1.100 Polizisten vereidigt - 124 mit Migrationshintergrund

17. Februar 2011

1.100 Polizisten vereidigt - 124 mit Migrationshintergrund / Minister Jäger: NRW-Polizei setzt verstärkt auf Nachwuchs mit Zuwanderungsgeschichte

Die NRW-Polizei setzt verstärkt auf junge Leute mit Zuwanderungshin­tergrund. „Sie besitzen durch ihre Sprachkenntnisse und kulturellen Hintergründe besondere Kompetenzen. Das wird im täglichen Polizei­dienst immer wichtiger“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Essen. Dort wurden 1.100 neue Polizeianwärterinnen und -anwärter. 124 von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Die NRW-Polizei setzt verstärkt auf junge Leute mit Zuwanderungshin­tergrund. „Sie besitzen durch ihre Sprachkenntnisse und kulturellen Hintergründe besondere Kompetenzen. Das wird im täglichen Polizei­dienst immer wichtiger“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute in Essen. Dort wurden 1.100 neue Polizeianwärterinnen und -anwärter - erstmalig in der neuen blauen Uniform - vereidigt; 124 von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Das sind mehr als 11 Prozent. „Der beste Weg zur Integration führt über Bildung. Diese 124 angehenden Polizistinnen und Polizisten sind Vorbilder dafür, dass jeder, unabhängig von seiner Herkunft, die Chance hat, erfolgreich zu sein“, bekräftigte der Minister. „Wir wollen den Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Polizei weiter erhöhen und werben deshalb gezielt um sie.“

Für den Einstellungsjahrgang 2010 hatten sich 7.100 junge Leute be­worben. „Das zeigt, dass der Polizeiberuf nach wie vor interessant und begehrt ist. Aber es ist auch eine verantwortungsvolle Aufgabe und stellt hohe Anforderungen an jeden Einzelnen“, betonte der Innenminister und sagte an die Anwärterinnen und Anwärter gewandt: „Mit dem Eid ver­pflichten Sie sich dem Grundgesetz, der Verfassung des Landes NRW und damit den Menschen- und Freiheitsrechten.“ Der Schwur sei eine Versicherung gegenüber den Menschen, die Gesetze zu wahren und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben. Jäger wies darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger von der Polizei Hilfe und Schutz, aber auch konsequentes Einschreiten erwarteten.

Der Polizeinachwuchs hat im September 2010 sein dreijähriges Bache­lor-Studium begonnen und wird nach Abschluss der Ausbildung im Wachdienst und den Ermittlungskommissariaten eingesetzt. „Wir wollen ab diesem Jahr die Zahl der Neueinsteiger auf 1.400 erhöhen, kündigte der Minister an. „Mit unserem bundesweit einmaligen vorbildlichen Konzept erreichen wir eine kontinuierliche und nachhaltige Personal­verjüngung.“ Mehr Informationen zum Polizeiberuf gibt es im Internet unter www.polizei.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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