1,6 Millionen Euro zusätzlich für die freie Theaterszene in Nordrhein-Westfalen

28. Oktober 2011

1,6 Millionen Euro zusätzlich für die freie Theaterszene in Nordrhein-Westfalen

1,6 Millionen Euro zusätzlich hat Kulturministerin Ute Schäfer heute in Düsseldorf für die freie Theaterszene in Nordrhein-Westfalen angekündigt. "Ihren kritischen Blick auf die Welt zu fördern, ist genauso unsere Aufgabe wie die Unterstützung der großen Häuser. Deshalb haben wir ein neues Konzept zur Förderung der freien Theaterszene entwickelt, das wir mit zusätzlichen Mitteln ausstatten wollen", erklärte Schäfer.

Düsseldorf, 28. Oktober 2011. 1,6 Millionen Euro zusätzlich hat Kulturministerin Ute Schäfer heute in Düsseldorf für die freie Theaterszene in Nordrhein-Westfalen angekündigt. "In den vergangenen Wochen und Monaten wurde in der von uns initiierten Theaterkonferenz viel über die Situation der kommunalen Theater und Orchester diskutiert. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass Nordrhein-Westfalen ebenso über eine vielfältige freie Kulturszene verfügt, die wichtige künstlerische und gesellschaftspolitische Impulse setzt. Ihren kritischen Blick auf die Welt zu fördern, ist genauso unsere Aufgabe wie die Unterstützung der großen Häuser. Deshalb haben wir ein neues Konzept zur Förderung der freien Theaterszene entwickelt, das wir mit zusätzlichen Mitteln ausstatten wollen", erklärte Schäfer.

Mit dem neuen Förderkonzept werde die künstlerische Arbeit der freien Szene, ihrer Ensembles und Produktionshäuser gestärkt. Bereits bestehende Förderbereiche sollten dabei sinnvoll ergänzt und neue Synergien der Einzelförderbereiche geschaffen werden. "Ein besonderer Fokus wird auf den Bereichen Produktion und Recherche, Gastspielaustausch und Vernetzung liegen", sagte Schäfer.

Das Land stellt bislang jährlich rund 4,8 Millionen Euro für die freien Theater, Tanz, Figurentheater, Performance, Festivals, Strukturmaßnahmen, Einzelkünstler- und Ensembleförderung zur Verfügung. Mit den zusätzlichen 1,6 Millionen Euro werden die Mittel jetzt auf rund 6,4 Millionen Euro jährlich aufgestockt. Damit nimmt Nordrhein-Westfalen neben Berlin die Spitzenposition unter den Bundesländer bei der Förderung der freien darstellenden Kunst ein.

Die Förderbereiche im Einzelnen:

1. Produktion
Mit insgesamt 660.000 Euro werden neun herausragende Produktionsstätten im Jugend- und Erwachsenenbereich gestärkt. Fünf große regional und international relevante Produktionszentren in NRW - in den Regionen Rheinland / Ruhrgebiet / Westfalen - werden mit einem Budget von jeweils 100.000 Euro aufgestockt:
• Forum Freies Theater, Düsseldorf
• Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr
• Theater im Pumpenhaus, Münster
• PACT Zollverein, Essen
• Tanzhaus NRW, Düsseldorf

Vier Produktionszentren mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater werden mit jeweils zusätzlich 40.000 Euro ausgestattet:
• Comedia Theater, Köln
• Helios Theater, Hamm
• Consol Theater, Gelsenkirchen (bereits 2010 aufgestockt)
• Theaterlabor, Bielefeld

2. Kooperation zwischen Stadttheatern und Soziokulturellen Zentren
Mit 100.000 Euro sollen Kooperationen zwischen Stadttheatern und Soziokulturellen Zentren mit innovativen Theaterprojekten gefördert werden.

3. Spitzenförderung 
Ab 2012 werden vier Ensembles im Bereich Theater in eine Spitzenförderung aufgenommen. Die Förderung wird verbindlich für drei Jahre mit jeweils maximal 65.000 Euro bewilligt.

4. Abspielförderung
60.000 Euro werden für die Abspielförderung von hochkarätigen Produktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Tanz und im Theater bereitgestellt, um insbesondere auch in den ländlichen Regionen ein gutes Kulturangebot zu präsentieren.

5. Nachwuchsförderung
Die Mobile Akademie NRW, Stipendien Next Generation und "Nistplätze" für junge Theatermacher werden mit 100.000 Euro gefördert.

6. Künstlerische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Für die künstlerische Arbeit herausragender freier Theater mit Kindern und Jugendlichen sollen zusätzlich 100.000 Euro bereit gestellt werden.

7. Allgemeine Projektförderung
Die allgemeine Projektförderung wird um 50.000 Euro aufgestockt, damit Förderempfehlungen für Gagen und Mindesthonorare sukzessive umgesetzt werden können.

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