, in den kommenden fünf Jahren der Internationalen Stiftung Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. „Die Verantwortung für das, was geschehen ist, bleibt“, begründete der Ministerpräsident am Rande der Ministerpräsidenten-Konferenz das Engagement Deutschlands.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat den heutigen Beschluss (16. Dezember 2009) von Bund und Ländern begrüßt, in den kommenden fünf Jahren der Internationalen Stiftung Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. „Die Verantwortung für das, was geschehen ist, bleibt“, begründete der Ministerpräsident am Rande der Ministerpräsidenten-Konferenz das Engagement Deutschlands.

In dem Beschluss bekennen sich Bund und Länder zur gemeinsamen Verantwortung, die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, weltweit das Symbol des Holocaust, des beispiellosen Völkermords und des Terrors während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, als Mahnmal der europäischen Geschichte zu erhalten. Die Koordination der Umsetzung des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder übernehmen der Bund und Nordrhein-Westfalen.

Die Internationale Stiftung Auschwitz-Birkenau wurde auf Initiative von Staatssekretär Władysław Bartoszewski Anfang dieses Jahres (2009) gegründet. Mit den Erträgen des angestrebten Stiftungskapitals von 120 Millionen Euro sollen künftig die über 150 Gebäude und 300 Ruinen sowie vor allem die unzähligen persönlichen Gegenstände der ermordeten Häftlinge erhalten werden. Nordrhein-Westfalen habe den Gedanken, die Gedenkstätte mit Hilfe einer Stiftung zu erhalten, von Beginn an unterstützt, so Ministerpräsident Rüttgers. Dabei knüpfe man an die Hilfe an, die Nordrhein-Westfalen beispielsweise schon bei der Restaurierung und Archivierung der Akten des Hygiene-Instituts leiste.

Auschwitz stehe wie kein zweiter Ort für den millionenfachen Mord an den Juden Europas. „Das Erinnern an diesen Zivilisations- und Kulturbruch und die Auseinandersetzung damit bleibt eine der wichtigsten Aufgaben“, so der Ministerpräsident: „Wer die Zukunft Europas und der Welt friedlich und im respektvollen, toleranten Miteinander gestalten will, der muss um das Vergangene wissen. Wer das Morgen menschlich machen möchte, muss um das Unmenschliche im Gestern wissen.“

Rüttgers, der zugleich als einziger Deutscher Mitglied im Stiftungsrat der Internationalen Auschwitz-Stiftung ist, würdigte die Bereitschaft der Länder und des Bundes, sich dieser Verpflichtung gemeinsam durch eine Zustiftung in Höhe von 60 Millionen Euro zu stellen. „Jeder weiß, wie angespannt die Lage der öffentlichen Haushalte ist. Und doch stand dieses Engagement hier zu keiner Zeit in Frage“, betonte Rüttgers. Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass mit dem deutschen Beitrag – auf das Land Nordrhein-Westfalen entfällt ein Anteil von rund 6,4 Millionen Euro – der Weg frei sei für weitere Zustiftungen: „Viele europäische Länder haben darauf geschaut, wie Deutschland sich verhält. Nun können sie sich daran orientieren.“

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.