Minister Laschet begrüßt Entscheidung des Bundestages zur Volkszählung

24. April 2009

2011 wird Religionszugehörigkeit wieder erfasst - Minister Armin Laschet begrüßt Entscheidung des Bundestages zur Volkszählung

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet zeigt sich erfreut darüber, dass der Vorstoß Nordrhein-Westfalens, bei der nächsten Volkszählung im Jahr 2011 auch wieder die Religionszugehörigkeit zu erfassen, aufgenommen wird. „Es ist wichtig für die Politik, aber auch für die Kirchen und viele Verbände zu wissen, wie viele Menschen welcher Religion zugehören", sagte heute der Minister.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet zeigt sich erfreut darüber, dass der Vorstoß Nordrhein-Westfalens, bei der nächsten Volkszählung im Jahr 2011 auch wieder die Religionszugehörigkeit zu erfassen, aufgenommen wird. „Es ist wichtig für die Politik, aber auch für die Kirchen und viele Verbände zu wissen, wie viele Menschen welcher Religion zugehören. Allein als Planungsgrundlage brauchen wir solche Zahlen“, sagte Laschet heute (24. April 2009) in Düsseldorf.

Als Beispiel nannte Minister Laschet Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und soziale Dienste, die von den christlichen Kirchen unterhalten werden. „Für die passgenaue Ausrichtung der Angebote der Kirchen ist es wichtig, dass die Religionszugehörigkeit auch im Zensus 2011 abgefragt wird. Die Kirchen brauchen verlässliche Daten über die Lebenssituation ihrer Kirchenmitglieder“, so der Minister. Als weiteres Beispiel nannte Laschet älter werdende Zugewanderte. Friedhöfe in kommunaler Planung, Krankenhäuser und Altenpflege sollten auf die unterschiedlichen Kulturen im Lande zugeschnitten sein. Für die Integration der Zugewanderten sind solche kultursensiblen Angebote wichtig.

„Seit Jahren gehen wir davon aus, dass in Deutschland rund drei Millionen Muslime leben. Aber niemand weiß, wie viele es wirklich sind. Denn als Muslim wird jeder eingeordnet, der aus bestimmten Ländern stammt, wie etwa Türkei, Irak, Marokko und Ägypten. Das ist völlig an der Realität vorbei. Umso besser ist es, dass das Gesetz zur Volkszählung 2011 an dieser Stelle nun nachgebessert wird. Durch die Volkszählung werden wir genauer erfahren, wie viele Sunniten, Schiiten oder Aleviten tatsächlich hier wohnen und wie ihre Lebenslage ist. Das ist ein großer Schritt nach vorn für eine realistische Integrationspolitik.“

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister begrüßte zudem nachdrücklich die Entscheidung des Bundestages, im Rahmen der Volkszählung auch die Zuwanderungsgeschichte der Menschen zu erfassen. „Deutschland ist zu einer Einwanderungsgesellschaft geworden. Die Volkszählung wird uns viel besser darüber informieren, wie die zugewanderten Menschen und ihre Familien hier leben, wie sie arbeiten und wo wir integrationspolitisch nachbessern müssen.“

Der Gesetzentwurf ist heute im Bundestag abschließend beraten und beschlossen worden.

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