15 Jahre Meistergründungsprämie NRW

7. April 2010

15 Jahre Meistergründungsprämie NRW - eine Erfolgsstory: Erfolgreichstes Existenzgründungsprogramm des Landes schuf oder sicherte bisher 65.000 Arbeitsplätze

Über 13.000 geförderte Existenzgründungen im Handwerk, etwa 65.000 damit mittelfristig geschaffene oder gesicherte Arbeitsplätze – das ist die aktuelle Bilanz des Förderprogramms Meistergründungsprämie NRW. Seit 15 Jahren schafft die Meistergründungsprämie optimale Startbedingungen für junge Handwerker, die sich selbstständig machen wollen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Über 13.000 geförderte Existenzgründungen im Handwerk, etwa 65.000 damit mittelfristig geschaffene oder gesicherte Arbeitsplätze – das ist die aktuelle Bilanz des Förderprogramms Meistergründungsprämie NRW. Diese Spitzenwerte konnten zum Stichtag 31. März 2010 ermittelt werden. Seit 15 Jahren schafft die Meistergründungsprämie optimale Startbedingungen für junge Handwerker, die sich selbstständig machen wollen.

Am 31. März 1995 hatte der Landtag die Einführung des Programms einstimmig beschlossen. „Die Meistergründungsprämie ist und bleibt das erfolgreichste und aus Sicht des Steuerzahlers kostengünstigste Existenzgründungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen“, betonte Wirtschaftsministerin Christa Thoben dazu heute (7. April 2010) in Düsseldorf. Es zeichne sich durch eine „äußerst günstige Ziel/Mittel-Relation“ aus. Gemeinsam mit Franz-Josef Knieps, Vorstandsmitglied der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH), stellte die Ministerin klar: „Deshalb ist die konsequente Fortsetzung der Meistergründungsprämie ohne Alternative. Denn das Programm ebnet jungen Handwerkern den Weg in die Selbstständigkeit – darunter sind zunehmend auch junge Frauen, was besonders erfreulich ist.“

Mit der Meistergründungsprämie werden Meisterinnen und Meister im Handwerk gefördert, die sich selbständig machen, einen Betrieb übernehmen oder sich an einem bestehenden Unternehmen mit mindestens 50 Prozent beteiligen. Der Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro ist an eine Mindestinvestitionssumme (20.000 Euro bei Frauen, 25.000 Euro bei Männern) geknüpft sowie an die Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen: Im Falle der Betriebsneugründung oder Beteiligung ist von den Geförderten nach Ablauf von drei Jahren die Schaffung eines zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes für wenigstens 24 Monate nachzuweisen. Die Schaffung eines Ausbildungsplatzes wird mit zwölf Monaten angerechnet. Wird ein Betrieb übernommen, müssen die vorhandenen Arbeitsplätze mindestens zwölf Monate erhalten oder besetzt bleiben.

In der Realität liegen die Beschäftigungs- und Ausbildungsleistungen der Geförderten deutlich über diesen Forderungen. Nach den Erhebungen der LGH, die das Programm im Auftrag des Landes abwickelt, haben die Jung-Selbstständigen im Durchschnitt – inklusive des Inhabers – 5,1 Beschäftigte. Überdurchschnittlich engagieren sich die Unternehmen weiterhin bei der Ausbildung junger Menschen: Von den Empfängern der Meistergründungsprämie zwischen 1995 und 2006 haben mehr als die Hälfte mindestens einen Auszubildenden, so dass sich ein Durchschnittswert von 0,7 Lehrlingen pro Betrieb ergibt. Der Start in die Ausbildung erfolgt bei etwa einem Großteil der Betriebe schon unmittelbar nach der Gründung. Immer mehr Frauen nutzen zudem die Förderung: Der Anteil der Meisterinnen, die eine Prämie erhalten haben, liegt bei gut 23 Prozent – verglichen mit 19 Prozent im Jahr 2004. Die Selbstständigkeit im Handwerk wird auch als guter Weg aus der Arbeitslosigkeit heraus angesehen: Mehr als 50 Prozent der Geförderten waren vorher zeitweise ohne Job. Der Zuschuss für die inzwischen geschaffenen und gesicherten etwa 65.000 Arbeitsplätze beträgt rechnerisch weniger als 2.000 Euro pro Stelle.

Ministerin Thoben: „Die Meistergründungsprämie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass mit vergleichsweise wenig Geld sehr viel erreicht werden kann. Natürlich reicht der Zuschuss nicht für die Gründung oder Übernahme eines Betriebes, aber dieses Geld ist Eigenkapitalersatz. Es positioniert die jungen Gründerinnen und Gründer deutlich besser gegenüber den Banken. Darin liegt der Sinn.“

Die Landesregierung sei sich der besonderen Kraft junger Betriebe des Handwerks bei der Sicherung der Beschäftigung bewusst. „Deshalb unterstützen wir mit der Meistergründungsprämie junge Handwerksmeisterinnen und -meister, die sich selbständig machen und Arbeitsplätze schaffen oder erhalten“, so die Ministerin.
Für die LGH erinnerte Franz-Josef Knieps daran, dass das Programm im Landtag immer einmütige Unterstützung erhalten habe. „Wir hoffen sehr, dass dies so bleibt. Schließlich galt und gilt der bereits von vielen ausgesprochene Satz unverändert weiter: Besser und effizienter als in die Meistergründungsprämie kann die öffentliche Hand kein Steuergeld anlegen. Für das nordrhein-westfälische Handwerk steht fest: Die Meistergründungsprämie ist eine für die Wirtschaft unseres Landes eminent wichtige Fördermaßnahme. Das Land wäre gut beraten, den Zuschuss auch weiterhin zu gewähren.“ Durch die Kopplung von Existenzgründung und Beschäftigung stelle die Meisterprämie einen doppelten Effekt sicher: Zum Ersten werde neuen Unternehmen eine Starthilfe gegeben. Das bringe frischen Wind auf dem Markt dank der neuen Konzepte der Jung-Unternehmer. Oder es werde unterstützt, dass etablierte Firmen in neue Hände übergehen und fortbestehen. Zum Zweiten werde für Arbeits- und auch für Ausbildungsplätze gesorgt, was ja ein großes gesellschaftspolitisches Anliegen ist.
Weitere Informationen zur Meistergründungsprämie finden Sie unter www.lgh.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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