KiBiz-Revision: Ministerin stellt externe Untersuchung vor

12. Januar 2011

5-Punkte-Programm zur KiBiz-Revision: Familienministerin Ute Schäfer stellt externe Untersuchung vor

Familienministerin Ute Schäfer hat ein 5-Punkte-Programm im Rahmen der Revision des so genannten Kinderbildungs­gesetzes (KiBiz) vorgestellt. Das mit KiBiz verbundene Ziel ‚Sicherung der Qualität’ durch eine aus­reichende Personalausstattung sei nicht erreicht worden. WRealität ist, dass viel zu viele Einrichtungen nicht den Standardwert beim Personal­schlüssel erfüllten", so Schäfer.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des teilt mit:

Familienministerin Ute Schäfer hat heute in Düsseldorf ein 5-Punkte-Programm im Rahmen der Revision des so genannten Kinderbildungs­gesetzes (KiBiz) vorgestellt. Grundlage dafür ist eine externe Unter­suchung von Prognos und Riedel zum KiBiz mit folgenden wichtigen Ergebnissen:

1. 65 Prozent der Kindertageseinrichtungen haben im Kindergarten­jahr 2008/2009 beim Personaleinsatz den Standardwert - den so genannten Wert 2 im Gesetz - nicht erreicht. An genau diesem Wert allerdings orientiert sich die gesetzliche finanzielle Förderung.

2. 64 Prozent der Einrichtungen bilden keine Berufspraktikantinnen und -praktikanten aus.

3. 70 Prozent der Kita-Leitungen wünschen sich deutlich mehr Zeit für eine planvolle pädagogische Arbeit.

4. Eltern wünschen sich mehrheitlich mehr Qualität in der Förderung und Beitragsfreiheit.

Für die externe Evaluation wurden die Daten von 8.075 Kindertages­einrichtungen – rund 90 Prozent der Einrichtungen insgesamt – aus­gewertet und sowohl eine Leitungs- als auch Elternbefragung durch­geführt.
„Das mit KiBiz verbundene Ziel ‚Sicherung der Qualität’ durch eine aus­reichende Personalausstattung wurde nicht erreicht. Realität ist, dass viel zu viele Einrichtungen nicht den Standardwert beim Personal­schlüssel erfüllten. Darüber hinaus hat die Untersuchung ergeben, dass für den in KiBiz formulierten Anspruch der individuellen Bildungs­förderung gar nicht genügend Zeit vorhanden ist“, erklärte Schäfer.
Ein weiteres äußerst bemerkenswertes und nicht akzeptables Ergebnis sei, dass 64 Prozent der Einrichtungen keine Berufspraktikantinnen und -praktikanten einsetzten. „Angesichts des drohenden Fachkräfte­mangels halte ich das für einen unhaltbaren Zustand, den wir schnell überwinden müssen. Die Ausbildung der künftigen Fachkräfte ist für die gute Qualität der frühkindlichen Bildung und die Zukunftsfähigkeit der Kindergartenlandschaft in Nordrhein-Westfalen existentiell“, sagte Schäfer.

Die Ministerin kündigte bereits für das kommende Kindergartenjahr (1. August 2011) im Rahmen der KiBiz-Revision die Umsetzung eines 5-Punkte-Programms an, dass die Beitragsfreiheit des letzten Kita-Jahres vor der Einschulung, mehr Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger für die Betreuung von unter Dreijährigen, die Ausbildung von 1.000 zusätz­lichen Berufspraktikantinnen und -praktikanten, den Ausbau von Familienzentren sowie die Stärkung der Elternmitwirkung umfasst.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Telefon 0211 837-2417.

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