24-Stunden-Blitz-Marathon der NRW-Polizei soll Leben retten

6. Februar 2012

24-Stunden-Blitz-Marathon der NRW-Polizei soll Leben retten / Am Wochenende sterben 6 Menschen auf den Straßen – Minister Jäger: Zu schnelles Fahren ist Killer Nr. 1!

Mit einem 24-Stunden-Blitz-Marathon gehen die NRW-Polizei und viele Kommunen am kommenden Freitag (10. Februar 2012) verstärkt gegen Raser vor. „Gerade an den Wochenenden sterben auf unseren Straßen viele Verkehrsteilnehmer. Oft sind es sechs Menschen. Wir müssen deshalb in die Köpfe aller Verkehrsteilnehmer kriegen, dass zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nr.1 ist“, erklärte Innenminister Ralf Jäger.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Mit einem 24-Stunden-Blitz-Marathon gehen die NRW-Polizei und viele Kommunen am kommenden Freitag (10. Februar 2012) verstärkt gegen Raser vor. „Gerade an den Wochenenden sterben auf unseren Straßen viele Verkehrsteilnehmer. Oft sind es sechs Menschen. Wir müssen deshalb in die Köpfe aller Verkehrsteilnehmer kriegen, dass zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nr.1 ist“, erklärte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. „Verantwortungsvolles Fahren heißt, sich an die Geschwin­digkeitsbegrenzungen halten und zwar überall.“ Die Aktion ist Teil der neuen Kampagne „Brems Dich - rette Leben!“ der Polizei gegen die steigende Zahl von Geschwindigkeitsunfällen.

Die Polizei wird die gesamte Palette ihrer polizeilichen Maßnahmen nutzen. Sie wird

  • blau-silberne und zivile Radarfahrzeuge einsetzen,
  • Geschwindigkeitskontrollen mit und ohne Anhalten durchführen,
  • Radaranlagen, Laserpistolen und die Videomess-Fahrzeuge nutzen,
  • an Unfallbrennpunkten und an erkannten Raserstrecken präsent sein,
  • auch bei dieser landesweiten Aktion die geplanten Messstellen bekannt geben. 

„Wir wollen mit unserem Blitz-Marathon unmissverständlich klar machen: Wir meinen es ernst! Wir nehmen die vielen Toten und Ver­letzten nicht  hin. Ein totes Kind, eine tote Mutter, ein toter Vater be­deutet Trauer, Schock, Wut und Verzweifelung für mehr als 100 Men­schen“, betonte der Innenminister. „Es ist sehr wichtig, dass viele Kommunen mitmachen. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um dauer­haft unsere Straßen sicherer zu machen. In Zukunft wollen wir noch mehr die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden suchen.“

Zu schnelles Fahren und andere Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden nach den Erfahrungen der Polizei immer noch auf die leichte Schulter genommen. „Aber wir reden von Leben und Tod. Wir müssen die Menschen zum Nachdenken bringen, wie häufig sie tödliche Risiken im Straßenverkehr eingehen. Dann wird schnell klar, dass wir hier nicht nur von Leichtsinn reden. Viel zu oft ist es tatsächlich Irrsinn“, unter­strich Jäger.

Kernpunkte der neuen Strategie der NRW-Polizei sind:

  • Mehr Flexibilität: Kontrollen werden dort durchgeführt, wo nach örtlicher Analyse der Unfallzahlen Radfahrer und Fußgänger besonders gefährdet sind und überall dort, wo gerast wird.
  • Mehr Offenheit: Es werden auch blau-silberne Streifenwagen an Kontrollstellen eingesetzt und die Kontrollstellen veröffentlicht.
  • Mehr Kontrollen: Durch einen Mix aus Kontrollen mit und ohne Anhalten wird eine höhere Kontrolldichte erreicht.
  • Mehr Konsequenz: Zu schnelles Fahren sowie Fehlverhalten von Radfahrern und Fußgängern wird konsequent verfolgt.

Die Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger auf die neue Verkehrs­strategie der NRW-Polizei sind positiv. Die Zustimmung zeigt, dass die Polizei mit ihrem neuen Konzept auf dem richtigen Weg ist. Minister Jäger: „Die Menschen erkennen an, dass es hier nicht um Knöllchen geht, sondern um mehr Sicherheit im Straßenverkehr.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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