Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind entscheidend für das Gelingen der Integration

3. Juni 2009

5. Sitzung des Integrationsbeirates - Minister Armin Laschet: „Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind entscheidend für das Gelingen der Integration“

„Für den Integrationsprozess haben Frauen einen wesentlichen Anteil am Erfolg. Und zwar auf allen Ebenen. Deshalb müssen wir die Frauen mit Zuwanderungsgeschichte viel mehr in den Blick nehmen und sie ausdrücklich ins Gespräch und die Arbeit mit einbeziehen", forderte heute Integrations- und Frauenminister Armin Laschet im Vorfeld der 5. Sitzung des nordrhein-westfälischen Integrationsbeirates in Düsseldorf.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Für den Integrationsprozess haben Frauen einen wesentlichen Anteil am Erfolg. Und zwar auf allen Ebenen. Deshalb müssen wir die Frauen mit Zuwanderungsgeschichte viel mehr in den Blick nehmen und sie ausdrücklich ins Gespräch und die Arbeit mit einbeziehen", forderte heute (3. Juni 2009) Integrations- und Frauenminister Armin Laschet im Vorfeld der 5. Sitzung des nordrhein-westfälischen Integrationsbeirates in Düsseldorf. Vor dem Hintergrund, dass Frauen viel zu lange in der Integrationspolitik quasi vergessen worden seien, widme sich der Integrationsbeirat nun dem Thema der geschlechterspezifischen Fragen der Integrationspolitik, so Laschet.

Familiäre und soziale Netzwerke, die die Integration unterstützen, werden vor allem durch Frauen mit Zuwanderungsgeschichte geprägt. Die Netzwerke wirken dabei vor allem zwischen den Zugewanderten selbst. Laschet: "Wir können diese Netzwerke der Zugewanderten aber auch als Tür für öffentliche Angebote nutzen, zum Beispiel bei der Verbreitung von Informationen zu Bildung und Gesundheit."

Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind als Mütter zentrale Ansprechpartnerinnen auch für den Bildungserfolg ihrer Kinder. Viele von ihnen sind in der Elternarbeit aktiv oder beteiligen sich zum Beispiel in sogenannten Rucksack-Projekten, bei denen die Sprachförderung von Kindern und Müttern im Mittelpunkt steht.

„Gerade in den Familien müssen die Frauen gestärkt werden, denn ihr nachbarschaftliches und bürgerschaftliches Engagement ist für den Erfolg der Integration unschätzbar wichtig", sagte Laschet.

Der Minister forderte, dass die Potentiale vor allem der jungen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte erkannt und wesentlich gestärkt werden müssten. "Es gibt auch Frauen mit Zuwanderungsgeschichte, die den sozialen Aufstieg geschafft haben, die aber um sich selbst nicht viel Aufhebens machen. Deshalb vergisst man sie auch viel zu leicht. Wir müssen beide Seiten sehen: die Frauen, die unsere Unterstützung brauchen, im Kampf für mehr Gleichberechtigung und Eigenständigkeit, aber auch die Frauen, die nicht so sehr unserer Unterstützung bedürfen, denen aber die Anerkennung der Gesellschaft gut täte", so Minister Laschet.

Der Integrationsbeirat der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wurde im September 2006 berufen. Er ist Bestandteil des Aktionsplans Integration. Aufgabe des Beirates ist es, die Landesregierung in allen Fragen der Integrationspolitik zu beraten, zu unterstützen und kritisch zu begleiten. Mitglieder im Beirat für Integration sind neben Wissenschaftlern und Vertretern aus der Wirtschaft auch Persönlichkeiten aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Dabei sind Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ebenso vertreten wie Einheimische.

Mitglieder des Integrationsbeirates Nordrhein-Westfalen

Bekir Alboga
Theologe, Islamwissenschaftler

Bülent Arslan
Leiter des Instituts für interkulturelle Management- und Politikberatung

Seyran Ates
Rechtsanwältin

Prof. Dr. Klaus J. Bade
Emeritus Universität Osnabrück, Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration

Anthony Baffoe
Ex-Bundesligaspieler, Direktor für internationale Beziehungen der Nationalmannschaft Ghanas

Güner Yasemin Balci
Journalistin

Karin Beier
Intendantin des Kölner Schauspielhauses

Dr. Heiner Bielefeldt
Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte e.V.

Prof. Dr. Barbara John
Koordinatorin für Sprachförderung für Migranten bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin

Wladimir Kaminer
Schriftsteller und Kolumnist

Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu
Prodekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Universität Bremen

Tayfun Keltek
Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen Nordrhein-Westfalen

Prof. Recep Keskin
Unternehmer

Thomas Kufen
Integrationsbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Abraham Lehrer
Vorsitzender der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Prof. Dr. Dieter Oberndörfer
Emeritus Universität Freiburg, Zweiter Vorstandsvorsitzender des "Rates für Migration"

Cem Özdemir
Mitglied des Europäischen Parlaments

Fritz Pleitgen
Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH

Alexander Rahr
Programmdirektor des Körber-Zentrums für Russland/GUS der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.

Kemal Sahin
Unternehmer

Adolf Sauerland
Oberbürgermeister der Stadt Duisburg

Prof. Dr. Faruk Sen
Koordinator für die in Gründung befindliche Deutsch-Türkische Stiftungsuniversität in Izmir

Asli Sevindim
Direktorin des Themenfeldes Stadt der Kulturen der Ruhr.2010 GmbH

Joachim Stamp
Ratsmitglied der Stadt Bonn

Prof. Dr. Rita Süssmuth
Bundestagspräsidentin a. D., Mitglied des Transatlantic Council on Migration

Prof. Dr. Bassam Tibi
Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen am Seminar für Politikwissenschaft der Universität Göttingen

 

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