2000 Jahre nach der Varusschlacht

27. März 2009

2000 Jahre nach der Varusschlacht: Römerschiff Victoria kreuzt auf der Spree

Vor 2000 Jahren wurden drei römische Legionen unter dem Feldherrn Publius Quinctilius Varus in der Schlacht im Teutoburger Wald von den germanischen Kriegern unter der Führung des Arminius vernichtend geschlagen. Nach dieser katastrophalen Niederlage verzichtete das römische Imperium auf weitere Eroberungen östlich des Rheins und konzentrierte sich auf seinen linksrheinischen Herrschaftsbereich. Jetzt aber – 2000 Jahre später - kommen die Römer nach Berlin: ...

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:

Vor 2000 Jahren wurden drei römische Legionen unter dem Feldherrn Publius Quinctilius Varus in der Schlacht im Teutoburger Wald von den germanischen Kriegern unter der Führung des Arminius vernichtend geschlagen. Nach dieser katastrophalen Niederlage verzichtete das römische Imperium auf weitere Eroberungen östlich des Rheins und konzentrierte sich auf seinen linksrheinischen Herrschaftsbereich. Jetzt aber – 2000 Jahre später - kommen die Römer nach Berlin:

Am Freitag, dem 3. April 2009 macht der originalgetreue Nachbau des römischen Kriegsschiffs „Victoria“ in der Zeit von 13 bis 14 Uhr unter­halb des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Sichtweite des Reichstages auf der Spree fest. Die „Victoria“ wird von einer römi­schen Stamm-Mannschaft gerudert, die in authentischer Ausstattung auf eine Gruppe von „Germanen“ trifft (dargestellt von sog. Reenactment-Gruppen), die gemeinsam für das Ausstellungsprojekt „IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht“ werben. Die Bevoll­mächtigten der beiden Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die Staatssekretäre Wolfgang G. Gibowski und Michael Mertes, werden die ersten Eintrittskarten für die Ausstellungen an den drei Standorten Vertretern des Bundes, darunter Staatsminister Hermann Gröhe und Abgeordneten des Deutschen Bundestages übergeben.

Am 4. und 5. April, jeweils von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr wird die „Victoria“ dann unterhalb des Zollpackhofes/ Höhe Moltkebrücke am Schwimmsteg ankern und Geschichtsinteressierte Berlinerinnen und Berliner und Touristen zum Mitrudern einladen. Eine vorherige Anmel­dung ist nicht erforderlich. Vor Ort kann man sich auch direkt über das Ausstellungsprojekt informieren, das an die Varusschlacht vor 2000 Jah­ren im Teutoburger Wald erinnert.

Mit dieser Aktion wird auf das Ausstellungsprojekt „IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht“ aufmerksam gemacht, das an den drei Originalschauplätzen Haltern am See, Kalkriese (bei Osnabrück) und Detmold in der Zeit vom 16. Mai bis zum 25. Oktober (Haltern bis 11.10.)2009 gezeigt wird. Alle drei Standorte haben einen engen Bezug zu der legendären Varusschlacht: In Haltern am See erin­nert das Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe an das große Verwaltungs- und Militärzentrum, das die Römer seinerzeit an diesem Ort nahe des Flusses Lippe errichtet hatten und in dem sich auch Roms Statthalter Varus häufig aufhielt. Im niedersächsischen Kalk­riese wird seit 20 Jahren das Schlachtfeld ausgegraben, auf dem die römischen Legionäre und ihre germanischen Angreifer auf einander ein­schlugen. Im westfälischen Detmold schließlich steht seit 1875 das weithin sichtbare Hermannsdenkmal, die wohl imposanteste Verkörpe­rung des Mythos um den heldenhaften Anführer der Germanen.

Das Römerschiff wurde von Geschichtswissenschaftlern der Universität Hamburg und Bootsbauern der dortigen Werft „Jugend in Arbeit“ nach antiken Funden in Originalgröße nachgebaut. Das hölzerne Schiff, mit dem die Römer seinerzeit die Flüsse Germaniens erkundeten, ist 16 Meter lang und fast drei Meter breit. Es wiegt etwa vier Tonnen, verfügt über 20 Ruderplätze und jeweils einen Platz für den Steuermann und den Bootsführer. Das Boot hat auch einen Mast mit Segel und kann bei entsprechenden Winden unter Segel bis zu sechs Knoten Geschwindig­keit erreichen (ca. 11 km/h). Ebenso schnell sind auch die Ruderer, wenn sie sich ordentlich in die Riemen legen. Wenn sich die Ruderer ordentlich in die Riemen legen, erreicht das Schiff eine Geschwindigkeit von bis zu sechs Knoten (ca. 11 km/h).

Weitere Informationen unter: www.imperium-konflikt-mythos.de

Kontakt:
Dr. Doris Gau, Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, Berlin, Tel. 030 27575 120, E-Mail: doris.gau@lv-bund.nrw.de
Martin Holzhause, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, ,Münster, Tel. 0251 591 5400, E-Mail: martin.holzhause@lwl.org
Rüdiger Jacobs, Vertretung des Landes Niedersachsen, Berlin, Tel. 030 72629 1700

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