1,3 Millionen Euro für Prävention und integrierte Gesundheitsförderung in Schulen und Kitas

1. Juli 2009

1,3 Millionen Euro für Prävention und integrierte Gesundheitsförderung in Schulen und Kitas

Schulministerin Barbara Sommer hat heute mit Vertretern der Unfall­kasse Nordrhein-Westfalen, des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK Westfalen-Lippe sowie der BARMER das neue Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ unterzeichnet.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Barbara Sommer hat heute mit Vertretern der Unfall­kasse Nordrhein-Westfalen, des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK Westfalen-Lippe sowie der BARMER das neue Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ unterzeichnet. Es ist mit insgesamt 1,3 Millionen Euro ausgestattet und stellt eine Weiterentwicklung und Neuausrichtung des Ende 2007 ausgelaufenen Programms „OPUS NRW“ dar.

Barbara Sommer: „Die eigene Gesundheit ist eine zentrale Bedingung, damit die Menschen ihre Persönlichkeiten und Fähigkeiten bestmöglich entfalten können. Deshalb wollen wir gemeinsam in unseren Schulen ein Umfeld schaffen, das sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Gesundheit fördert. Gesundheitsförderung, Schulentwicklung und Qualitätsentwicklung gehören zusammen."

Verbesserungen zur Bildungsqualität, zum Gesundheitsverhalten und den Gesundheitschancen sollen durch eine adäquate Unterstützung und Förderung in den Bildungseinrichtungen vor Ort gewährleistet werden. Dabei spielen Beratung, Information und Fortbildung eine wichtige Rolle. Fördermittel werden darüber hinaus für Aufbau und die Betreuung von Netzwerken und Kooperationen sowie für die Entwicklung zeitgemäßer Fortbildungs- und Informationsmaterialien eingesetzt.

Josef Micha, Sprecher der Geschäftsführung der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen: „Für die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen ist es wichtig, dass die Schulen in Nordrhein-Westfalen für die Bedeutung der Gesundheit ihrer Schüler und Lehrkräfte sensibilisiert werden - auch im Hinblick auf ihre Qualitätsentwicklung. Deshalb unterstützen wir das neue Landesprogramms und die Bemühungen des Schulministeriums, Bildung und Gesundheit stärker zu verknüpfen."

Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg: „Angesicht der Tatsache, dass immer weniger Kinder geboren werden und diese tendenziell immer früher an sogenannten Zivilisationserkran­kungen leiden, ist es uns wichtig, Lehrkräfte und Erzieherinnen finanziell und durch Know-how dabei zu unterstützen, Themen wie Ernährung und Bewegung, aber auch Entspannung und verantwortlichen Umgang mit Suchtmitteln in den Schulalltag hineinzutragen und Schulen und Kindertagestätten gesundheitsförderlich zu gestalten.“

Martin Litsch, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Westfalen-Lippe: „An diesem Programm liegt uns besonders die nachhaltige Gesund­heitsförderung der Kinder und Jugendlichen am Herzen, die über schlechte Startbedingungen verfügen, sich zu wenig bewegen oder ungünstig ernähren.“

Theo Giehler, Mitglied des Vorstandes des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen: „Kindertageseinrichtungen und Schulen sind ein idealer Raum für primärpräventive Maßnahmen, um über Verantwortungspartnerschaften einen Entwicklungsprozess zu fördern, der künftig alle Bildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu einem integrierten Gesundheits- und Qualitätsmanagement befähigt.“

Birgit Fischer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BARMER: „In der schulischen Gesundheitsförderung wird der Zusammenhang von Bildung und Gesundheit oft noch unterschätzt. Gesundheit kann der Erfolg von guter schulischer Bildung sein, ist selbst aber auch eine wichtige Voraussetzung für gute Bildung. Das neue Landesprogramm setzt genau hier an und trägt dazu bei, Gesundheit und Bildung besser miteinander zu verknüpfen."

An dem neuen Landesprogramm können alle Schulen und Kitas in Nordhrein-Westfalen teilnehmen. Zunächst werden jedoch die beste­henden OPUS-Schulen berücksichtigt. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Landesprogramms erfolgt durch die Universität Düsseldorf.

Weitere Informationen zu den Teilnahmevoraussetzungen und zum Förderverfahren erhalten Sie unter http://www.bug-nrw.de.

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