295.000 Euro für die Verbraucherforschung

Porträtfoto von Ministerin Svenja Schulze
7. Februar 2017

295.000 Euro für die Verbraucherforschung: Vier neue Projekte werden gefördert

Verbraucherschutz im internationalen Online-Handel, das Internet der Dinge und regionale Lebensmittel zwischen Anspruch und Wirklichkeit – so lauten die Themen, die 2017 im Rahmen von drei Forschungsprojekten durch das Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW (KVF NRW) gefördert werden.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Verbraucherschutz im internationalen Online-Handel, das Internet der Dinge und regionale Lebensmittel zwischen Anspruch und Wirklichkeit – so lauten die Themen, die 2017 im Rahmen von drei Forschungsprojekten durch das Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW (KVF NRW) gefördert werden. Zudem finanziert das NRW-Wissenschaftsministerium auf Anregung des KVF NRW ein dreijähriges Vorhaben an der FernUniversität Hagen, das neue Instrumente in der Verbraucherpolitik untersucht und auf ihre Anwendbarkeit prüft.
 
Der wissenschaftliche Beirat des KVF NRW wählte Vorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Siegen, des Zentrums für ökonomische Bildung Siegen und der Fachhochschule Südwestfalen zur Förderung aus. Das KVF NRW ist eine gemeinsame Einrichtung der Landesministerien für Wissenschaft (MIWF) und Verbraucherschutz (MKULNV) sowie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V.
 
Die Projektförderung in Höhe von 95.000 Euro stammt aus Mitteln des Wissenschaftsministeriums NRW und wird seit 2012 einmal im Jahr vergeben. Damit soll unabhängige, verbraucherrelevante Forschung in Nordrhein-Westfalen ermöglicht werden. Wissenschaftliche Exzellenz ist das ausschlaggebende Kriterium für die Auswahl der Projektanträge. Darüber hinaus hat das Wissenschaftsministerium weitere 200.000 Euro für die Erforschung der Potenziale und Risiken klassischer (z. B. Verbote und Gebote) und neuer verbraucherpolitischer Instrumente (wie etwa Nudging, also zu Maßnahmen, die Menschen durch „Anstupsen“ zu einem gewünschten Verhalten bewegen, anstatt Regeln zu formulieren) zur Verfügung gestellt.
 
Die Ergebnisse der im Rahmen des KVF NRW geförderten Forschungsprojekte werden in zwei Reihen veröffentlicht: Während sich die ausführlichen „Working Papers‟ an ein Fachpublikum richten, geben die „Fact Sheets‟ der an Verbraucherthemen interessierten Öffentlichkeit und politischen Akteuren einen Einblick in die zentralen Befunde sowie die daraus resultierenden Schlussfolgerungen für die Praxis.
 
Die Reihen stehen auf der Internetseite www.verbraucherforschung-nrw.de unter der Rubrik „Publikation‟ als Download zur Verfügung.
 
Die Förderschwerpunkte 2017 im Einzelnen:

  • Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein und Dr. Gerhard Wagner (Universität Siegen): Die Rolle des Verbraucherschutzes beim grenzüberschreitenden Online-Handel 
  • Prof. Dr. Hans Jürgen Schlösser und Dr. Michael Schuhen (ZöBiS - Zentrum für ökonomische Bildung an der Universität Siegen): VID.NRW. Verbraucherkompetenz im Umgang mit dem „Internet der Dinge‟ in Nordrhein-Westfalen diagnostizieren und beschreiben 
  • Prof. Dr. Marcus Mergenthaler und Dr. Luisa Vogt (Fachhochschule Südwestfalen): Regionale Lebensmittel zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verbrauchererwartungen, Begriffs- und Qualitätsverständnisse regionaler Vermarktungsinitiativen und verbraucherpolitische Implikationen 

Dreijähriges Forschungsprojekt:

  • Dr. Kathrin Loer (FernUniversität Hagen): Instrumente in der Verbraucherpolitik (IniVPol) 

Informationen zu Projekten sind auf der Homepage des KVF NRW zu finden: www.verbraucherzentrale.nrw.

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