24-Stunden-Blitz-Marathon mit Bürgerbeteiligung

20. Juni 2012

24-Stunden-Blitz-Marathon mit Bürgerbeteiligung / Innenminister Jäger: Aktion der NRW-Polizei gegen Verkehrstote geht in die zweite Runde

Mit einer breit angelegten Bürgeraktion startet die Polizei in NRW am 3. Juli ab 6.00 Uhr die zweite Runde des 24-Stunden-Blitz-Marathons. Die Polizei will mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Thema inten­siver ins Gespräch kommen und sie beteiligen.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Mit einer breit angelegten Bürgeraktion startet die Polizei in NRW am
3. Juli ab 6.00 Uhr die zweite Runde des 24-Stunden-Blitz-Marathons. Die Polizei will mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Thema inten­siver ins Gespräch kommen und sie beteiligen. „Die Menschen erleben in ihrer direkten Umgebung, dass viele Autofahrer rücksichtslos fahren und das Leben anderer gefährden. Das macht sie wütend und besorgt“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. „Für die Bürgerinnen und Bürger zählen nicht statistische Unfallbrennpunkte, sondern diese ‚Wut­punkte’. Deshalb öffnet die Polizei landesweit den Blitzmarathon für Bür­gerhinweise und kontrolliert auch an diesen ‚Wutpunkten’“. Ab dem kommenden Montag, 25. Juni nimmt die Polizei Vorschläge für Kontroll­stellen per E-Mail entgegen. Die E-Mail-Adressen und Telefonnummern der örtlichen Polizeibehörden stehen dann unter www.24h-Blitz-Mara­thon.de.

Der Blitz-Marathon ist Teil der langfristigen Kampagne „Brems Dich - rette Leben!“ gegen Geschwindigkeitsunfälle. Seit deren Start vor sie­ben Monaten haben Polizei und Kommunen die Zahl der Geschwindig­keitskontrollen erhöht. Der stärkere Kontrolldruck allein reicht aber nicht aus. „Wir brauchen Aktionstage wie den Blitzmarathon, um die Men­schen wachzurütteln“, erklärte Minister Jäger. „Es ist der landesweite Appell an alle - Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer - sich dauer­haft an die Verkehrsregeln zu halten, um sich und andere zu schützen.“

Im letzten Jahr hatte es einen Anstieg bei Verkehrstoten um 15 Prozent  gegeben. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres starben 207 Men­schen im Straßenverkehr. Das sind 13 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Der Rückgang ist ein Indiz, dass wir mit unse­rer neuen Strategie auf dem richtigen Weg sind. Wir dürfen uns aber auf diesem Zwischenergebnis nicht ausruhen. Jeder Tote bedeutet Schock, Wut, Trauer und Verzweiflung für die Familie, Freunde und Arbeitskolle­gen“, betonte Jäger. 

Mit dem ersten Blitz-Marathon ist es gelungen, vielen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist. Die meis­ten sind an diesem Tag verantwortungsbewusster gefahren. Es wurde nur halb so viel gerast wie an anderen Tagen. Die Polizei kontrollierte landesweit rund 456.000 Verkehrsteilnehmer. 17.169 von ihnen fuhren zu schnell. „Unser größter Erfolg beim 24-Stunden-Blitz-Marathon wäre es, wenn sich alle an die Regeln hielten und die Polizei keine Knöllchen ausstellen müsste“, machte Jäger deutlich.

Kernpunkte der neuen Verkehrsstrategie der NRW-Polizei:

  • Mehr Flexibilität: Kontrollen werden dort durchgeführt, wo nach örtli­cher Analyse der Unfallzahlen Radfahrer und Fußgänger beson­ders gefährdet sind und überall dort, wo gerast wird.
  • Mehr Offenheit: Die Kontrollstellen werden veröffentlicht. Die Polizei setzt auch blau-silberne Streifenwagen an Kontrollstellen ein.
  • Mehr Kontrollen: Durch einen Mix aus Kontrollen mit und ohne An­halten wird eine höhere Kontrolldichte erreicht.
  • Mehr Konsequenz: Zu schnelles Fahren sowie Fehlverhalten von Radfahrern und Fußgängern wird konsequent verfolgt.
  • Mehr Kooperation: Die Zusammenarbeit und Koordination mit  Kom­munen wird verbessert.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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