1,7 Millionen Euro für die Bildung in Dortmund

31. August 2009

1,7 Millionen Euro für die Bildung in Dortmund / Bildungsallianz zwischen der Stiftung Mercator, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Stadt Dortmund und Technischen Universität Dortmund

Die Stiftung Mercator, die Stadt Dortmund und das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen stellen 1,7 Millionen Euro für zwei Projekte in der Region Dortmund zur Verfügung. Diese Allianz ermöglicht zum einen den flächendeckenden Ausbau der Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund und zum anderen die Unterrichtsentwicklung an den Schulen.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Die Stiftung Mercator, die Stadt Dortmund und das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen stellen 1,7 Millionen Euro für zwei Projekte in der Region Dortmund zur Verfügung. Diese Allianz ermöglicht zum einen den flächendeckenden Ausbau der Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund und zum anderen die Unterrichtsentwicklung an den Schulen. Die Stiftung Mercator investiert in diese Vorhaben rund eine Million Euro. Die Stadt Dortmund und das MSW eröffnen mit der öffentlichen Co-Finanzierung im Gegenzug beiden Projekten den nachhaltigen Weg in eine kommunale Trägerschaft. 
Schulministerin Barbara Sommer: „Schulen stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Gleichzeitig sind sie der wichtigste Baustein zum Bildungserfolg. Sie zu unterstützen ist unsere Aufgabe. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, starke Partner gefunden zu haben, die gemeinsam das Bildungsnetz in der Region Dortmund tragen. Zusammen mit der Stadt Dortmund und der Technischen Universität Dortmund mit ihren verschiedenen Institutionen sowie der Stiftung Mercator, die uns unterstützt, sind wir auf dem richtigen Weg, um unsere Ziele zu erreichen.“

Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator: „Die erfolgreiche Umsetzung beider Matching-Fund-Konzepte erforderte die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Akteuren in unterschiedlichen Institutionen. Diese Investition zahlt sich aus – in Form einer besseren Bildung für Kinder und Jugendliche. Gemeinsam, in einer Allianz aus öffentlicher und privater Hand, können wir die Bildungslandschaft in Dortmund stärken und Vorbild für andere Regionen sein.“

Schuldezernentin Waltraud Bonekamp betont: „Bildung hat in Dortmund einen hohen Stellenwert. Der Ausbau von Sprachfördermaßnahmen wurde als Schwerpunkt in das kommunale Schulentwicklungskonzept integriert und wir freuen uns sehr, dass wir neben der Ausweitung des Förderunterrichts der Bildungsregion mit „Schulen im Team“ ein weiteres herausragendes Unterstützungsangebot unterbreiten können.“

Bereits seit fünf Jahren gibt es in Dortmund das Projekt „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“, das die Stiftung Mercator bundesweit mit zehn Millionen Euro fördert. Lehramtsstudierende bieten dabei zusätzlich zum Schulunterricht eine individuelle sprachliche und fachliche Förderung an. Das neue Projekt „Dortmunder Modell“, gemeinsam entwickelt von der Stiftung Mercator, der TU Dortmund, der Stadt/RAA Dortmund und dem MSW, baut auf diesen Erfahrungen auf. Ziel des Projektes ist es, ein öffentlich finanzierbares Modell zur Sprachförderung zu implementieren, das auch auf andere Regionen übertragen werden kann. Im „Dortmunder Modell“ wird der Förderbedarf von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund wissenschaftlich ermittelt und der Unterricht individuell darauf eingestellt. Die Anzahl der studentischen Förderlehrer wird entsprechend aufgestockt, die künftigen Lehrer in Deutsch als Zweitsprache und der Sprachförderung im Fach gezielt ausgebildet.

Mit Beginn des neuen Schuljahres startet in Dortmund auch das Projekt „Schulen im Team“, ein Projekt der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Schule der Stadt Dortmund. „Schulen im Team" wird vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund wissenschaftlich begleitet. Die Schulen können sich hier schulformübergreifend vernetzen mit dem Ziel, den Unterricht sowie die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Schüler weiterzuentwickeln. Dortmund ist nach Duisburg und Essen die dritte Projektregion, in der Schulen voneinander und miteinander lernen sollen. Das Projekt wird finanziert über einen Matching Fund der Stiftung Mercator und der Stadt Dortmund.  Die beteiligten Schulen erhalten neben organisatorischer Unterstützung in Bezug auf Vernetzung und fachlicher Beratung zur Unterrichtsentwicklung unter anderem auch einen eigenen Etat für Qualifizierungs- und Entwicklungsmaßnahmen in den einzelnen Netzwerken.

Über die Stiftung Mercator:
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Isabell Hilpert
Stiftung Mercator
Kommmunikationsmanagerin
Tel.: +49 (0) 201 245 22 74
E-Mail:hilpert@stiftung-mercator.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211/5867-3505 oder -3506.

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