300 Mio. Euro für Uni-Klinik Essen

18. April 2016

300 Millionen Euro für Universitätsklinikum Essen: Neue Kinderklinik und Sanierung von HNO- und Augenklinik

Förderprogramm des Landes NRW für Baumaßnahmen an Universitätskliniken

Am Uniklinik-Standort Essen wird das Land NRW bis 2020 rund 300 Millionen Euro für sechs Bau- und Sanierungsprojekte investieren. Die Maßnahmen gehören zum neuen Medizinischen Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Am Uniklinik-Standort Essen wird das Land bis 2020 rund 300 Millionen Euro für sechs Bau- und Sanierungsprojekte investieren. Die Maßnahmen gehören zum neuen Medizinischen Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes. Medizinische Fakultäten und Universitätskliniken sind für den medizinischen Fortschritt durch exzellente Forschung sowie für eine moderne Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte unverzichtbar. Bei der Krankenversorgung spielen sie eine Schlüsselrolle.
 
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze stellte gemeinsam mit Prof. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen (UK Essen), und Thorsten Kaatze, Kaufmännischer Direktor des UK Essen, die geplanten Projekte vor.
 
„Die Unikliniken ermöglichen medizinische Behandlungen von kompliziertesten Erkrankungen. Sie treiben Spitzenforschung voran und bilden exzellente Ärztinnen und Ärzte aus. Daher brauchen wir eine sichere, effiziente und leistungsfähige bauliche Infrastruktur auf höchstem Niveau“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.
 
Insgesamt fließen bis 2020 rund 2,2 Milliarden Euro über das MedMoP in Bauvorhaben an den sechs Universitätskliniken in NRW. Mit diesen Mitteln wird eine hochmoderne und patientenorientierte Krankenversorgung sichergestellt.
 
„Wir begrüßen die Initiative des Landes außerordentlich. Sie zeigt, dass die angespannte finanzielle Situation der Universitätsklinika sowie der vorhandene Modernisierungsstau erkannt wurden und wir nun gemeinsam Lösungen für die dringendsten baulichen Herausforderungen entwickeln können. Dabei hilft die zusätzliche finanzielle Unterstützung ungemein“, so Thorsten Kaatze. Auch Prof. Jochen A. Werner zeigte sich überzeugt, dass das MedMoP einen wichtigen Impuls zur Entwicklung des Essener Standortes gibt: „Mit Hilfe des Medizinischen Modernisierungsprogramms können wir wichtige Bereiche unserer Krankenversorgung und Forschung entscheidend verbessern. Dazu gehört beispielsweise die neue Kinderklinik, die zukünftig sowohl die Wünsche und Anforderungen unserer jungen Patienten berücksichtigt, als auch eine klinische Versorgung auf höchstem und modernsten Niveau ermöglicht, da hier Forschung und Therapie nah beieinander liegen werden“, so der Ärztliche Direktor des UK Essen.
 
Der Beginn des Neubaus der Kinderklinik markiert den Start der Umsetzung der baulichen Masterplanung. Diese soll langfristig und im Interesse einer bestmöglichen Krankenversorgung, Forschung und Lehre zu einer nachhaltigen Modernisierung des Standortes in Essen beitragen.

Folgende Bau- und Sanierungsprojekte sind am UK Essen geplant:

Neubau der Kinderklinik: Im Bereich der Krankenversorgung ist in Essen die Kinderklink von besonderer Bedeutung. Mit der Sanierung und Modernisierung erhält das UK Essen eine der modernsten Kinderkliniken in Europa. So kann je nach Krankheitsbild der Kinder eine optimale individuelle Betreuung gewährleistet werden (Baukosten: 78.460.400 Euro, Ersteinrichtungskosten: 15.500.000 Euro).
 
Neubau der Nuklearmedizin, Radiopharmazie und einer Forschungsetage: Im Bereich des sogenannten „alten Parkhauses“ wird der Neubau der Nuklearmedizin und Radiopharmazie einschließlich zweier Zyklotrone errichtet. Das Gebäude beinhaltet zudem eine weitere Forschungsetage (Baukosten: 43.764.100 Euro, Ersteinrichtungskosten: 25.000.000 Euro).
 
GMP-Labore zur Stammzellherstellung in der Strahlenklinik: Das Universitätsklinikum Essen ist derzeit bei der Stammzellherstellung in Deutschland und Europa führend. Um dies auch zukünftig sicherstellen zu können, soll der ehemalige Stationsbereich in der Strahlenklinik zu GMP-Laboren (Good Manufacturing Practice) umgebaut werden (Baukosten: 2.799.300 Euro, Ersteinrichtungskosten 995.000 Euro).
 
Neustrukturierung und Erweiterung der HNO- und Augenklinik: Mit den geplanten Maßnahmen werden die Funktionsdiagnostik, die Ambulanzbereiche und die Operationsbereiche in einem Anbau konzentriert und der Altbestand im Rahmen eines wirtschaftlichen Flächeneinsatzes energetisch saniert (Baukosten: 49.318.500 Euro, Ersteinrichtungskosten: 14.545.700 Euro).
 
Neustrukturierung der Pathologie und Rechtsmedizin: Dies geschieht durch die Sanierung des Bestandsgebäudes sowie der Errichtung eines zeitgemäßen Laborgebäudes – damit werden optimale Voraussetzungen sowohl für die Krankenversorgung als auch für die Forschung und Lehre geschaffen (Baukosten: 43.000.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 8.899.000 Euro).
 
Neubau eines Rechenzentrums: Im Bereich IT wird mit einem neuen Rechenzentrum am Standort Essen sichergestellt, dass die EDV-Struktur weiter ausgebaut werden kann und eine weitere Zentralisierung der IT ermöglicht wird (Baukosten: 10.100.000 Euro).

Zum Hintergrund:

An den Medizinischen Fakultäten der sechs Standorte bilden derzeit rund 600 Professorinnen und Professoren die Studierenden aus. Jedes Jahr beginnen dort etwa 1.800 junge Menschen neu ihr Studium der Humanmedizin. An den sechs Universitätskliniken arbeiten insgesamt rund 33.500 Beschäftigte – sie zählen damit vor Ort jeweils zu den größten Arbeitgebern. Jedes Jahr werden hier fast 300.000 Patienten stationär behandelt. Als Zentren der Maximalversorgung sind die Universitätskliniken unerlässlich für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Gemeinsam erwirtschaften die Kliniken einen Jahresumsatz von rund 3,4 Milliarden Euro. Damit nimmt Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich die Spitzenposition ein.

Über die Essener Universitätsmedizin:

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und seine Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus, Herzzentrum Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit ca. 1.700 Betten in mehr als 70 Gebäuden das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets: Im vergangenen Jahr (2015) behandelten unsere rund 7.900 Beschäftigten fast 70.000 stationäre Patientinnen und Patienten. Herausragende Schwerpunkte sind die Onkologie, die Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin: Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation (WZO), ein international führendes Zentrum für Transplantation und dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum (WHGZ), in dem wir jährlich mehr als 2.000 Operationen durchführen, hat die Essener Universitätsmedizin eine überregionale Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung mit der Schwerpunktsetzung in der Immunologie und Infektiologie. Darüber hinaus bietet der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums den Studierenden unserer Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten. Die in der Essener Universitätsmedizin gelebte Einigkeit von Lehre, Forschung und Krankenversorgung orientiert sich eng an unserem Leitbild „Spitzenmedizin und Menschlichkeit“.

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